Teuer erkauftes 1:1
Im Berliner Duell der Regionalliga Nordost hatte der BFC Dynamo gegen die VSG Altglienicke lange Zeit wenig Zugriff auf das Spiel – schon nach fünf Minuten musste Kapitän Dadashov dazu verletzt raus. Dennoch hielten die Hohenschönhauser lange Zeit ein 0:0 – und kamen nach der VSG-Führung durch Ibrahimi (61.) noch mal zurück, als Shcherbakovski (80.) zum 1:1 abstaubte. In der Entstehung verletzte sich jedoch Sadrifar schwer, sodass die Partie für rund 45 Minuten unterbrochen werden musste – nach Wiederanpfif der Partie blieb es dann beim Remis. Auch der BFC Preussen kam trotz langer Führung (Tor: Adekunle) im Duell der Aufsteiger bei Magdeburg II nicht über ein 1:1 hinaus. Schlusslicht FC Hertha 03 tat das 0:0 zu Hause gegen den Vorletzten FC Eilenburg dazu richtig weh, denn die Zehlendorfer konnten keinen Boden gutmachen – während weitere Konkurrenten wie der Greifswalder FC oder Chemie Leipzig Siege feiern konnten. Bei der 2:3-Niederlage von Hertha BSC II (Tore: Rölke, Gouram) in Erfurt fielen alle Treffer bereits vor der Pause.
Trügerische Tabellenführung
Nach dem 22. Spieltag gibt das Klassement der NOFV-Oberliga Nord ein schiefes Bild ab: Zwar führt der SV Tasmania nach dem 5:0 (Tore: Cruz Magalhaes 3, Grigoriadis, Bokake-Befonga) weiter die Tabelle an, verlor vier Tage zuvor aber das Nachholspiel in Rostock mit 0:2. Lichtenberg 47 auf Rang 2 würde nach dem 4:0 (Tore: Zekiroglu, Gawe, Reiniger, Graf) in Mahlsdorf dadurch mit Siegen in seinen beiden ausstehenden Nachholpartien an den Neuköllnern vorbeiziehen. Der SV Sparta verwandelte beim 3:1 (Tore: Nikol, Hänsch, Gashi – Mawd) gegen den Berliner AK einen Rückstand noch in drei Punkte, für Tennis wiederum bleibt nach dem 0:1 in Wismar die sportliche Situation angespannt. Auch bei den zwei Letztplatzierten hat sich die Lage dazu weiter verschärft: SD Croatia (Platz 15) verlor das Kellerduell in Rathenow trotz Pausenführung durch ein Eigentor noch mit 1:3 – und Schlusslicht Viktoria unterlag TuS Makkabi 2:4 (Tore: Wittek, Tchadjei – Sakhno, Siakam, Soumah, Matkovic).
Rechtsstreit bei „TeBe“
Das Stühlerücken an der Vereinsspitze von Tennis Borussia hat zu einem Rechtsstreit mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Günter Brombosch geführt. Dessen Consulting GmbH hatte zunächst auf Rückzahlung mehrerer Darlehen geklagt – insgesamt soll es um eine Summe im unteren sechsstelligen Bereich gehen. Daraufhin kam es vergangene Woche zu einem Prozesstermin zwischen beiden Parteien: Tennis Borussia hatte dort eine gütliche Einigung ohne Anerkennung der Rechtmäßigkeit der Forderung angestrebt und dabei laut Vereinsmitteilung die Rückzahlung von 67.000 Euro in mehreren Raten angeboten – dies sei jedoch von der Klägerseite abgelehnt worden. Da im weiteren Verlauf des Sitzungstags nicht geklärt werden konnte, ob und in welchem Umfang Rückforderungsansprüche bestehen, blieb ein Urteilsspruch zunächst aus. Auf der Vereinshomepage wurde dabei einerseits Zuversicht hinsichtlich des weiteren Prozessverlaufs, anderseits aber auch nach wie vor Einigungsbereitschaft zum Ausdruck gebracht.
Berlin-Liga
Füchse ziehen davon
Am 23. Spieltag konnten die Füchse Berlin ihre Tabellenführung ausbauen – der Spitzenreiter setzte sich bei der weiter kriselnden VSG Altglienicke II (jetzt alle vier Partien 2026 verloren) souverän mit 3:0 durch. Nach der Pausenführung dank der Tore von Ait Manssour und Sunday konnten die Reinickendorfer trotz Rot für den gerade eingewechselten Brechler sogar noch durch Haney zum Endstand nachlegen. Der SC Charlottenburg auf Rang 2 verlor dagegen in Hohen Neuendorf mit 1:2 (Tore: Löbe – Röttgen, Sevim), auch der 1. FC Wilmersdorf musste durch das 1:3 beim TSV Rudow weiter abreißen lassen: Haj Youssef, Hortum und Günther hatten für die Führung der Gastgeber gesorgt, Henneke konnte nur noch verkürzen. Derweil geht die „Aufholjagd“ des schwach in die Saison gestarteten SC Staaken weiter: Das 3:1 (Tore: Guske, Ufak, Gigold – Schönfuß-Hähm) über den SFC Stern 1900 war das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage bei 19 Punkten. Am Tabellenende machte dazu der SSC Südwest (1:0 gegen Spandauer Kickers – Tor: Schick) weiter Boden gut.
Book verlässt die SVE
Nach Horst Steffen verliert die SV Elversberg ein weiteres Urgestein: Sportvorstand Nils-Ole Book wechselt als neuer Sportdirektor zu Borussia Dortmund. Der 40-Jährige erhält beim BVB einen Vertrag bis 2029 und tritt damit die Nachfolge von Sebastian Kehl an. Für Elversberg ist der Abgang ein herber Einschnitt. Unter Books sportlicher Verantwortung entwickelte sich der Club vom Regionalligisten zu einem Spitzenteam der 2. Bundesliga und steht derzeit sogar kurz vor dem Aufstieg ins Oberhaus. Mit gezielten Transfers junger Talente prägte Book den kometenhaften Aufstieg der Saarländer entscheidend. Auch BVB-Geschäftsführer Lars Ricken hob diese Entwicklung hervor: „Wir haben großes Vertrauen in Ole und seine Expertise, wenn es darum geht, kreative und mutige Ideen auf dem Transfermarkt zu entwickeln“, sagt er. Book selbst sprach von einem „besonderen Verein“ in Dortmund, bedankte sich aber ausdrücklich bei der SVE für die Möglichkeit, diesen Karriereschritt zu gehen.
Seiffert zum KSC
Der bisherige Geschäftsführer des 1. FC Saarbrücken, Christian Seiffert, verlässt das Saarland gen Karlsruher SC. Er übernimmt dort zum 1. Juli die Position des Direktors Infrastruktur und Stadionbetrieb. Nach rund zehn Jahren Tätigkeit verließ sein Vorgänger Fabian Rimoldi den KSC, um sich in seiner Heimat beim 1. FSV Mainz 05 einer neuen Herausforderung zu stellen. Seiffert ist seit mehreren Jahren beim 1. FC Saarbrücken tätig. Der diplomierte Wirtschaftsjurist mit einem MBA-Abschluss im Bereich Sportmanagement und Sportökonomie fungierte beim Drittligisten zunächst als Vorstand für Infrastruktur und Spielbetrieb. Seit Sommer 2023 war Christian Seiffert Geschäftsführer des saarländischen Traditionsvereins. „Mit Christian Seiffert gewinnen wir eine erfahrene Führungskraft für den Bereich Infrastruktur und Stadionbetrieb. Wir sind überzeugt, dass er mit seiner bisherigen Tätigkeit und seinem Wissen wertvolle Beiträge leisten wird“, so Michael Becker, Sprecher der Geschäftsführung beim KSC.
Mehrere Geldstrafen
Das DFB-Sportgericht hat gegen mehrere Drittligisten Geldstrafen verhängt. Betroffen sind der MSV Duisburg, Jahn Regensburg und der TSV 1860 München. Der MSV muss 2.800 Euro zahlen, nachdem beim Auswärtsspiel in Wiesbaden mehrere bengalische Fackeln gezündet worden waren. Jahn Regensburg wurde für ähnliche Vorfälle mit 2.450 Euro belegt. Deutlich geringer fällt die Strafe für 1860 München aus: Die Löwen müssen nach zwei Becherwürfen 600 Euro zahlen. Alle drei Vereine haben die Möglichkeit, bis zu ein Drittel der Strafen in sicherheitstechnische oder präventive Maßnahmen zu investieren. In der laufenden Strafentabelle bleibt 1860 München mit über 100.000 Euro auf Rang vier, gefolgt vom MSV Duisburg. Jahn Regensburg liegt im Mittelfeld der Statistik.
FC 08 Homburg
Bittere Niederlage
Der FC 08 Homburg hat am 25. Spieltag der Regionalliga Südwest eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen die U23 des 1. FSV Mainz 05 kassiert. Trotz klarer spielerischer Vorteile und deutlich mehr Ballbesitz fehlte den Grün-Weißen letztlich die Durchschlagskraft vor dem Tor. Trainer Roland Seitz nahm im Vergleich zum 4:1-Sieg in Steinbach nur eine Änderung vor: Miguel Gonçalves rückte nach abgesessener Gelbsperre für Simon Joachims in die Startelf. Homburg übernahm von Beginn an die Kontrolle und hatte früh durch Markus Mendler die erste große Möglichkeit, doch der Mainzer Keeper parierte stark. Die Gastgeber blieben spielbestimmend, ohne sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Umso überraschender fiel das 0:1 in der 21. Minute. Homburg antwortete mit zunehmendem Druck und kam vor der Pause durch Röseler und Qenaj zu guten Gelegenheiten, scheiterte jedoch jeweils am Torhüter. Auch nach dem Seitenwechsel dominierte der FCH das Geschehen, erspielte sich zahlreiche Chancen – unter anderem durch Ristl, Gonçalves, Inanoglu und Steinmetz –, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Selbst in der Schlussphase fehlte das nötige Glück im Abschluss. So blieb es trotz engagierter Leistung bei der knappen Niederlage. Homburg steht mit 39 Punkten weiterhin auf Rang fünf und tritt am kommenden Samstag bei Verfolger Großaspach an.