Beeindruckend und über die Grenzen bekannt: Die Saarschleife ist nicht nur Postkartenmotiv des Saarlandes schlechthin, sondern auch zentraler Ort für die Kultur und das Selbstverständnis des Bundeslandes. In Anspielung auf und doch auch als Weiterdenken des Themas Saarschleife und saarländische Identität hat der Literarische Stammtisch Saarbrücken eine Anthologie an Kurzgeschichten herausgebracht. Unter dem Titel „SaarSchleifen“ schreiben 16 Autorinnen und Autoren des Stammtischs ihre individuellen Geschichten und eröffnen damit vielfältige Sichtweisen auf das Leben, die Menschen und eben auch die ganz besonderen Charakterzüge des Saarlandes und der Saarländer. Ausgehend von diesem Grundgedanken entfalten sich sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, die das Bundesland aus eigenen, mitunter überraschenden Blickwinkeln zeigen.
Die Schauplätze der Erzählungen sind teilweise erwartbar klassisch, zeitweise aber auch überraschend. Die Geschichten bewegen sich mal entlang der Saar, aber auch jenseits der Grenze in Frankreich oder in ganz anderem Setting, wie etwa in einem postapokalyptischen Saarlouis. Es geht um überraschende Hochzeiten, um besondere Begegnungen bis hin zu Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Heimat.
Auch stilistisch zeigt sich die Sammlung abwechslungsreich. Leichtere Texte stehen neben durchaus ernsteren und nachdenklichen Beiträgen. Ergänzt wird die Anthologie außerdem durch einen Comic. Was die unterschiedlichen Stimmen dennoch verbindet, ist eben der titelgebende Bezug zum Saarland, zu seinen Eigenheiten, Landschaften und Menschen.
Die beteiligten Schreibenden sind Teil des Literarischen Stammtischs Saarbrücken, den sie regelmäßig zum Austausch über Literatur und das eigene Schreiben nutzen. Die daraus entstandene Anthologie hält für Interessierte die Möglichkeit bereit, das Saarland aus neuen, literarischen Perspektiven zu entdecken. Zusätzliche Informationen zu den Autorinnen und Autoren finden sich jeweils bei den einzelnen Texten.