Andreas Eschbach ist für seine intelligenten Science-Fiction-Romane bekannt, die immer auch aktuelle oder grundsätzliche gesellschaftliche Probleme und Missstände in den Mittelpunkt rücken.
In seinem Roman „Die Abschaffung des Todes“ sind nun also die Internet-Tech-Giganten das Thema, die wiederum neue Start-ups finanzieren und damit die Forschung in die von ihnen gewünschten Richtungen lenken können.
Ein solcher Unternehmer – die Vornamensgleichheit mit einem aktuellen Silicon-Valley-Unternehmer könnte Zufall sein – gründet ein Start-up, das mit KI-Computerleistung das ewige Leben für den Menschen erreichen will.
Doch ob das wünschenswert wäre, welche Folgen es für die Gesellschaft hätte und ob das Angebot für jeden verfügbar wäre oder eben nur für die Elite und für Superreiche, diesen Fragen geht der Text auf den Grund, eingebettet in eine spannende Handlung.
Im Mittelpunkt steht der Protagonist der Erzählung, Journalist James Windover. Er ruft im Auftrag einer seiner Leserinnen ein neues journalistisches Geschäftsmodell ins Leben. Die bestehenden journalistischen Modelle sind in der Krise, und Windover nutzt diese Lücke. Es geht um die Bereitstellung neutraler journalistischer Informationen. So stellt er eine spezielle Online-Zeitung nur für Superreiche zur Verfügung, die diesen exklusive und unbewertete Inhalte liefern soll, damit sie ihre Investitionen nach eigenem Gusto entsprechend abstimmen können.
Als Windover in diesem Rahmen über das neue Start-up recherchiert, das das ewige Leben bringen soll, kommt er Ungereimtheiten auf die Spur. Es geht um eine Science-Fiction-Geschichte, die mit allen Mitteln unter Verschluss gehalten werden soll. Was steht darin, das das Projekt gefährden könnte? Die Idee zu dem Projekt? Seine Unrealisierbarkeit? James begibt sich auf die Suche und gerät, wie auch der Autor der Geschichte selbst, in tödliche Gefahr.
Fazit: Das ist ein durchaus kluger Thriller für alle, die Zukunftstechnologie, philosophische Fragen und gut erzählte Spannung mögen.