Einbahnstraßen-Handball
Als der HBL-Tabellenzweite Füchse Berlin am Ostersonntag Schlusslicht DHfK Leipzig empfing, waren 8.725 Hauptstädter, Sachsen und sogar Anhänger von Tabellenführer SC Magdeburg auf den Beinen. Der Spaß in der Max-Schmeling-Halle war dann allerdings einseitig verteilt. Die Füchse starteten im ICE-Tempo, führten zur Pause bereits mit zehn Treffern und bauten den Vorsprung bis auf 17 Tore aus, bevor sie es zum immer noch überdeutlichen 39:26-Erfolg austrudeln ließen. Mathias Gidsel und Lasse Andersson trafen je sechsmal für den Meister.
Überlegen ins Halbfinale
Alba Berlins Frauenteam setzte zwei große Ausrufezeichen in der DBBL-Viertelfinalserie gegen die Giro Live Panthers Osnabrück. Gründonnerstag stellten die Berlinerinnen in der Sömmeringhalle gleich einen neuen DBBL-Vereinsrekord auf: Sie ließen gegen Osnabrück nur 40 Gegenpunkte zu. Durch das 22:6 gewonnene zweite Viertel waren die Weichen schnell zum 56:40-Sieg für Alba gestellt. Am Karsamstag machte Alba dann in Osnabrück den Halbfinaleinzug klar. Bei einer Halbzeitführung von 44:20 war die Vorentscheidung längst gefallen. Nach dem 74:47 stand allerdings noch nicht fest, gegen wen es in der Best-of-5-Halbfinalserie gehen würde und ob zuerst mit Heimrecht für Alba oder nicht, denn der amtierende Meister Rutroniks Stars Keltern verlor ein Spiel in Herne. Das entscheidende Spiel drei fand nach Redaktionsschluss statt.
Deutliche Derbies
In der Best-of-3-Viertelfinalserie der Volleyball-Bundesliga hatte Meister BR Volleys keine Lust, gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen nachzusitzen, und erledigte seine Aufgabe auch in Spiel zwei am Karfreitag, diesmal in der Paul-Dinter-Halle bei den Netzhoppers, standesgemäß mit 3:1. Fest steht, dass auch die Vorschlussrunde als Best-of-3 ausgetragen wird, denn die SVG Lüneburg steht im Endspiel um den CEV-Pokal und hätte sonst Terminprobleme. Der Halbfinalgegner der Volleys, die am 11. April mit einem Heimspiel starten, wurde nach Redaktionsschluss zwischen Friedrichshafen und Ludwigsburg ermittelt.
Favoritensieg zum Auftakt
12.100 Zuschauer kamen zur Saisoneröffnung auf die Galopprennbahn Hoppegarten. Vorjahressieger Flatten the Curve mit Jockey Thore Hammer-Hansen gewann das mit 30.000 Euro dotierte Altano-Rennen über die Steherdistanz von 2.800 Meter durch Zielfoto vor Narrativo unter Leon Wolff. Dritter wurde Waldadler unter David Liska.
Eishockey
Nervenstarke Eisbären
Viertelfinalserie gegen den Dritten Straubing Tigers. Bei Serienstand 2:1 für Berlin war in Spiel vier am 31. März in der Uber Arena Kampf Trumpf und Strafzeiten an der Tagesordnung. Die Eisbären schossen eine 2:0-Führung heraus, erst in der Schlussminute traf Straubing zum 2:1-Endstand. Matchpuck für die Berliner in Spiel fünf am Straubinger Pulverturm am Gründonnerstag. Nach zwei Dritteln stand es 1:1, der Schlussabschnitt endete trotz Großchancen auf beiden Seiten torlos. Erst in der 8. Minute der Verlängerung fiel die Entscheidung – für Straubing, denn Elis Hede traf per Schlagschuss zum 2:1-Endstand. Somit war Spiel sechs am Karsamstag in Berlin vonnöten. Hier machte Straubing sofort Druck, führte durch Brandt 1:0, doch die Eisbären erwachten nun. Veilleux und Eder schossen die 2:1-Führung für Berlin heraus, nach dem Mitteldrittel lag Berlin gar mit 5:3 in Front. Doch Straubing traf im Schlussabschnitt zweimal. Wieder Verlängerung. Markus Vikingstad netzte zum 6:5 ein und bescherte den Eisbären so eine Halbfinalserie gegen die Kölner Haie ab dem 8. April.
Pogacar siegt
Tadej Pogacar ist Rekord-Sieger der Flandern-Rundfahrt. Der Radprofi aus Slowenien gewann in Oudenaarde die 110. Auflage des belgischen Kopfsteinpflaster-Klassikers vor dem Niederländer Mathieu van der Poel. Dritter wurde nach 278,2 Kilometern und 16 giftigen Anstiegen Belgiens Olympiasieger Remco Evenepoel bei seiner Ronde-Premiere. Pogacar ist als Rekordhalter jedoch nicht allein. Neben dem 27-Jährigen stehen sieben weitere Fahrer, darunter auch van der Poel, mit drei Ronde-Siegen in der Statistik. Am Wochenende will Pogacar zum Abschluss der Kopfsteinpflaster-Saison erstmals Paris-Roubaix gewinnen.
Handball
HGS bindet Talent
Die HG Saarlouis hat ein weiteres seiner Top-Talente gebunden: Der 19-jährige Rückraumspieler Silas Geis hat jetzt seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. Zwar ist er aktuell in der Rekonvaleszenz nach seiner Meniskus-OP in der letzten Woche, fiebert aber mit dem Team der Aufstiegsrunde entgegen: „Seit der Jugend spiele ich hier. Deshalb freue ich mich umso mehr über die Verlängerung. Ich bin motiviert, weiter an mir zu arbeiten und unser großes Ziel 2. Liga zu erreichen.“ HGS-Sportdirektor Markus Baur hält viel von dem Talent aus der HGS-Nachwuchsschmiede und hat nach der Vertragsunterzeichnung gesagt: „Silas hat sich in der bisherigen Saison extrem gut entwickelt und ist sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sehr variabel einsetzbar und übernimmt auch in seinen jungen Jahren schon Verantwortung. Deshalb sind wir super froh, dass er seinen Weg hier im Saarland weiter mit uns geht. Wichtig ist, dass er sich von seiner Verletzung erholt und uns bald wieder zur Verfügung steht.“ HGS-Cheftrainer Jörg Lützelberger hat den 19-Jährigen in der aktuellen Saison in fast jeder Partie aufgestellt und er konnte zwischenzeitlich sowohl auf der linken Rückrauseite, wie auch auf der Mitte Einsatzminuten sammeln und mit seinen Leistungen überzeugen. Insgesamt sind ihm dabei 38 Tore gelungen.