Ein Bein im Finale
Volleyball-Rekordmeister der Männer BR Volleys hat sich am 11. April in der Halbfinalserie Best-of-3 gegen den alten Rivalen VfB Friedrichshafen den ersten Finalball verschafft. In der Max-Schmeling-Halle entrissen die Häfler den Gastgebern den ersten Satz mit 31:29, doch danach übernahmen die Berliner das Kommando und gewannen am Ende sicher mit 3:1. Am 18. April könnten sie bereits in die Endspielserie – dann Best-of-5 – gegen entweder die SVG Lüneburg oder die SWD Powervolleys Düren einziehen.
Bei einer Niederlage am Bodensee hingegen stünde Spiel drei am 26. April erneut in Berlin an.
Pikante Paarung
Zum Abschluss der Hauptrunde in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen blieb Spitzenreiter TTC Berlin Eastside am 12. April auch auswärts bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim ungeschlagen, kam aber über ein 5:5 nicht hinaus. Eastside reist am 17. April zum 1. Halbfinale beim amtierenden Meister TTC 1946 Weinheim. Dort hatte Eastside im Endspiel 2025 wegen zu großer Hitze den Tisch verlassen, Weinheim wurde am grünen Tisch Champion. Am 19. April steht das Rückspiel an.
Gelungene Generalprobe
Schon am 18. April treffen beide Teams in der Lanxess-Arena Köln wieder aufeinander: im Pokal-Halbfinale. In der Bundesliga ging es zwischen Gastgeber TBV Lemgo Lippe und den Füchsen gewohnt eng zu. Die Berliner führten mit 17:15 zur Pause, konnten sich aber ebensowenig wie Lemgo einmal absetzen. Folgerichtig fiel die Entscheidung erst vier Sekunden vor Schluss, als Welthandballer Mathias Gidsel das 34:33 für die Füchse warf.
Nervensache
In Spiel eins der DEL-Halbfinalserie gegen die Kölner Haie führten die Eisbären nach sieben Minuten in der Uber Arena bereits 2:0. Doch Köln schlug zurück, wollte im Mitteldrittel nachlegen. Stattdessen bauten die Eisbären den Vorsprung auf 5:2 aus – Endstand 6:3. Zwei Tage später gingen die Berliner in Köln 1:0 in Führung – und verloren den Faden gegen die physischer auftretenden Haie, die 5:1 gewannen. Die Eisbären stellten ihren lang verletzten Stamm-Goalie Jake Hildebrand zu Spiel drei in Berlin am 12. April wieder in den Kasten. Nach torlosem erstem Drittel wurde die Partie härter, es flogen mitunter die Fäuste, Leo Pföderl schoss das 1:0. Die Berliner behielten die Kontrolle und erhöhten im Schlussabschnitt auf 3:0. Nun wurden sie aber nervös, Köln schaffte den Anschluss, nahm den Torwart vom Eis, traf zum 3:2. Doch Leo Pföderl traf ins verwaiste KEC-Tor zum 4:2-Endstand und der 2:1-Serienführung für die Eisbären.
Basketball
Eine Nummer zu groß
Statt das Finale der Basketball-Champions-League zu erreichen, gar gleich bei der ersten Teilnahme den Titel zu gewinnen, kam für Alba Berlin bereits nach Spiel zwei in der Best-of-3-Viertelfinalserie gegen Unicaja Málaga am 8. April das Aus. Málaga hat die BCL 2024 und 2025 gewonnen und führte mit bis zu 16 Punkten in der Max-Schmeling-Halle. In einer dramatischen Schlussphase, angeführt vom erst 20-jährigen Jack Kayil, kämpften sich die Berliner zurück ins Spiel, erreichten über Freiwürfe die Verlängerung. Dort jedoch waren die Spanier cleverer und zogen mit 88:85 ins Final Four in Badalona vom 7. bis 9. Mai ein. Am 11. April spielte sich Alba in der Bundesliga bei den MHP Riesen Ludwigsburg den Frust von der Seele. Offensiv setzte Berlin eher untypisch auf Pick and Roll, Ludwigsburg konnte dies nicht verteidigen, also blieb man dabei bis zum 101:77-Erfolg. Albas Frauen-Team traf zweimal in der Halbfinalserie Best-of-Five auf den amtierenden Champion Rutronik Stars Keltern – und war beide Male komplett chancenlos. Keltern brillierte am 10. und 12. April keineswegs, um 62:46 beziehungsweise 68:48 zu dominieren. Die Berlinerinnen zeigten nur wenig offensive Bewegung, es mangelte an Basics bei der Chancenverwertung, massenweise Ballverluste luden Keltern zu Punkten ein.
Bronze für Seidel
Mit einer starken Leistung bis ins Halbfinale sicherten sich Marvin Seidel und Thuc Nguyen bei den Badminton-Europameisterschaften 2026 in Huelva die Bronzemedaille.
Im Halbfinale mussten sich die beiden am Samstag der dänischen Top-Paarung Matthias Christiansen/Alexandra Bøje mit 12:21 und 16:21 geschlagen geben.
„Wir haben definitiv nicht so gut gespielt wie gestern. Dann reicht es nicht, das ist leider so. Dafür sind die zu gut“, musste Seidel nach dem Spiel gestehen und resümierte: „Von daher kann man, glaube ich, was mitnehmen dafür, dass man vielleicht das nächste Mal noch mal eine bessere Performance liefert und man einfach noch mal noch mehr lernen muss, mehrere Tage hintereinander ein Top-Niveau abzuliefern. Aber overall sind wir, glaube ich, sehr happy mit einer Medaille. Das hätten wir vorher so unterschrieben und deswegen gibt es heute Abend etwas Leckeres zu essen, und wir freuen uns.“
Knapper Sieg
Die TG Saar hat in der Bundesliga einen knappen Heimsieg gefeiert. Gegen die KTV Siegerland setzte sich das Team mit 31:30 durch. Der Wettkampf begann am Boden, wo die Gäste mit 7:4 die ersten Punkte holten. Die TG Saar antwortete am Pauschenpferd und entschied das Gerät deutlich mit 13:0 für sich. An den Ringen musste die Heimmannschaft anschließend einen Rückschlag hinnehmen. Gegen starke Siegerländer unterlag die TG Saar klar mit 0:14. Auch am Sprung gingen die Punkte knapp an die Gäste (5:4), ehe sich die Saarländer am Barren mit einem 5:2 wieder herankämpften. Vor dem abschließenden Reckturnen war die Entscheidung weiterhin offen. Die KTV gewann die ersten beiden Duelle und setzte die Gastgeber unter Druck. Felix Remuta verkürzte anschließend mit einem erfolgreichen Durchgang auf 29:30. Im entscheidenden letzten Duell unterlief Sebastian Bock ein Fehler, den Marius Püschel nutzte. Der Debütant sicherte mit einer sauberen Übung zwei Score-Punkte und damit den 31:30-Endstand für die TG Saar. Bester Punktesammler war Moritz Steinmetz mit zehn Score-Punkten aus fünf Einsätzen. Durch den Erfolg rückt die TG Saar in der Tabelle nach oben und liegt nun punktgleich mit den Verfolgern aus Vinnhorst und Koblenz auf Rang drei. Am kommenden steht das direkte Duell mit Koblenz an.
Handball
HG Saarlouis gewinnt deutlich
Die HG Saarlouis bleibt in der 3. Handball-Liga Südwest auf Erfolgskurs. Beim Auswärtsspiel bei den SGSH Dragons in Schalksmühle/Sauerland setzte sich der Tabellenführer klar mit 42:31 (21:16) durch und festigte damit seine Position im Titelrennen. Die Partie begann zunächst ausgeglichen und torarm. Beide Torhüter – auf Saarlouiser Seite Finn Zecher, bei den Gastgebern Jean Luca Jannack – konnten sich mehrfach auszeichnen. Nach rund sechs Minuten stand es 3:3, wenig später lagen die Gäste mit 5:3 in Führung. Die Dragons hielten dagegen und glichen zwischenzeitlich zum 8:8 aus. Eine Auszeit von Saarlouis-Trainer Jörg Lützelberger leitete jedoch die entscheidende Phase ein. Mit einem 5:0-Lauf setzte sich der Spitzenreiter auf 13:8 ab und brachte das Spiel zunehmend unter Kontrolle. Bis zur Pause baute Saarlouis den Vorsprung auf 21:16 aus. Auch im zweiten Durchgang blieb der Tabellenführer überlegen. Zwar hielten die Gastgeber phasenweise dagegen – insbesondere die Spieler aus der Familie Jaeger waren offensiv auffällig –, doch näher als auf fünf Tore kam Schalksmühle nicht mehr heran. Saarlouis spielte die Partie souverän zu Ende und nutzte die Breite des Kaders, unter anderem mit Einsatzzeiten für Nachwuchsspieler sowie der Rückkehr von Philipp Kockler nach Verletzung. Erfolgreichster Werfer der Gäste war Yves Kunkel mit zwölf Treffern (davon vier Siebenmeter). Zudem trafen Sven Eberlein (7), Zeb Bjerneld (6) und Tom Paetow (6) mehrfach. „Ich bin sehr stolz auf die Teamleistung“, sagte Lützelberger nach der Partie. Seine Mannschaft habe die Aufgabe wie erwartet angenommen und sich den Vorsprung mit konsequenter Arbeit erspielt. Für Saarlouis geht es am Spieltag mit einem Heimspiel gegen die Bergischen Panther weiter.