Klage gegen Prinz Harry
Prinz Harry (41) sieht sich mit einer Klage einer von ihm mitgegründeten Hilfsorganisation konfrontiert. Aus Gerichtsakten geht mehreren britischen Medien zufolge hervor, dass die Hilfsorganisation Sentebale im März eine Verleumdungsklage gegen Harry und einen ehemaligen Treuhänder der Organisation, Mark Dyer, eingereicht hatte. Es habe seit März 2025 eine „koordinierte, negative Medienkampagne“ gegeben, die dem Ruf der Organisation geschadet habe, heißt es in einer Stellungnahme des Vorstandes und der Geschäftsführung von Sentebale. „Das Verfahren wurde gegen Prinz Harry und Mark Dyer angestrengt, die durch Beweise als Drahtzieher dieser negativen Medienkampagne identifiziert wurden“, so die Vorwürfe. Das habe eine „Flut an Cybermobbing“ gegen die Organisation und ihre Leitung verursacht. Gemeinsam mit Mitbegründer Prinz Seeiso von Lesotho verließ Harry die Organisation als Schirmherr im März 2025 nach einem Streit um die Führung. Sentebale unterstützt in erster Linie Aids-Waisen in Lesotho und Botsuana, die beiden Prinzen hatten die Organisation im Jahr 2006 in Andenken an ihre verstorbenen Mütter gegründet. Hintergrund des Disputs sind gegenseitige Vorwürfe – mit der Vorsitzenden der Organisation, Sophie Chandauka, einerseits und Prinz Harry andererseits. Chandauka, die weiterhin im Amt ist, warf dem Royal etwa Mobbing vor. Der Prinz wies die Vorwürfe zurück. (dpa)
Mehr Grafikpower für unterwegs
Mehr Grafikleistung für die Switch 2 im mobilen Betrieb spendiert Nintendo seiner Konsole per System-Update. Nach der Aktualisierung findet sich in den Einstellungen eine neue Option, der sogenannte Handheld-Boost-Modus. Wird dieser eingeschaltet, verhält sich die Switch auch unterwegs so, als ob sie im stationären Betrieb an einem Fernseher angeschlossen wäre. Heißt: Nicht nur 720p-Auflösung, sondern 1080p-Auflösung. Gamer müssen aber damit rechnen, dass die Switch im Boost-Modus mehr Akkustrom verbraucht und die Unabhängigkeit beim Zocken unterwegs einschränkt. Die Option muss erst einmal aktiviert werden und lässt sich auch jederzeit wieder ausschalten. Das Update auf die Software-Version 22.0.0 bringt neben Fehlerbehebungen und einer gesteigerten Systemstabilität auch noch Verbesserungen bei Gamechat-Einladungen mit oder ermöglicht Notizen auf Freundeslisten. (dpa)
Opel poliert den Astra auf
Der Opel Astra erscheint in neuem Licht. Wenn die Hessen dem Fünftürer und dem Kombi zum Sommer ein Update spendieren, gibt es neue Scheinwerfer und zum ersten Mal einen beleuchteten Kühlergrill, aus dem selbst das Blitz-Logo dank LED-Technik strahlt. Außerdem hat Opel das Innenleben ein wenig aufpoliert, nutzt nachhaltigere Materialien und baut Ergonomie-Sitze jetzt bis hinunter in die Basisversion ein. Die Preise beginnen bei 32.990 Euro für den Hybrid und unverändert 37.990 Euro für die Elektro-Version. Der Kombi ist jeweils 1.500 Euro teurer. Auch beim Antrieb tut sich was. Die reine E-Version mit 115 kW/156 PS bekommt einen Akku mit 58 statt 54 Kilowattstunden und schafft so bei 454 Kilometern knapp zehn Prozent mehr Reichweite. Außerdem haben die Hessen eine Vehicle-to-Load-Funktion integriert, so kann der Wagen den Batteriestrom über eine Steckdose wieder abgeben. Auch der Plug-in-Hybrid legt nach, hat jetzt 144 kW/196 PS und kommt mit einem vergrößerten Puffer-Akku. (dpa)
Testosteronmangel bei Männern
Die Zahl der Männer mit diagnostiziertem Testosteronmangel ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und könnte dennoch nur die Spitze des Eisbergs sein. Dies ergab sich aus einer aktuellen Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Zitzmann, in der Abrechnungsdaten von mehreren Millionen gesetzlich versicherten Männern ausgewertet wurden. Besonders betroffen sind Männer zwischen 30 und 69 Jahren. Fachleute gehen davon aus, dass viele Fälle unerkannt bleiben, da Symptome oft unspezifisch sind oder nicht gezielt abgeklärt werden. Neben primären Störungen der Hodenfunktion treten auch sekundäre und funktionelle Formen auf, die häufig mit chronischen Erkrankungen oder einem ungünstigen Lebensstil zusammenhängen.
Auszeichnung
Preis für Bliesgau Ölmühle
Slow Food Deutschland hat mit dem „Ursula Hudson Preis 2026“ Menschen und Projekte ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um die Ernährungswende verdient machen. Dem Kuratorium fiel es dieses Jahr nach eigenen Angaben schwer, sich für einen einzelnen Gewinner zu entscheiden. Daher wurden alle vier Nominierten ausgezeichnet. Der Siegerpreis im Wert von etwa 1.500 Euro ging an die Bliesgau Ölmühle (Saarland), „VERN e.V.“ (Angermünde), Hof Sackern (Ruhrgebiet) und Rabelades Farm (Brandenburg). Der Saarländer Patric Bies und seine Ölmühle widmen sich dem Anbau alter Kulturpflanzen wie Senf, Lein und Hülsenfrüchten sowie der handwerklichen Herstellung seltener Speiseöle, etwa Leindotter- und Walnussöl. Die Bliesgau Ölmühle stehe für gelebte Biodiversität, regionale Wertschöpfung und die enge Verbindung von Landwirtschaft, Kulturlandschaft und Gastronomie, hieß es in der Begründung.
Für den Preis können sich seit 2021 jedes Jahr Engagierte bewerben oder können von anderen vorgeschlagen werden. Benannt ist der Preis nach Dr. Ursula Hudson, der langjährigen, 2020 verstorbenen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland. Zum Preis gehört auch eine Auszeichnung in Form eines Kunstobjekts der Bildhauerin Christina Dichtl, das ihr entschiedenes Eintreten für nachhaltige Ernährung symbolisch würdigt.