Top-Duo siegt glanzlos
Der 25. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord führte die beiden Spitzenteams mit den zwei Letzten zusammen. Primus SV Tasmania mühte sich bei Regen und böigem Wind auf dem Kunstrasenplatz in Lichterfelde zu einem 3:0-Erfolg über Schlusslicht Viktoria (Tore: Labbouz, Eigentor, Mensah). Lichtenberg 47 blieb den Neuköllnern im Fernduell durch einen 3:1-Arbeitssieg (Tore: Gruber 2, Reiniger – Akova) gegen den Vorletzten SD Croatia auf den Fersen. Eintracht Mahlsdorf verteidigte Platz fünf dank des 23. Saisontreffers von Top-Torjäger Nils Stettin beim 1:0 in Schwerin, während TuS Makkabi dem Abwärtstrend zuletzt mit einem 1:0 (Tor: Koomson) gegen den SV Sparta trotzte. Einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt erlitt der Berliner AK bei der 1:2-Heimniederlage (Tor: Önal) gegen Mitkonkurrent Optik Rathenow, der dadurch in der Tabelle an den Moabitern vorbeizog. Tennis Borussia kam dazu über ein 1:1 (Tor: Moradi) gegen den Aufsteiger SV Siedenbollentin nicht hinaus.
Staakens zu späte Serie
Am 26. Spieltag der Berlin-Liga ziehen die Füchse an der Tabellenspitze weiter einsam ihre Bahn – im Nordduell zu Hause gegen BW Hohen Neuendorf holten die Reinickendorfer ihren achten Dreier in Folge. Aslan sorgte dabei mit zwei verwandelten Strafstößen zeitig für klare Verhältnisse, Ait Manssour traf nach der Pause zum 3:0-Endstand. Auf Platz zwei folgt der SC Staaken mit 17 Punkten Rückstand: Durch den 3:0-Erfolg (Tore: Gakpeto, Jantzen, Aksakal) beim SCC erzielten die West-Spandauer 31 von 36 möglichen Zählern. Spannender geht es im Tabellenkeller der höchsten Berliner Spielklasse zu: Schlusslicht Polar Pinguin stellte dem formstarken SSC Südwest beim 5:1 ein Bein und sorgte für die Rückkehr der Steglitzer auf die Abstiegsplätze. Den Tabellenletzten trennen so nur noch drei Zähler von Fortuna Biesdorf auf dem rettenden Rang 15, die deutlich mit 0:5 beim SV Empor unterlag. Die VSG Altglienicke II erkämpfte sich dazu beim TSV Mariendorf (2:2) immerhin einen Punkt.
FC Liria vor Halbfinal-Aus
Der Einzug in die Vorschlussrunde um die Deutsche Meisterschaft im Futsal der Männer war für den FC Liria ein Riesenerfolg. Der Berliner Vertreter in der Bundesliga hatte in der Hauptrunde Rang sechs von zehn Teams belegt und sich im folgenden Playoff-Viertelfinale gegen Vorjahresfinalist Jahn Regensburg Futsal überraschend mit zwei Siegen (7:6, 7:2) durchgesetzt. Im Halbfinale wartete mit HOT 05 Futsal aus dem sächsischen Hohenstein-Ernstthal der Zweite nach der Hauptrunde 2025/26. Das Hinspiel fand in der Neuköllner Sporthalle am Werner-Seelenbinder-Sportpark statt – dabei musste sich der Außenseiter aus der Hauptstadt dann aber mit 1:4 geschlagen geben. Vor 450 Zuschauern lag der FC Liria dabei zur Pause bereits mit 0:2 zurück. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:3 für die Schützlinge von Trainer Petr Schatalin gelang Sezgin Kenan Sanar. Die Entscheidung über den Finaleinzug fällt dann am Samstag (25. April) ab 15.30 Uhr im HOT-Sportzentrum in Hohenstein-Ernstthal.
Regionalliga Nordost
Nur die VSG siegt
Am vergangenen Wochenende blieb die VSG Altglienicke auch in der achten Partie unter der Leitung von Interimstrainer Dan Twardzik ungeschlagen – am 31. Spieltag der Regionalliga Nordost gelang den Treptowern dabei ein deutlicher 5:1-Erfolg über den 1. FC Magdeburg II. Tallig und Nietfeld taten sich dabei jeweils mit einem Doppelpack besonders hervor, Ibrahimi sorgte für den letzten Treffer. Dem BFC Dynamo (siehe Seite 116) blieb zum Ende seiner englischen Woche dazu zwar die komplette Ausbeute verwehrt, das 2:2 (Tore: Knezevic, Amadou) in Eilenburg brachte den nun seit fünf Ligaspielen unbesiegten Hohenschönhausern aber immerhin einen weiteren Punkt für den Klassenerhalt. Nach drei Siegen in Folge erhielt hingegen Hertha BSC II beim 0:1 gegen das abstiegsbedrohte Team von Chemie Leipzig einen Dämpfer. Auch Neuling BFC Preussen zog in Zwickau mit 0:1 den Kürzeren. Für Schlusslicht FC Hertha 03 wiederum war das 1:2 (Tor: Doll) zu Hause gegen den Chemnitzer FC die siebte Niederlage in Folge.
Protestspiel sorgt für Aufsehen
In der Regionalliga Nordost ist es am Wochenende zu einem ungewöhnlichen Protest gekommen. Beim Spiel zwischen Lok Leipzig und dem Halleschen FC ruhten nach dem Anpfiff für 30 Sekunden sämtliche Aktionen auf dem Platz. Spieler beider Teams standen still und setzten damit ein gemeinsames Zeichen gegen das vom DFB vorgeschlagene Regionenmodell zur Reform der Regionalligen. Begleitet wurde die Aktion von lautstarken Fanprotesten. Hintergrund ist die Sorge vieler Clubs, durch die geplanten Änderungen künftig nicht mehr in gewohnten Ligenstrukturen gegeneinander anzutreten. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ spricht sich klar für das sogenannte Kompassmodell aus. Entsprechend deutlich fiel auch die Kritik nach dem Spiel aus. Vertreter beider Vereine bezeichneten die jüngsten Entwicklungen als unverständlich und warfen den Verbänden vor, zusätzliche Unruhe zu erzeugen. Weitere Protestaktionen in den kommenden Wochen sind nicht ausgeschlossen.
Ingolstadt bindet Lorenz
Der FC Ingolstadt hat ein wichtiges personelles Signal gesetzt und den Vertrag mit Innenverteidiger Simon Lorenz langfristig verlängert. Trotz einer durchwachsenen Saison halten die Verantwortlichen damit an einem zentralen Bestandteil der Mannschaft fest. Lorenz, der seit seinem Wechsel im Sommer 2023 zu den Schanzern gehört, hat sich schnell zu einer prägenden Figur entwickelt und trägt regelmäßig die Kapitänsbinde. In 108 Pflichtspielen steuerte er nicht nur defensive Stabilität, sondern auch zehn Tore und zwei Vorlagen bei. Vereinsseitig wird er als Führungspersönlichkeit und Impulsgeber beschrieben, der sowohl auf als auch neben dem Platz Verantwortung übernimmt. Auch Lorenz selbst betont seine Identifikation mit dem Club und sieht in der Verlängerung ein Signal für den gemeinsamen Weg. Der Fokus liege nun darauf, die verbleibenden Saisonspiele erfolgreich zu gestalten und die Grundlage für die kommende Spielzeit zu legen.
3. Liga
Topscorer für Viktoria
Viktoria Köln hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison präsentiert und sich die Dienste von Eric Gueye gesichert. Der 26-Jährige wechselt von Rot-Weiß Oberhausen in die Domstadt und bringt starke Offensivzahlen mit. In der laufenden Regionalliga-Saison kommt der Außenspieler auf 15 direkte Torbeteiligungen und gehört damit zu den auffälligsten Akteuren der Liga. Die Verantwortlichen in Köln beschreiben Gueye als vielseitig einsetzbaren Spieler, der sowohl auf der Außenbahn als auch im offensiven Flügelspiel seine Stärken hat. Besonders seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins, seine Laufstärke sowie seine Abschluss- und Flankenfähigkeiten werden hervorgehoben. Für Gueye ist der Wechsel der nächste Schritt in seiner Karriere, nachdem er bislang vor allem in der Regionalliga aktiv war. Insgesamt blickt er auf über 100 Einsätze in dieser Spielklasse zurück. In Köln traut man ihm den Sprung in die 3. Liga zu und setzt auf eine schnelle Eingewöhnung.
Remis im Verfolgerduell
Im direkten Duell zweier Verfolger hat sich der FC 08 Homburg beim FSV Frankfurt ein 1:1 gesichert. Beide Teams waren punktgleich in den 29. Spieltag gegangen und hatten im Kampf um Rang drei die bessere Ausgangslage als die Konkurrenz. Entsprechend entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Frankfurt setzte früh den ersten Akzent, doch Homburg übernahm zunehmend die Kontrolle und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Die größte Chance vergab El-Helwe, der aus kürzester Distanz am Abschluss gehindert wurde. Auf der Gegenseite hielt FCH-Keeper Gelt kurz vor der Pause stark gegen Celik. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst zerfahren, ehe Inanoglu in der 67. Minute nach einem Abpraller zur Führung für die Gäste traf. Lange sah es nach einem Homburger Auswärtssieg aus, doch in der Schlussphase schlug Frankfurt zurück: McDonald traf nach einer Flanke von Bukusu zum 1:1-Endstand. Damit bleibt es im Rennen um Platz drei weiter eng, während die Spitzenteams außer Reichweite sind.