Konzert
Musikalische Vorahnung
Am Freitag, 15. Mai, führt die Deutsche Radio Philharmonie unter der Leitung von Josep Pons in der Congresshalle Saarbrücken Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 6 a-Moll auf. Das Sonderkonzert findet in Kooperation mit den Musikfestspielen Saar statt.
Mahlers 6. Sinfonie ist vielleicht das düsterste Werk, das er geschrieben hat. Und doch entstand sie in einer der glücklichsten Zeiten Mahlers, als er, frisch verheiratet, mit seiner Familie zwei unbeschwerte Sommer am Wörthersee verbrachte. Die Sechste sei sein allerpersönlichstes Werk und ein prophetisches, so Mahlers Frau Alma. Mit ihr habe er sein Leben und die Vorahnung eines nahenden Unheils musiziert. Die Deutsche Radio Philharmonie zählt zu den bedeutenden Rundfunk-Sinfonieorchestern der ARD. Sie wird gemeinsam vom Saarländischen Rundfunk (SR) und vom Südwestrundfunk (SWR) getragen und hat ihren Sitz in Saarbrücken und Kaiserslautern. Mit Beginn der Spielzeit 2025/26 wurde Josep Pons Chefdirigent und Künstlerischer Leiter.
Beginn: 20 Uhr. Konzerteinführung: 19.15 Uhr. Tickets sind erhältlich bei Bock & Seip in Saarbrücken, Merzig und Saarlouis, an der Abendkasse, online unter www.drp-orchester.reservix.de sowie telefonisch unter 0761-88849999.
Förderung der Freien Szene
Das Ministerium für Bildung und Kultur fördert 2026 insgesamt elf Projekte und Recherchen der Freien Szene der darstellenden Künste im Saarland mit einem Gesamtvolumen von 139.000 Euro. Im April entschied eine unabhängige Fachjury über 15 eingereichte Förderanträge. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot hob die Freie Szene der darstellenden Künste als unverzichtbaren Teil der kulturellen Stärke des Saarlandes hervor, die kulturelle Vielfalt ermögliche, Menschen zusammenbringe und das Saarland als Kulturstandort unverwechselbar mache.
Die geförderten Projekte sind: Eva Kammigan: Prima Facie; Thorsten Köhler: Mir geht’s super gut; Korso-op. Kollektiv: Frozen Elysion; Kathrin Lambert: Sonic Seasoning; Mutantheater: Die ewige Wiederkehr; Lucyna Zwolinska: art.ificial. Eine Rechercheförderung erhalten Bejarano Bolívar Montes de Oca: Nebelschicht 2; Marie Goetze: When Never Ever has ended; Ralf Peter: Freiheit; Eveline Sebaa: Jetzt rede ich; Corinna Preisberg: Verlegte Leben.
Kulturverführung vom 8. Mai 2026
Museen: Notieren Sie zwei Termine im Kalender: Den 3. Mai und den 17. Mai! Am ersten Sonntag im Monat gewähren die Museen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz – Moderne Galerie, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Deutsches Zeitungsmuseum und Römische Villa Nennig – freien Eintritt. Der Internationale Museumstag am 17. Mai lockt uns bei freiem Eintritt erneut in die saarländischen Museen. In meinen Kalender schreibe ich: Letzte Führung (!) am Sonntag, 3. Mai um 16 Uhr „Was bleibt? Die Zeit der Merowinger.“ Die Merowinger? Die sind mir gänzlich unbekannt – das muss nicht so bleiben. Sollten Sie die Ausstellung „Marthe Donas & Alexander Archipenko. Power-Paar der Avantgarde“ noch nicht besucht haben, lege ich Ihnen die letzte Führung am 17. Mai um 14 Uhr ans Herz. Die fabelhafte Ausstellung sollten Sie nicht versäumen. Auf unserer Website www.magazin-forum.de können Sie „Pioniere der Kunst“ lesen und Vorfreude entwickeln (www.magazin-forum.de/de/pioniere-der-kunst#article). Wer dem saarländischen Comiczeichner Bernd Kissel begegnen möchte, hat am 17. Mai bei der Eröffnung seiner Schau „BilderWelten – WeltenBilder“ ab 11 Uhr Gelegenheit. Bei schönem Wetter machen Sie einen Ausflug zur Villa Nennig und betrachten kundig geführt an einem der Sonntage um 14 Uhr das Bodenmosaik. „Museumssonntag am 3. Mai und Internationaler Museumstag am Sonntag, 17. Mai“, diverse Führungen und Programmangebote, www.kulturbesitz.de
Literaturpreis: Schreiben Sie? Nein, präziser: Können Sie schreiben? Gemeint, beziehungsweise gesucht, sind Texte von literarischer Qualität. Ich schreibe, präziser: Ich texte – beruflich. Wie gut, oder schlecht, beurteilen Sie. Ich bin zufrieden, wenn ich den Leser nicht unter Niveau langweile. Schreiben oder texten ist, ebenso wie lesen, das Verschenken von Lebenszeit. Das Höchste, was wir zu vergeben haben. Schreiben Sie einen Text, der inhaltlichen oder persönlichen Bezug zur Großregion SaarLorLux aufweist, und reichen Sie den dramatischen Text oder die Prosa bei der Landeshauptstadt Saarbrücken ein, die den Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis vergibt. Ihr Beitrag kann in deutscher, französischer oder luxemburgischer Sprache sowie in regionalen Mundarten verfasst sein. Erkennt die Jury ihren Text als besten an, dann erhalten Sie 5.000 Euro. Ist die Jury nicht vollständig überzeugt, wird das Preisgeld aufgeteilt. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 26. November, 19 Uhr, im Lesecafé der Stadtbibliothek Saarbrücken statt. Diesen Termin kann man auch schon im Kalender vormerken, sprich notieren. „Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis 2026“, Bewerbung bis Montag, 24. August, per Post, Informationen zur Ausschreibung und zum Preis stehen unter www.saarbruecken.de/schiffpreis Michaela Auinger