Spitzenduo verliert
Am 27. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord sorgten die – allerdings schon abgeschlagenen – Verfolger auf den Plätzen 3 und 4 dafür, dass das Spitzenduo jeweils eine Niederlage einstecken musste. Am Freitag bereits unterlag so Lichtenberg 47 2:3 (Tore: Millgramm, Graupner) bei Union Klosterfelde und musste befürchten, den Anschluss zum SV Tasmania zu verlieren. Doch der Spitzenreiter verlor seinerseits bei der TSG Neustrelitz (0:2) und bleibt weiterhin mit einem Zähler Vorsprung auf Platz 1. In der unteren Tabellenhälfte kam Tennis Borussia gegen Optik Rathenow nicht über ein 1:1 (Tor: Gencel) hinaus und musste so am Sonntag zusehen, wie Konkurrent Berliner AK dreifach punktete. Die Moabiter verschafften sich durch ein spätes Tor von Celik gegen den nun endgültig abgestiegenen SD Croatia etwas Luft im Keller. Schlusslicht Viktoria bezog trotz anfänglicher Führung in Unterzahl eine 2:5-Pleite (Tore: Bedford, Schüßler) gegen SV Siedenbollentin – dazu siegte TuS Makkabi (3:1 gegen Mahlsdorf) und unterlag der SV Sparta in Wismar 1:2.
Erstes Urteil des BFV
In einer ersten Klage des SSC Südwest wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Fußballers aufseiten des Frohnauer SC hat es das erwartete Urteil des BFV-Sportgerichts gegeben: Das ursprünglich vom FSC mit 4:1 gewonnene Spiel wurde in eine 0:2-Niederlage umgewandelt. Ein Einspruch ist aber noch möglich. Der juristische Vorgang wird als Musterentscheidung für weitere Verfahren bewertet, die in Zusammenhang mit der Nutzung des Systems „DFB.net“ anhängig sind. Da nur im Bereich des BFV Gelbe Karten für Pokal und gleichermaßen gezählt werden, die national gültige Plattform diesen Sonderfall aber nicht abbilden kann, wurde dort ein entsprechender Hinweis für Berliner Vereine hinterlegt. Nicht alle konnten dabei die Eigenverantwortung regelkonform umsetzen und sehen sich nun mit Punktabzügen konfrontiert. Die Füchse Berlin, Spitzenreiter in der Berlin-Liga, dürften so auch drei Zähler abgezogen bekommen – angesichts von 20 Punkten Vorsprung sehen die Reinickendorfer aber der Situation gelassen entgegen.
Sieg beim HSV
Der 1. FC Union lässt nach längst vollzogenem Klassenerhalt in der Frauen-Bundesliga auf der Zielgerade nicht locker: Im Duell bei Mitaufsteiger Hamburger SV setzten sich die Köpenickerinnen mit 1:0 durch und festigten zwei Spieltage vor Saisonende Platz 9 in der Tabelle (30 Punkte). Torfrau Cara Bösl hielt Union dabei mit einigen starken Paraden im Spiel – mit zunehmender Spieldauer aber setzten die Gäste in Hamburg ebenfalls Akzente und kamen nach einer Stunde durch Amber Tysiak zum letztlich entscheidenden Tor des Tages. Am Sonntag empfängt das Team der scheidenden Trainerin Ailien Poese die TSG Hoffenheim in der Alten Försterei. In der 2. Liga bleibt Neuling Viktoria Berlin nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach auf Rang 5 und hat am Sonntag im Heimspiel den bereits abgestiegenen VfR Warbeyen zu Gast (14 Uhr, Stadion Lichterfelde) – dazu kann Hertha BSC in der Regionalliga Nordost gegen den 1. FFV Erfurt die Meisterschaft besiegeln (14 Uhr, Olympiapark).
Regionalliga Nordost
Preussens Paukenschlag
Drei Spieltage vor Saisonende der Regionalliga Nordost sorgte der BFC Preussen dafür, dass die Entscheidung im Meisterrennen doch noch spannend wird. Beim Spitzenreiter Lok Leipzig gelang dem Neuling ein überraschender 3:1-Erfolg: Das Team von Trainer Volbert profitierte dabei davon, nach einem frühen Platzverweis gegen Leipzigs Wilton (2.) die Partie beinahe komplett in Überzahl bestreiten zu können. Nach dem Doppelschlag von Ramadan und Brandt konnte Lok zwar noch vor der Pause verkürzen, kurz nach dem Wechsel stellte Ramadan mit einem weiteren Treffer die Weichen aber endgültig auf Sieg. Dadurch konnte Carl Zeiss Jena mit einem 2:1 über den BFC Dynamo (Tor: Fritzsche) auf zwei Zähler an Platz 1 heranrücken. Die sechstplatzierte VSG Altglienicke musste außerdem beim 1:2 (Tor: Saliger) gegen den Chemnitzer FC die zweite Niederlage in Folge hinnehmen – Hertha BSC II unterlag dazu dem FSV Luckenwalde 0:1, Schlusslicht FC Hertha 03 dem 1. FC Magdeburg II mit 0:2.
Kühlwetter verlässt Regensburg
Christian Kühlwetter wird den SSV Jahn Regensburg nach zwei Jahren verlassen. Der 30 Jahre alte Offensivspieler bestätigte gegenüber dem „RevierSport“, dass er sich zur kommenden Saison eine neue Aufgabe suchen will. „Es ist an der Zeit, etwas Neues zu machen“, sagte der Kapitän des Jahn. In Regensburg habe er sich zwar stets wohlgefühlt, nun wolle er aber „eine neue Herausforderung annehmen“.
Kühlwetter war vor zwei Jahren vom 1. FC Heidenheim nach Regensburg gewechselt. Seitdem absolvierte er 58 Pflichtspiele für den SSV, erzielte acht Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. In der laufenden Saison kam er wegen einer Rotsperre und einer Verletzung zu Beginn der Spielzeit bislang auf 21 Einsätze, war dabei aber an sieben Treffern direkt beteiligt.
Wohin es den früheren Lauterer im Sommer zieht, ist noch offen. Auch ein Wechsel ins Ausland kommt für ihn infrage. Erste Interessenten soll es bereits geben.
Mehrere Zwischenfälle beim Südwest-Derby
Beim Derby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem SV Waldhof Mannheim ist es zu Zwischenfällen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden einige Fans des Stadions verwiesen. Zudem wurden Strafverfahren eingeleitet. In der Schlussphase der Partie wurden im Gästeblock wiederholt Böller gezündet. Anschließend kam es nach Polizeiangaben zu Provokationen zwischen Anhängern aus dem Gäste- und Heimbereich. Fünf FCS-Fans mussten daraufhin das Stadion verlassen. Auch ein Manneimer Anhänger wurde des Stadions verwiesen, nachdem er im Bereich der Gegentribüne auf das Spielfeld gelaufen war. Sicherheitskräfte verhinderten, dass er in Richtung Gästeblock gelangte. Während des Spiels wurde außerdem eine Mitarbeiterin eines Getränkestands im Heimbereich körperlich angegriffen und leicht verletzt. Bereits vor der Partie hatte es nach Polizeiangaben mehrere kritische Situationen gegeben. Ein Fanbus der Gäste stoppte auf der A 620 vor der Alten Brücke, einzelne Personen stiegen aus. Die Polizei brachte sie zurück in den Bus. Am Bahnhof wurden Einsatzkräfte eingesetzt, um ein Aufeinandertreffen beider Fanlager zu verhindern. Dabei wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Auch auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen von Gästefans, unter anderem in Richtung der Polizei.
Regionalliga
Homburg unterliegt in Stuttgart
Der FC Homburg hat auch bei den Stuttgarter Kickers keinen Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nach dem deutlichen 8:1 im Saarlandpokal-Halbfinale gegen die SF Köllerbach blieb der Regionalligist in der Liga zum vierten Mal nacheinander ohne Sieg und verlor im Gazi-Stadion auf der Waldau mit 0:2.
Vor 3.770 Zuschauern erwischten die Gastgeber den besseren Start. Bereits in der fünften Minute nahm Per Lockl einen Chipball in den Strafraum stark mit und traf aus neun Metern zur frühen Führung. Danach kam Homburg besser ins Spiel, scheiterte aber mehrfach am starken Kickers-Torhüter Felix Dornebusch. Kaan Inanoglu hatte aus kurzer Distanz die erste große Möglichkeit, wenig später parierte Dornebusch auch gegen Tim Steinmetz. Kurz vor der Pause war erneut Inanoglu nah am Ausgleich, doch wieder blieb der Stuttgarter Schlussmann Sieger.
Statt des 1:1 fiel kurz darauf das zweite Tor für die Kickers. Lockl brachte einen Freistoß in den Strafraum, David Tomic köpfte aus kurzer Distanz zum 2:0 ein. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Homburg bemüht, nutzte seine Chancen aber nicht. Michael Gelt verhinderte gegen Tomic zunächst das dritte Gegentor, auf der Gegenseite verpassten Inanoglu und in der Nachspielzeit Frederik Schumann den Anschluss. Wieder war Dornebusch zur Stelle.
FCH-Trainer Roland Seitz ärgerte sich vor allem über die vergebenen Möglichkeiten. „Da haben wir zu viele Bretter liegen gelassen“, sagte er. Zudem seien die Kickers seinem Team „in der Zweikampfführung und im Einsatz“ voraus gewesen. Homburg rutscht durch die Niederlage auf Rang sieben ab.