Leapmotor mischt Kompaktklasse auf
Die chinesische Adoptivtochter Leapmotor stellt Stellantis-Stromern wie dem Opel Astra jetzt den B05 entgegen – mit besserer Technik und günstigeren Preisen. Der handliche Fünftürer mit Steilheck tritt mit einer Länge von 4,43 Metern ab Juli auch bei uns gegen Autos wie den Opel Astra oder den Peugeot 308 an. Nur: Mit einem Einstiegspreis von etwa 28.000 Euro wird er deutlich günstiger sein als die Elektroversionen der Geschwister. Der B05 ist aber nicht nur billiger, sondern auch besser als die anderen Konzernmodelle: Es gibt ihn laut Leapmotor in China mit zwei Motorisierungen von entweder 132 kW/180 PS oder 160 kW/218 PS, die das Auto auf bis zu 160 km/h beschleunigen. Die Akku-Kapazitäten liegen wahlweise bei 43,9 kWh, 56,2 kWh oder 67,1 kWh, was bestenfalls für mehr als 600 Norm-Kilometer reicht. (dpa)
KI als Helfer bei Depressionen
Immer mehr junge Menschen greifen bei psychischen Belastungen auf Künstliche Intelligenz zurück. Eine aktuelle Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zeigt, wie verbreitet der Einsatz von Chatbots inzwischen ist. Für die Untersuchung wurden rund 2.500 Personen im Alter zwischen 16 und 39 Jahren befragt, darunter auch viele mit diagnostizierter Depression. Das Ergebnis: Unter den Betroffenen haben 69 Prozent bereits KI-Anwendungen genutzt, um über ihre Probleme zu sprechen. 35 Prozent gaben an, direkt mit der KI über ihre Depression kommuniziert zu haben. Viele berichten dabei von positiven Erfahrungen, etwa davon, sich verstanden zu fühlen oder Gedanken besser strukturieren zu können. Gleichzeitig warnen Fachleute vor einer Überschätzung der Technologie. KI könne eine Therapie nicht ersetzen, sondern höchstens ergänzen.
Rendezvous fürs All
Bundesraumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) und Norwegens Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth haben in Tromsø formell eine engere Kooperation im Bereich Raumfahrt vereinbart. Die Ministerinnen unterzeichneten in der Arktis-Stadt rund 350 Kilometer nördlich des Polarkreises eine Vereinbarung zu den Aufgaben und Zielen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Bär sprach von einem wichtigen Schritt für mehr Souveränität. Es geht unter anderem um mehr Unabhängigkeit von den USA im Bereich Satellitenkommunikation und -technik. Die norwegische Insel Andøya mit ihrem Raketenstartplatz soll Deutschlands Zugang zum Weltraum sichern. Europa ist derzeit vor allem auf das US-Unternehmen Space X des Milliardärs Elon Musk angewiesen, um Satelliten ins All befördern zu können. Das berührt nicht nur Forschung und Wissenschaft, sondern mit Blick auf Lagebilder und Aufklärung zunehmend auch das Thema Verteidigung.
Die Arktis sei ins Scheinwerferlicht gerückt, nicht nur aus wirtschaftlichen und wissenschaftlichen, sondern auch aus sicherheitspolitischen Gründen, sagte Bär. (dpa)
Rio de Janeiro
Gratis-Konzert am Strand
Shakira hat mit einem kostenlosen Konzert in Rio de Janeiro ein Millionenpublikum begeistert. Die Kolumbianerin trat am legendären Strand von Copacabana vor geschätzt zwei Millionen Menschen auf, wie die Stadtverwaltung mitteilte. „Ich werde diesen Auftritt nie wieder vergessen“, sagte Shakira (49) am Ende der knapp zweieinhalbstündigen Show. Das Konzert in Rio war als das größte ihrer Karriere angekündigt worden. Sie trat dabei mit einer Reihe ihrer größten Hits auf und präsentierte Klassiker wie „Waka Waka“ und „Whenever, Wherever“. Das Konzert gehörte zu der Reihe „Todo Mundo no Rio“ (Alle Welt in Rio), mit der die Stadtverwaltung internationale Stars in die Küstenmetropole holt. Schon im Vorfeld hatte Shakira ihre enge Verbindung zu Brasilien betont. „Wenn der Planet Erde einen Altar hätte, wäre es der Strand von Copacabana“, sagte sie im brasilianischen Fernsehen. Copacabana sei für sie „ein Traum“ und ein „magischer Ort“. Für den Auftritt wurde die Bühne auf etwa 1.500 Quadratmeter erweitert und war damit größer als bei früheren Shows. Die Konzertreihe hat sich zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt entwickelt. Im vergangenen Jahr hatte US-Popstar Lady Gaga an gleicher Stelle mit rund 2,5 Millionen Besuchern einen Weltrekord für ein Einzelkonzert aufgestellt. Bereits 2024 zog Madonna etwa 1,6 Millionen Menschen an den Strand. (dpa)