Alba als Zweiter in die Play-offs
Am Donnerstag hatte sich Science City Jena mit einem Sieg nach Verlängerung den Klassenerhalt gesichert und den Abstieg von Gegner Heidelberg besiegelt. Jena konnte also am 10. Mai in der Max-Schmeling-Halle bei Alba Berlin befreit aufspielen. Die Berliner wollten sich nicht von Bamberg überholen lassen und mussten gewinnen. Nach holprigem Beginn erhöhte Alba ab dem zweiten Viertel die Intensität. Nach der Halbzeitpause fielen auch viel mehr Würfe als zuvor, sodass am Ende ein verdienter Berliner 83:65-Erfolg stand, zu dem Alba-Center Norris Agbakoko 16 Punkte beisteuerte. In der Viertelfinalserie nach dem Modus 2-2-1 treffen die Hauptstädter zuerst zu Hause am 17. und 19. Mai entweder auf die Gladiators Trier oder RASTA Vechta.
Der Meistertrainer geht
Das Personalkarussell bei DEL-Champion Eisbären Berlin hat sich zu drehen begonnen. Obwohl er noch bis 2028 unter Vertrag stand, wechselt Cheftrainer Serge Aubin in die Schweiz zum SC Bern. Nach zwölf Jahren bei den Eisbären zieht es auch Marcel Noebels in die Ferne. Der 34-jährige Stürmer wechselt zu den Kölner Haien. Außer ihm verlassen auch beide Goalies Jake Hildebrand und Jonas Stettmer den Verein sowie Blaine Byron, Jean-Sébastien Dea, Les Lancaster, Lennard Nieleck und Norwin Panocha. Verlängert haben hingegen Lean Bergmann und Patrick Khodorenko um ein Jahr, Liam Kirk und Yannick Veilleux um zwei Jahre, Eric Hördler und Eric Miks stehen gar bis 2029 unter Kontrakt.
Spandau steht im Finale
Die Wasserballerinnen von Spandau 04 haben wieder die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Nach dem 25:9-Auswärtserfolg beim SC Chemnitz im Spiel 1 machte Spandau am 10. Mai daheim mit einem überdeutlichen 33:3 die Halbfinalserie zu und den Finaleinzug klar. Dort treffen sie auf den SV Blau-Weiß Bochum, der sich ebenso klar zweimal gegen den SSV Esslingen durchsetzte. Spandaus Männerteam besiegte tags zuvor in seinem 1. Halbfinale den ASC Duisburg 21:11, braucht allerdings am 16. Mai auswärts einen weiteren Sieg.
Derbysieg zum Auftakt
Es brauchte ein dramatisches Field Goal, um den Derbysieg gleich zum GFL-Saisonstart einzutüten. Bei den Berlin Rebels im Mommsenstadion kassierte der Deutsche Meister Potsdam Royals am 9. Mai vor der Halbzeitpause zwei Touchdowns, schlug dann mit gleicher Münze zurück, verpasste aber beide Male den Extrapunkt. Beim Stand von 12:14 und mit wenigen Sekunden auf der Uhr schafften die Royals den siegbringenden Kick durch die Malstangen. Am 16. Mai müssen die Rebels bei den Pforzheim Wilddogs antreten, Potsdam hat spielfrei.
Füchse Berlin
Final Four erkämpft
Die Füchse Berlin können ihre Reise zum Champions-League-Final-Four in Köln am 13. und 14. Juni buchen. Nach der Ein-Tore-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel in Veszprém legten die Füchse beim Rückspiel am 6. Mai in der Max-Schmeling-Halle sofort richtig los. Dejan Milosavljev hielt stark, vorne fiel Treffer um Treffer, bis die Berliner mit sechs Toren führten. Doch dann kam ein Bruch in ihr Spiel, die Ungarn kämpften sich zurück, hatten selbst einen 6:0-Lauf. Der Endstand von 31:30 für die Füchse bedeutete Siebenmeterwerfen. Hier hatten die Berliner mehr Fortune, den entscheidenden Strafwurf verwandelte Mathias Gidsel. Im Kampf um die CL-Teilnahme in der neuen Saison lieferten die Füchse in der HBL beeindruckend ab. Beim deutschen Rekordmeister THW Kiel um Top-Torwart Andreas Wolff siegten sie am 10. Mai mit 35:28 und blieben Dritte hinter dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt.
3. Halbzeit: Die Wanderprediger des Saarsports
Es ist mal wieder so weit. Die American Footballer der Saarland Hurricanes sind in die neue Saison gestartet. Und wie so oft in ihrer bewegten Vereinsgeschichte tun sie dies an einem neuen Ort. Diesmal schlagen die „Canes“ ihre Zelte im altehrwürdigen Ellenfeldstadion auf.
Für die Hurricanes ist das nichts Neues. Wirklich heimisch geworden sind sie in den vergangenen mehr als zwei Jahrzehnten eigentlich nirgendwo. Die Anfänge lagen auf dem Saarbrücker Kieselhumes, später ging es auf die Saarwiesen, dann in den alten Ludwigspark. Es folgten Stationen an der Kaiserlinde in Elversberg, erneut der Ludwigspark, später das Ellenfeld- und zuletzt das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen. Die Hurricanes sind gewissermaßen die Wanderprediger des Saarsports. Das ist bedauerlich. Denn der Verein hat sich in den vergangenen Jahren gerade im Nachwuchsbereich große Verdienste erworben. Während viele Sportarten über Nachwuchssorgen klagen, haben die Hurricanes kontinuierlich Jugendarbeit betrieben und den Football im Saarland mit aufgebaut. Die Zahl aktiver Football-Spieler hat sich deutschlandweit in den vergangenen beiden Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Die NFL erzielt inzwischen selbst hierzulande gewaltige TV-Quoten, die Spiele in Frankfurt und München sind gesellschaftliche Großereignisse geworden. Und trotzdem bleibt American Football in Deutschland ein seltsames Phänomen. Millionen verfolgen den Super Bowl vor dem Fernseher, doch vor Ort bleibt die Sportart vielerorts ein Nischenprodukt. Die Zuschauerzahlen stagnieren, das sportliche Niveau ist überschaubar, professionelle Strukturen sind selten. Football boomt medial – aber nur begrenzt an der Basis. Im Saarland kommt ein weiteres Problem hinzu: der übermächtige Fußball. Das zeigt sich schon daran, dass eine dauerhafte Heimat in der Ursapharm-Arena nie ernsthaft zur Debatte stand. Dabei ist Canes-Präsident Boris Röder in verantwortlicher Position bei Ursapharm tätig. Auch in Saarbrücken waren die Fronten stets klar. Wenn der heilige Fußballrasen litt, mussten die Footballer weichen. Nun also Neunkirchen. Für die Stadt ist das nach der Dauer-Pleite der Borussia ein schönes Geschenk. Den Hurricanes bleibt zu wünschen, dass sie diesmal länger bleiben dürfen. Der Verein hätte es verdient, endlich irgendwo wirklich anzukommen.
Dominique Rossi, Sport-Redakteur bei FORUM.
Keine vorderen Plätze
Triathletin Selina Klamt vom Olympiastützpunkt Saarbrücken hat beim Weltcup-Rennen am vergangenenSamstag in Chengdu (China) Platz 33 belegt.
Sie benötigte 56:44 Minuten für die Distanz. Es siegte die Deutsche Laura Lindemann. Die Mixed-Relay-Olympiasiegerin von 2024 gewann nach 55:27 Minuten im Zielsprint nach Fotofinish gegen die lange führende Russin Valentina Riasova. „Ich wusste erst später, dass ich es geschafft habe, aber ich glaube, ich kann auf meinen Sprintfinish vertrauen“, freute sich Lindemann im Ziel.
Zweitbeste Deutsche wurde Julia Bröcker als Siebte (55:40) vor Franka Rust auf Rang 14. Die DTU-Männer kamen nicht in die Top 20. Justus Töpper wurde 23. (50:47), Benedikt Bettin 25. (50:48).
Aufstiegsrunde steht fest
Die Entscheidungen sind gefallen: Die Gegner des Handball-Drittliga-Meisters HG Saarlouis in der Gruppe 1 der Aufstiegsrunde heißen ASV Hamm-Westfalen und MTV Braunschweig.
Beide Gegner sicherten sich im letzten Spiel der regulären Runde jeweils den zweiten Platz in den Staffeln Nord-West und Nord-Ost. In der Gruppe 2 bekommt es Emsdetten mit Gelnhausen und Aue zu tun. Der erste Gegner in der Stadtgartenhalle ist am Samstag, 16. Mai (19.30 Uhr), der ASV Hamm-Westfalen. Die Meisterschaft in der Staffel Nord-West hatte sich der TV Emsdetten geholt. In der Nord-Ost-Staffel sicherte sich Aue mit einem Sieg am letzten Spieltag den Titel. Für den MTV Braunschweig reichte das 31:31-Unentschieden im Abendspiel gegen Empor Rostock für Platz 2. Für die HGS geht es damit in der 2. Partie der Quali am 25./26. Mai (Pfingstmontag oder Dienstag) nach Braunschweig. Am Wochenende 30./31. Mai steht das Rückspiel in Hamm auf dem Plan. Und am 6. Juni geht es dann in der Stadtgartenhalle ins Rückspiel mit Braunschweig.