Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte wurde die diesjährige Urban Art Biennale eröffnet, die weltweit eine der größten Werkschauen dieser anarchischen Kunstform ist. Seit 2011 wird alle zwei Jahre das gesamte Areal zum kongenialen Dialogpartner für die Kunst, die sich aus Street Art und Graffiti entwickelt hat. In diesem Jahr liegt der Fokus wieder stärker auf der Hütte selbst. Mehr Arbeiten denn je zuvor entstehen vor Ort, wodurch viele der 55 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Ländern mit ihren Werken direkt in Dialog mit der rauen Architektur und der Geschichte des ehemaligen Eisenwerks treten. Der Franzose Tomas Lacque lässt seine Installation „Le silence des départs“ am Hochofenplatz samt Auto unter einer Farbschicht erstarren – als habe ein Ascheregen das Fossil des Benziners samt persönlicher Lebensspuren bedeckt. Ein Gesamtbild, das Assoziationen an Pompeji nach dem Vulkanausbruch weckt. Die Ausstellung ist bis zum 15. November zu sehen.
BILDER DER WOCHE
Foto: Celine Felber / Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Geschichte und Gegenwart
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