Alba Berlin
Zwei Meister
Vom 15. bis zum 17. Mai war die Sömmeringhalle im 3. Jahr in Folge Austragungsort des Basketball-Jugend-Top-4 für die JBBL (männliche U16), WNBL (weibliche U18) und NBBL (männliche U19). Während die JBBL ohne Berliner Beteiligung entschieden wurde (Meister wurden die Baskets Bonn/Köln RAG gegen Ratiopharm Ulm Akademie), heimste Ausrichter Alba Berlin die anderen beiden Titel ein. Vor 2.398 Zuschauern, darunter NBA-Star und Ex-Albatros Franz Wagner, setzte sich das WNBL-Team nach wechselvollem Verlauf mit 66:61 gegen die TG Main Sharks Würzburg durch und wiederholte so die Meisterschaft von 2022. Im NBBL-Endspiel danach ging es ebenso intensiv zur Sache, erneut mit dem besseren Ende für Berlins Topteam. Alba bezwang Ratiopharm Ulm mit 87:83 und wurde nach 2009, 2014, 2018, 2022 und 2023 zum sechsten Mal als bestes U19-Team gekürt. Ortswechsel in die Uber Arena, kurz darauf. Alba empfing im ersten BBL-Viertelfinale Rasta Vechta, das zuletzt offensive Feuerwerke abgebrannt hatte. Ohne Malte Delow (Gehirnerschütterung) und obwohl die zuvor verletzten Jonas Mattisseck, der unter der Woche seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hatte, Sam Griesel und Michael Rataj spielbereit waren, fand Alba nie ins Spiel. Man ließ Vechtas Dreierschützen ungedeckt, die mit absurd hohen Trefferquoten dankten. Die Berliner vertändelten Rebounds und Dribblings, Vechta fand mit sicheren Pässen stets freie Mitspieler. Deren Würfe fielen, der 103:89-Sieg Rastas war hochverdient.
Spandau muss nachsitzen
Die Wasserballerinnen von Spandau 04 haben am 16. Mai überraschend das erste Finalspiel beim SV Blau-Weiß Bochum verloren. Im Freibad Wiesental hielt die durchgängige Führung der Berlinerinnen bis zum 7:6-Halbzeitstand. Nach der Pause stieg ihre Fehlerquote, Bochum nutzte das und siegte mit 13:12. Spandau muss also am 23. Mai in Berlin die Serie Best-of-3 ausgleichen, um sich tags darauf den Titel sichern zu können. Spandaus Männer machten es parallel besser. Mit der 1:0-Serienführung im Rücken gewannen sie auch ihr zweites Halbfinale. Im Freibad des ASC Duisburg stand es durchweg Spitz auf Knopf, im 5-Meter-Werfen hatten die Spandauer allerdings mehr Fortune. Mit dem 15:14 zogen sie in die Finalserie (Best-of-5) gegen Waspo Hannover ein, das sich überlegen des Stadtrivalen White Sharks entledigte. Die Finals beginnen mit Spiel 1 am 23. Mai in Berlin, danach hat Hannover in Spiel 2 und 3 und gegebenenfalls Spiel 5 Heimrecht.
Auswärtssieg für SCC-Footballer
Die Berlin Rebels haben am 16. Mai in der German Football League (GFL) bei den Pforzheim Wilddogs das erste Viertel verschlafen, machten den 0:10-Rückstand allerdings mit 17 Punkten in Folge mehr als wett. Nach der Pause wurde die Partie punkteärmer, die Rebels gewannen mit 23:17. Meister Potsdam Royals war spielfrei und empfängt am 23. Mai im Sportpark Luftschiffhafen die noch sieglosen Braunschweig Lions, während diesmal die Rebels pausieren.
Halbfinale ausgelost
Es waren auch Aalborg HB und der FC Barcelona im Topf, doch am 12. Mai wurde den Füchsen Berlin der große nationale Rivale und amtierende Champion SC Magdeburg zugelost. Somit steigt die Neuauflage des Endspiels von 2025 bereits im Halbfinale am 13. Juni in der Kölner Lanxess Arena.
Jonas Neffin wechselt nach Berlin
Er ist 25 Jahre alt, absolvierte 2019 mit den Iserlohn Roosters sein erstes DEL-Spiel und war zuletzt in der DEL 2 bei den Regensburger Eisbären aktiv. Ab der neuen Saison aber wird sein neues Zuhause der Kasten des DEL-Rekordchampions Eisbären Berlin sein: Jonas Neffin. In der abgelaufenen Spielzeit wurde er in der DEL 2 nicht nur als Torhüter, sondern generell als Spieler des Jahres ausgezeichnet.
Handball
Sieg zum Auftakt
In der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga ist die HG Saarlouis mit einem Sieg gestartet. In der ausverkauften Stadtgartenhalle siegten die Saarländer mit 33:32 (12:17) gegen den ASV Hamm/Westfalen. Nach 35 Minuten sahen die Saarländer eigentlich schon wie der sichere Verlierer aus. Clever, abgezockt und mit reichlich Erfahrung dominierten die Gäste die Partie bis dahin, die Westfalen führten mit 21:14. Aber aufgeben ist nicht das Ding der HG Saarlouis. „Wir haben an uns geglaubt und sind weiter nach vorne gegangen, mit kühlem Kopf und heißem Herzen“, so beschrieb hinterher ein stolzer HGS-Sportdirektor Markus Baur sein „grandioses Kollektiv“. Bis zum Pausenpfiff kontrollierten die Gäste die Partie scheinbar mühelos, gingen mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung (12:17) in die Kabine. Daran änderte sich nach Wiederanpfiff auch nichts – außer vielleicht die Körpersprache bei den Gastgebern. Doch der ASV blieb kalt, baute seinen Vorsprung bis zur 35. Minute auf 14:21 aus. Jörg Lützelberger zog die Notbremse in Form einer Auszeit, stellte seine Jungs neu ein und zog die nächsten taktischen Varianten. Und zwei, die schon beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der 2. Liga von knapp neun Jahren schon auf der Platte standen, rückten jetzt bei den Saarländern immer mehr in den Fokus: Lars Weißgerber und Tom Paetow. Die Wende leitete dann ein Dreierpack der HGS ein: zweimal Weißgerber und Yves Kunkel sorgten für den Anschluss zum 23:25 (47.). Knapp zehn Minuten vor dem Ende war es wieder Lars Weißgerber der mit seinem dritten Siebenmeter beim 27:27 erstmals wieder seit der fünften Minute ausgleichen konnte. Die Halle stand Kopf. Hamm wirkte angezählt. Am Ende ging es hin und her. Fünf Sekunden vor dem Ende traf dann Tom Paetow zum Siegtreffer. Mit dieser Basis aus dem ersten von vier Spielen kann man am Pfingstmontag (25. Mai, 15 Uhr) mit viel Selbstbewusstsein an die nächste schwere Aufgabe in Braunschweig gehen.
Neuer Partner
Die HG Saarlouis und Bitburger haben eine vierjährige Zusammenarbeit vereinbart. Als neuer Premium-Sponsor bringt die Traditionsbrauerei nicht nur Markenpräsenz in die Stadtgartenhalle, sondern bereichert auch das Gastronomie- und Erlebnisangebot rund um die Heimspiele der Mannschaft. „Wir freuen uns außerordentlich, mit Bitburger einen neuen, starken Partner an unserer Seite zu wissen. Gemeinsam möchten wir neue Maßstäbe setzen und frische Impulse rund um das Thema Gastronomie und Erlebnis schaffen“, sagte HGS-Ansprechpartner Hendrik Adam, der mit HGS-Präsident Dr. Steffen Freichel und Bitburger die auf vier Jahre angelegte Kooperation abgeschlossen hat. Damit wächst die Sponsoren-Familie der „Nummer 1“ im Saar-Handball weiter. „Der Verein ist in der Region verwurzelt, strahlt aber durch seine Leistungen im Profisport weit über das Saarland hinaus“, ergänzt der Vertriebsleiter Südwest der Bitburger Braugruppe, Michael Stumpf.
FCS verteidigt Titel
Der 1. FC Saarbrücken hat zum vierten Mal nacheinander die Champions League im Tischtennis gewonnen. Beim Finalturnier in eigener Halle gewannen die Saarländer ein spannendes Endspiel gegen Team Alliance Nimes Montpellier mit 3:2. Die Franzosen hatten am Vortag im Halbfinale den deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf geschlagen. Entscheidender Spieler für die Saarbrücker war der Olympia-Zweite Truls Möregardh. Der Schwede besiegte beide Starspieler von Montpellier, Alexis und Felix Lebrun. Die beiden Brüder gewannen dafür ihre Einzel gegen den Olympiasieger Fan Zhendong. Der Chinese bestritt sein letztes Spiel für Saarbrücken. Er wechselt nach dieser Saison nach Düsseldorf. „Heute haben Details entschieden“, analysierte FCS-Akteur Darko Jorgic, während Möregardh lächelnd sagte: „Wir haben heute als Team gekämpft. Vor so vielen lauten Zuschauern zu spielen, war toll.“