Annette Jensen
Journalistin und Sachbuchautorin | Berlin-Mitte
„Eine gute Zukunft für die Menschheit“ möchte Annette Jensen. Dafür kämpft die Journalistin, unter anderem Mitbegründerin des Ressorts „Wirtschaft und Umwelt“ der Tageszeitung „taz“, unermüdlich. Nicht nur mit Texten rund um ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit, sie engagiert sich auch ehrenamtlich. Etwa im Ernährungsrat Berlin oder im Verein NetSan, der an der Sanitär- und Nährstoffwende arbeitet. Letztere ist auch Thema ihres Buches „Holy Shit“, in dem es um den Wert unserer Hinterlassenschaften geht. „Wir spülen unsere Exkremente mit 35 Litern Trinkwasser pro Tag in die Kanalisation, statt sie hygienisiert zurück auf die Felder zu bringen.“ Und das in Zeiten, in denen Düngerpreise explodieren. Bisher aber ist Urin in Deutschland als Grundstoff, anders als in der Schweiz, verboten. Dabei enthält er viel Stickstoff und Phosphor. Noch bis in die 80er-Jahre gab es Rieselfelder, auf denen Abwässer zum Düngen genutzt wurden. Weil die aber auch Schwermetalle enthalten, wurde das verboten. „Kunstdünger wiederum benötigt extrem viel Energie für die Herstellung und trägt zum Artensterben bei“, gibt sie zu bedenken. Die Politikwissenschaftlerin, die sich als „durch und durch öko“ bezeichnet, schreibt gern im Garten ihres Null-Emissions-Mehrfamilienhauses. Aktuelle Themen: planetare Grenzen oder Künstliche Intelligenz als Bedrohung der Demokratie. holyshit-dasbuch.de