Tasmania wird Meister
Eine Überraschung war der Ausgang der Meisterschaft in der NOFV-Oberliga Nord nicht mehr: Angesichts von drei Punkten Vorsprung und des um 15 Tore besseren Torverhältnisses war der SV Tasmania am letzten Spieltag praktisch nicht mehr einzuholen. Der neue Titelträger ließ dann durch den 5:0-Erfolg (Tore: Grigoriadis, Cruz Magalhaes je 2, Labbouz) bei Eintracht Mahlsdorf aber auch nicht mehr den geringsten Zweifel aufkommen. Verfolger Lichtenberg 47 kam darüber hinaus gegen Tennis Borussia nicht zum Zug: Die noch abstiegsbedrohten Charlottenburger errangen in der Nachspielzeit sogar noch einen 1:0-Sieg (Tor: Karabiyik) und hatten damit den Klassenerhalt endgültig sicher. Neben Viktoria Berlin (1:6 in Rostock, Tor: Connolly) und SD Croatia (0:7 gegen Makkabi, Tore: Sahin, Koomson je 2, Reißner, Coleman, Stahl) muss so noch Dynamo Schwerin den Abstieg antreten. Der Berliner AK (1:2 in Neustrelitz, Tor: Hecht) unterlag dazu ebenso auswärts wie der SV Sparta (3:4 in Siedenbollentin, Tore: Nikol, Trojanovic, Eigentor).
Aufarbeitung des Pokalspiels
Während beim DFB-Pokalfinale 2026 im Berliner Olympiastadion im Gegensatz zum Vorjahr alles reibungslos lief, gab es im Nachgang des Endspiels im Landespokal am 23. Mai (VSG Altglienicke – BFC Dynamo) Kritik. Diese bezog sich auf die Platzqualität, die gastronomische Versorgung sowie einzelne organisatorische und technische Abläufe am Spieltag. Der Berliner Fußball-Verband (BFV) kündigte in diesem Zusammenhang eine Aufarbeitung an. Demnach werde man „kurzfristig gemeinsam mit den beteiligten Vereinen, den zuständigen Stellen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf sowie weiteren beteiligten Partnern in eine strukturierte Auswertung gehen.“ Vor allem der schlecht bespielbare Zustand des Rasenplatzes im Mommsenstadion sowie die Versorgung der knapp 8.000 Zuschauer bei sommerlicher Hitze hatten für Unmut gesorgt. Ziel der Aufarbeitung sei es nun, „die Ereignisse sachlich zu bewerten, Abläufe transparent nachzubereiten und konkrete Schlüsse für zukünftige Veranstaltungen zu ziehen.“
VSG II zurück in der Spur
Nach dem erfolgreichen Alleingang der Füchse an der Tabellenspitze ist in der Berlin-Liga nur noch der Abstiegskampf spannend. Dazu trugen einerseits die Umwertung mehrerer Partien wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Fußballer bei, andererseits aber auch gravierende Formschwankungen. So ist die VSG Altglienicke II nach desaströsem Start (elf Spiele ohne Dreier) mit dem dritten Sieg in Serie wieder aus den Abstiegsrängen gekommen: Am viertletzten Spieltag wurde der 1. FC Wilmersdorf mit 6:1 abgefertigt. Dahinter ist der Frohnauer SC (34 Punkte) nach dem 3:3 (Tore: Werner 2, Ryberg – Kapan 2, Saied) gegen Türkspor nun drei Zähler zurück. Die beiden Teams am Tabellenende verloren dazu ihre Partien, sind aber weiterhin nicht chancenlos im Abstiegskampf: Der SSC Südwest (33 P.), verlor beim Berliner SC 1:3 (Cernescu – Ngah, Schumann, Ugbogbo), Polar Pinguin (32 P.) mit demselben Resultat (Tore: Ndubueze – Türker, Cygankov, Ait Manssour) bei den Füchsen.
Frauen-Fußball
Heimsieg der Hertha-Frauen
In der Frauen-Regionalliga Nordost stand der Meister 2025/26 vor dem letzten Spieltag längst fest: Hertha BSC ging bereits mit sechs Punkten Vorsprung in die letzte Runde, in der man Carl Zeiss Jena II im Olympiapark empfing. Die durch Elfie Wellhausen herausgeschossene 2:0-Führung verspielten die Schützlinge von Trainer Tobias Kurbjuweit dabei zwar, doch Herthas Torjägerin zeigte sich noch einmal nervenstark vom Elfmeterpunkt und traf zum 3:2-Endstand. Anschließend bekamen die „Westend Girls“ dann auch die Meisterschale überreicht – allerdings müssen sie sich noch in zwei Qualifikationsspielen durchsetzen, um den Traum von der 2. Liga zu erreichen. Gegnerinnen werden die Frauen des 1. FC Saarbrücken sein, die Partien finden am 13. (beim FCS) und 20. Juni statt. Die Frauen des 1. FC Union II waren dagegen beim 0:6 in Magdeburg offenbar schon in der Sommerpause und schlossen mit 40 Punkten auf Platz 4 ab. BW Hohen Neuendorf holte dazu den nötigen Punkt für den Klassenerhalt gegen Türkiyemspor (1:1, Tore: Tiede – Hartmann).
Hasmann steigt auf
Schiedsrichter Justin Hasmann, 27, aus Wiebelskirchen pfeift künftig in der 2. Fußball-Bundesliga. Neben dem Saarländer konnten auch Cristian Ballweg und Felix Weller die Verantwortlichen mit ihren Leistungen in der 3. Liga so sehr überzeugen, dass sie nun in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dr. Robert Kampka und der Saarländer Patrick Alt scheiden als Schiedsrichter aus, bleiben
dem DFB aber als Video-Assistenten erhalten.
Neu auf der Liste der Assistenten sind Daniel Bartnitzki, Nico Fuchs, Roy Dingler und Luca Jürgensen, sie ersetzen hier Marcel Gasteier, Dominik Jolk und Stefan Zielsdorf.
Menzel geht
Nur allzu gern hätte Drittligist 1. FC Saarbrücken auch in der kommenden Saison auf Phillip Menzel gesetzt, „da mache ich gar keinen Hehl daraus“, sagt Sportvorstand Markus Thiele in einer Mitteilung des Vereins. „Aber wir sind uns nicht einig geworden. Das passiert – und ist überhaupt kein Drama.“ Es sei zwar schade, den 27-Jährigen nicht halten zu können, „aber wir sehen unsere Verantwortung eben auch darin, das Große und Ganze im Auge zu behalten“, so Thiele. „Phillip wünschen wir alles Gute und danken ihm für seinen Einsatz.“ Der gebürtige Kieler war im Sommer 2024 von Austria Klagenfurt zum FCS gewechselt. Seitdem stand er 79-mal zwischen den Pfosten und blieb in 18 Partien ohne Gegentor. Wohin es Menzel nun zieht, ist noch offen. Zuletzt wurde er mit Eintracht Braunschweig in Verbindung gebracht. Beim FCS ist der 27-Jährige bereits der 14. Abgang – und nach Jonas Nickisch und Tim Paterok der dritte Keeper, der geht.
Bischmisheim steigt auf
Der FV 09 Bischmisheim steht als Aufsteiger in die Saarlandliga fest. Der Tabellenzweite der Verbandsliga Südwest setzte sich am vergangenen Samstag in Quierschied gegen den Zweiten der Nordoststaffel, den VfL Primstal durch. Vor 800 Zuschauern siegte der FV 09 nach Elfmeterschießen mit 5:3. Max Klinger und Carsten Jüptner hatten Bischmisheim nach der Pause in Führung gebracht. Tim Theobald und Jannik Schulz postwendend ausgeglichen. Nach torloser Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen, wo der FV 09 die besseren Nerven hatte. „Es war ein schwieriges Spiel bei hohen Temperaturen. Nach der Führung haben wir uns zu sicher gefühlt. Es spricht für das Team, dass wir uns dann wieder gefangen haben. Über die Distanz war der Sieg nicht unverdient“, sagte Trainer Jannik Schliesing.
SFV
Braun im Amt bestätigt
Die saarländischen Schiedsrichter setzen auf Kontinuität: Bei der turnusgemäßen Schiedsrichterhauptversammlung im Volkshaus Oberbexbach wurden Verbandsschiedsrichterobmann Thorsten Braun (39, SV Güdingen) sowie Verbandsschiedsrichterlehrwart Thorben Rech (33, SV Hülzweiler) von den Delegierten der saarländischen Schiedsrichtergruppen jeweils ohne Gegenkandidaten oder Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Braun und Rech stehen seit 2023 gemeinsam an der Spitze des saarländischen Schiedsrichterwesens und werden ihre erfolgreiche Arbeit auch in den kommenden Jahren fortsetzen. In seiner Ansprache würdigte Saar-FV-Präsident Heribert Ohlmann insbesondere die ruhige, gewissenhafte und verlässliche Arbeitsweise der beiden Schiedsrichter-Funktionäre. Gerade in den teilweise herausfordernden Zeiten der vergangenen Wahlperiode hätten Braun und Rech Verantwortung übernommen, Zusammenhalt bewiesen und das saarländische Schiedsrichterwesen mit Besonnenheit und großem Engagement geführt. „Die Wiederwahl ist eine Anerkennung der geleisteten Arbeit und zugleich ein Auftrag, den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre fortzusetzen“, betonte Ohlmann. Auch bei den Beisitzern im Verbandsschiedsrichterausschuss gab es keine Personalveränderungen. Carsten Mieger (52, SV Stennweiler) wurde als Beisitzer für den Kreis Nordsaar bestätigt. Thomas Knoll (56, ASV Kleinottweiler) amtiert weiterhin als Beisitzer für den Ostsaarkreis.