Elfte Meisterschaft für Eastside
Es waren zwei hochklassige Endspiele um die deutsche Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft der Frauen. Am 29. Mai ging es für den TTC Berlin Eastside nach Oberbayern zum TSV Dachau 1865 um die Weltranglistenneunte Sabine Winter. Unerwartet führte Eastside nach den Doppeln und den ersten zwei Einzeln mit 4:0. Dabei schlug Nina Mittelham Winter spektakulär in fünf Sätzen, Yuka Kaneyoshi war der Koreanerin Seoyung Byun – wie sie Abwehrkünstlerin – deutlich überlegen, doch Dachau schlug gegen Josi Neumann, Natalia Bajor und Kaneyoshi, die gegen Winter verlor, zurück – nur noch 4:3. Nun machten aber Mittelham und Bajor alles klar zum 6:3. Zwei Tage danach zu Hause in der Paul-Heyse-Straße mussten somit nur noch fünf Punkte her, um zum elften Mal Meisterinnen zu werden. Zwar ging ein Doppel verloren, doch das andere und die vier nächsten Einzel gingen an Eastside. Spätestens als Mittelham Winter in einer erneuten Weltklassepartie 3:2 bezwungen hatte, war Dachaus Widerstand gebrochen. Mit Bajors Siegespunkt gegen Dora Cosic konnten die Feierlichkeiten beginnen.
Waspo schlägt zurück
In der Finalserie um die deutsche Wasserballmeisterschaft der Männer hat sich Titelverteidiger Waspo 98 Hannover gut erholt gezeigt von der Auftaktniederlage bei den Wasserfreunden Spandau 04. Am 27. Mai erwischten die Niedersachsen im heimischen Volksbad Limmer mit 3:1 den besseren Start. Spandau gewann zwar das zweite Viertel, doch dann war wieder Hannover am Drücker und gewann bequem mit 12:7. Auch Spiel drei am 30. Mai fand an selber Stelle statt. Schnell lag Waspo 6:3 vorne, doch Spandau kämpfte sich zurück. Vor dem Schlussviertel stand es noch 7:6 für Hannover, das dann wieder aufdrehte und durch das 10:7 auch in der Serie mit 2:1 in Führung ging.
Football-Ticker
Die Berlin Rebels haben am 30. Mai in der German Football League (GFL) eine knappe Heimniederlage kassiert. Im Mommsenstadion war das mit 0:14 verlorene dritte Viertel schuld am 33:38 gegen die Schwäbisch Hall Unicorns. Meister Potsdam Royals setzte sich bei den Kiel Baltic Hurricanes nach der Halbzeitpause entscheidend ab und siegte ungefährdet 48:3. Berlin Thunder treten in dieser Spielzeit in einer der beiden Nachfolgeligen der ELF an, in der American Football League Europe (AFLE). Nach der 7:49-Auftaktpleite bei den Vienna Vikings mussten sie am 31. Mai in die Schweiz nach Biel zu den Alpine Rams. In einer sonst ausgeglichenen Partie war das mit 17:0 gewonnene zweite Viertel entscheidend für Thunders 24:14-Sieg.
Durchgekämpft
Auf dem Weg zur erneuten Champions-League-Teilnahme mussten die Füchse am 29. Mai in der HBL den erbitterten Widerstand des ThSV Eisenach brechen. Mehrmals glaubten die Berliner den Sieg sicher, Eisenach kam zurück und übernahm die Führung. Doch schließlich setzten sich die Füchse 41:38 durch und blieben Zweite hinter dem neuen Meister SC Magdeburg.
Basketball
Alba in großer Form
In Spiel fünf der Viertelfinals gegen Rasta Vechta am 27. Mai war Alba Berlin in der Uber Arena in Glanzform, angeführt von Jack Kayil und Martin Hermannsson, die Vechta mit ihren 39 Punkten fast im Alleingang zerlegten. Bis auf 16 Zähler war die Alba-Führung gegen erschöpft wirkende Vechtaer bereits angewachsen, als Nachlässigkeiten ein Rasta-Comeback ermöglichten. Doch am Ende stand ein 98:89 für die Berliner, die gleich drei Tage später, nun in der Max-Schmeling-Halle, gegen die Bamberg Baskets ranmussten, die Ulm 3:0 ausgeschaltet hatten. Alba lief ab Mitte des zweiten Viertels wieder hochtourig an beiden Enden des Courts, Bamberg traf nur selten. In der Garbage Time schrumpfte die Berliner 34-Punkte-Führung noch etwas, doch am Ende der Alba-Gala stand ein 105:86 und das 1:0 in der Halbfinalserie.
Erster Sieg
Nach zwei Niederlagen gegen Liga-favoriten zu Saisonbeginn haben die Bundesliga-Footballer der Saarland Hurricanes am Samstag bei den Straubing Spiders den ersten Saisonsieg eingefahren. Die Saarländer siegten mit 21:16. Die Entscheidung fiel dabei in der ersten Hälfte des Spiels. Die Hurricanes konnten das erste Viertel mit 7:3 und das zweite Viertel mit 14:0 für sich entscheiden. In der zweiten Hälfte waren die Gastgeber besser. Sie gewann das dritte Viertel mit 7:0 und das letzte Viertel mit 5:0. Das reichte aber nicht, um den Hurricanes den Sieg zu nehmen.
Auftaktsieg
Das Triathlon-Team Saar ist mit einem Sieg in die neue Bundesligasaison gestartet. Am Samstag gewannen die Saarländer beim Auftakt im Kraichgau knapp vor dem Team Berlin. Der Vorsprung des Triathlon-Teams Saar (1:21:54 Stunden) betrug nur sechs Sekunden. Zwar hatten sie früh die Führung übernommen, konnten sich aber erst auf der letzten Laufrunde leicht absetzen. Die Bundesligasaison startete erstmals mit einem Team-Relay-Rennen. Alle Teammitglieder absolvierten dabei nacheinander 300 Meter Schwimmen, 8,38 Kilometer Radfahren und 1,4 Kilometer Laufen.
Tischtennis
FCS wird Deutscher Meister
Der chinesische Superstar Fan Zhendong hat den 1. FC Saarbrücken TT zur zweiten deutschen Meisterschaft in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) und damit zum historischen Triple geführt. Im Endspiel des erstmalig ausgetragenen Final4-Turniers in Frankfurt setzte sich der Champions-League-Sieger gegen Rekordmeister Borussia Düsseldorf (34 Titel) mit 3:1 durch. Für Olympiasieger Fan war es im letzten Auftritt für den FCS ein Duell von besonderer Brisanz: Nach seiner Premierensaison in der TTBL wechselt er zum unterlegenen Konkurrenten an den Rhein. An der Saar verabschiedet sich der Chinese unterdessen mit dem größtmöglichen Erfolg. Trotz des deutschen Novums von vier Champions-League-Siegen in Folge ist es das erste Triple in Saarbrückens Historie. Meisterschaft, Pokal und Europacup in einer Saison konnten zuvor nur TTC Zugbrücke Grenzau (1987) und Düsseldorf (2010 und 2011) erringen. Im Endspiel verzückte die Zuschauer in Frankfurt vor allem das hochklassige erste Einzel. Vor den Augen Timo Bolls machte Fan gegen Nationalspieler Dang Qiu eines seiner besten Spiele für den FCS. Von Beginn an brillierte der 29-Jährige mit seiner dominanten Rückhand. Um dem Druck des Olympiasiegers zu entgehen, spielte die deutsche Nummer zehn der Welt den Chinesen fortan zentraler an, unterlag jedoch letztlich 3:1. Düsseldorf antwortete prompt mit einem Break: Darko Jorgic, nach sieben Jahren beim FCS ebenfalls mit seinem letzten Auftritt, misslang der gelungene Abschied gegen den US-Amerikaner Kanak Jha (0:3), ehe Kapitän Patrick Franziska im Schlüsselduell gegen Anton Källberg (3:1) für den Matchball sorgte. Gegen den gut aufgelegten Jha hatte der Chinese durchaus zu kämpfen. Im finalen fünften Satz bewies Fan schließlich seine ganze Klasse, siegte mit 3:2 und räumte sämtliche Restzweifel am Triple des FCS aus dem Weg.
in die neue Saison erwischt - Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Triathlon
Tertsch auf Platz drei
Weltmeisterin Lisa Tertsch hat beim dritten Saisonrennen der World Triathlon Championship Series (WTCS) ihren ersten Podestplatz erreicht – und zum Beginn des Qualifikationszeitraums für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles einen nahezu perfekten Start erwischt. Die Offenbacherin belegte am Samstag im italienischen Alghero den dritten Platz, zur Siegerin Cassandre Beaugrand aus Frankreich fehlten der Hessin lediglich neun Sekunden. Bereits beim zweiten Rennen der WM-Serie im japanischen Yokohama vor zwei Wochen hatte Tertsch den starken vierten Platz belegt. „Runde für Runde habe ich mir gesagt: noch ein bisschen durchhalten und noch ein bisschen länger“, erklärte Tertsch nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in der Hitze Sardiniens. Sie sei „sehr glücklich mit dem Podium. Es fühlt sich gut an, wieder zurück zu sein“, so die 27-Jährige. Tanja Neubert folgte als zweitbeste Deutsche auf Rang neun, Selina Klamt erreichte als 30. das Ziel. Annika Koch stieg aufgrund der Hitze aus.