Newton
Neue Foto-Ausstellungen
Die Helmut Newton Foundation zeigt zwei neue Ausstellungen: „Rooms / Stages“ und „Helmut Newton’s One-off Album“. In den vorderen Räumen finden sich die Werke von einem Dutzend Künstlerinnen und Künstlern zum Thema „Raum und Bühne“, der Hauptraum wird zum selben Thema mit riesigen Motiven von Helmut Newton selbst bespielt. „Dieser Teil der Gruppenausstellung ,Rooms / Stages‘ leitet über zum hinteren Ausstellungsraum, wo ein einzigartiges Fotoalbum von Newton erstmals in Berlin präsentiert wird. Auch in dieser Auswahl finden sich Aufnahmen, die die Transformation eines Raumes in eine Bühne visualisieren“, sagt Matthias Harder, der Direktor der Helmut Newton Foundation, und erklärt: „Für Kinofilme werden im Vorfeld eines Drehs sogenannte location scouts losgeschickt, um nach konkreten Orten zu suchen, die für bestimmte Szenen geeignet sind. Im fertigen Film liegt das Hauptaugenmerk unserer Wahrnehmung schließlich weniger auf den Bühnenräumen, als vielmehr auf den Schauspielerinnen und Schauspielern und der Darstellung ihrer Rollen sowie auf der Komplexität des Filmgeschehens insgesamt.“
In der Fotografie nehme man in den meisten Fällen einen Raum als Bildmotiv ebenfalls kaum wahr. Die neue Ausstellung arbeite nun „mit einer bewussten Verschiebung unserer Aufmerksamkeit vom performativen Akt auf den Raum selbst“.
Sonntags zu den Büchern
Die Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg öffnet eins ihrer Häuser auch sonntags. Besucherinnen und Besucher können in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda, Frankfurter Allee 14A, sonntags von 10 bis 19 Uhr Medien ausleihen, lesen, recherchieren. Beratung und Services wie die Verlängerung und Ausstellung von Bibliotheksausweisen oder Entleihungen aus der Bibliothek der Dinge werden nur von Montag bis Samstag angeboten. „Der Wunsch nach einer Sonntagsöffnung wurde vielfach von Nutzerinnen und Nutzern an die Bibliothek herangetragen. Mit den zusätzlichen Öffnungsstunden kann die Bibliothek ihr Angebot signifikant erweitern und sich als Lern- und Freizeitort etablieren, der täglich für Familien, Berufstätige, Studierende und alle anderen zur Verfügung steht“, erklärt Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann. Von montags bis donnerstags ist die Bibliothek jeweils zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet, freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr.
Kulturverführung vom 12. Juni 2026
Kino: Mit Büchern wie „Alte weiße Männer“, „Komplett Gänsehaut“ und jüngst „Wie kann sie nur?“ erobert Autorin, Moderatorin und Podcasterin Sophie Passmann regelmäßig die „Spiegel“-Bestsellerlisten. Bis Ende vergangenen Jahres war sie regelmäßig im Berliner Ensemble mit der Theaterfassung ihres Buchhits „Pick Me Girls“ zu sehen – einer Produktion unter der Regie von Christina Tscharyiski. „Die von der Kritik gefeierte Inszenierung markierte ihr Theaterdebüt und ist mehr als Stand-up-Comedy: Mit scharfem Witz und Ehrlichkeit erzählt Passmann von Selbstverleugnung, dem Bedürfnis nach männlicher Anerkennung – und davon, wie sie selbst mittendrin steckte“, schreibt das Theater zu diesem Stück. Die meist ausverkaufte Inszenierung kommt jetzt als exklusive Kinoaufzeichnung ab 24. Juni an ausgewählten Terminen im Verleih von LUF Kino bundesweit auf die Leinwände. Karten und eine Liste der teilnehmenden Kinos: www.tuttopassi.de.
Literatur: Berlin ist Deutschlands Verlags- und Buchhandelsmetropole: „Bei der Zahl der jährlichen Neuerscheinungen hat Berlin längst die Verlagsstädte München, Frankfurt und Hamburg überholt“, teilt der Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit. 427 Verlage haben ihren Sitz oder eine Niederlassung in Berlin. Ebenso einmalig sei die Dichte an Buchhandlungen – 342 an der Zahl. Bemerkenswert sei dabei die große Vielfalt der Verlage und Buchhandlungen. „Ein Hort der Bibliodiversität auf Verlagsseite wird ergänzt durch viele inhabergeführte Kiezbuchhandlungen, zahlreiche Kinder- und Jugendbuchhandlungen und durch Fachbuchhandlungen, die durch äußerst diverse Sortimentsschwerpunkte überraschen“, sagt der Verband. Das Berliner Bücherfest am 27. und 28. Juni bietet nun mit über 100 Ständen dem literaturinteressierten Publikum die Möglichkeit, Berliner Verlage und deren Programme – von der Neuerscheinung bis zu Backlist-Titeln – zu entdecken. Zahlreiche Verlegerinnen und Verleger werden vor Ort sein, persönlich ihre Bücher vorstellen, aber auch Fragen zum Verlagsalltag beantworten. Auch Buchhandlungen werden sich präsentieren. Bebelplatz, 10117 Berlin, Informationen: www.berliner-buecherfest.de
Ausstellung: Vom 12. Juni bis zum 5. Juli werden die Gewinnermotive des Wettbewerbs „100 Beste Plakate 25“ ausgestellt. Sie zeigen das Aufregendste im aktuellen Grafikdesign. Der Wettbewerb „100 Beste Plakate D A CH“ feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Auch 2026 war die Beteiligung hoch: 676 Studios und Gestalterinnen und Gestalter haben 2.297 Einzel- und Serienplakate des Vorjahres eingereicht. Kulturforum Berlin, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz/Matthäikirchplatz, 10785 Berlin, Infos: www.smb.museum/museen-einrichtungen/kulturforum Martin Rolshausen