Zwei Absteiger fix
Während in Regional- und Oberliga längst Saisonende ist, geht der Betrieb in Berlins Ligen erst an diesem Wochenende ein letztes Mal an den Start. In der Berlin-Liga haben die Füchse dabei mit 19 Punkten Vorsprung schon vor einigen Wochen Meisterschaft und Aufstieg in trockene Tücher gebracht – vergangenen Samstag endete die starke Serie der Reinickendorfer von 14 Siegen mit einem 0:0 bei Stern 1900. Im Tabellenkeller stellte sich die Situation dagegen deutlich spannender, aber auch angesichts ungleicher Spielanzahl und Gerüchten über noch mögliche Punktabzüge unübersichtlicher dar. Als erster Absteiger stand jedoch am Freitag der SSC Südwest fest, weil der Aufsteiger aus Steglitz sein Heimspiel gegen Mitkonkurrent Frohnauer SC mit 1:4 verlor (Foto). Am Sonntag konnte auch Polar Pinguin (0:4 gegen TSV Mariendorf) das drohende Unheil nicht mehr abwenden – somit wird nun zwischen Frohnau, VSG Altglienicke II und Fortuna Biesdorf noch der dritte Absteiger ermittelt.
DFB-Pokal-Auslosung
Die Begeisterung beim Public Viewing der VSG Altglienicke zur Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal 2026/27 hielt sich spürbar in Grenzen, als dem Landespokalsieger am Samstag bei der vorletzten Paarung der VfL Wolfsburg zugelost wurde. Damit hatte sich die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit dem 1. FC Köln – der als anderer Proficlub noch im Topf war – zerschlagen. Schließlich war die VSG schon bei ihrem Debüt im nationalen Pokal 2020 den Domstädtern zugelost worden, musste aufgrund der Coronapandemie aber dann das Heimrecht tauschen und wurde vor nur 300 zugelassenen Zuschauern um das große Erlebnis gebracht. Nun aber wird der Bundesligaabsteiger aus der Autostadt wohl auch nicht für die ganz große Kulisse im aktuellen Standort der Altglienicker, der Spree-Arena im brandenburgischen Fürstenwalde, sorgen. Die Partie wird dabei noch auf einen konkreten Termin im Zeitfenster 21. bis 24. August angesetzt. Bundesligist 1. FC Union tritt dann bei Eintracht Braunschweig (2. Liga) und Hertha BSC beim 1. FC Saarbrücken (3. Liga) an.
Meteor und Inter steigen auf
Zwei der drei Aufsteiger in die Berlin-Liga stehen inzwischen fest – in der Landesliga 2. Abteilung hatte der BFC Meteor 06 mit Trainer Demircan Dikmen dabei bereits vor einigen Wochen seine Spitzenposition rechnerisch unangreifbar gemacht. Am vorletzten Spieltag der 1. Abteilung beseitigte nun auch der FC Internationale mit einem 1:0 bei Schlusslicht BW Berolina Mitte die letzten Zweifel am Erreichen des Saisonziels. Hinter den Schönebergern hat SF Johannisthal Platz zwei und damit die Teilnahme an den Spielen zur Aufstiegsrelegation sicher. In der anderen Staffel ist dem Köpenicker FC wiederum bei drei Punkten mehr gegenüber dem SSC Teutonia die Vizemeisterschaft auch schon kaum noch zu nehmen. Beide Konkurrenten patzten dabei am Wochenende: Der KFC kam beim FSV Hansa 07 nicht über ein torloses Remis hinaus, während Teutonia seine Führung gegen Meteor noch in der Schlussphase verspielte und mit 2:4 unterlag.
Transfermarkt
Personalien
Bei den Spielerwechseln in Regional- und Oberliga hat sich bislang noch recht wenig getan. Die VSG Altglienicke konnte mit der Verpflichtung von Emeka Oduah (24, Sturm – Carl Zeiss Jena) aber bereits ein Achtungszeichen setzen – weshalb auch spekuliert wurde, dass der bisherige Coach der Thüringer, der aus Berlin stammende Volkan Uluc, ein Thema bei der Trainersuche der Treptower sein könnte. Ligakonkurrent BFC Preussen hat dazu den 19-jährigen Luis Inderwisch (TSG Neustrelitz/Oberliga) für das Mittelfeld geholt, während Neuling SV Tasmania mit Tahsin Cakmak (29, Izmirspor/TUR) einen erfahrenen Regionalligaspieler (188 Partien) für sich gewinnen konnte. In der NOFV-Oberliga Nord ist Eintracht Mahlsdorf bereits besonders aktiv gewesen: Nach Nikol (SV Sparta) und Tomczak (VSG II) wurde mit Luis Millgramm (Lichtenberg 47) ein dritter vielversprechender Angreifer verpflichtet. TuS Makkabi sicherte sich dazu die Dienste von Kevin Akogo (21, Mittelfeld – TSG Neustrelitz) und Dominic Schmüser (21, Abwehr – SV Sparta).
Spannende Pokallose
Bundesligist SV Elversberg muss in der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal zu Drittligist MSV Duisburg. Das ergab die Auslosung am vergangenen Samstag. Damit trifft der Aufsteiger erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen ehemaligen Trainer Dietmar Hirsch, der in der Saison 2013/2014 an der Kaiserlinde trainierte. „Verrückt, die SV Elversberg war meine erste richtige Trainer-Station im Profi-Fußball, jetzt sehen wir uns in der ersten Pokalrunde wieder“, sagte Hirsch. Der 1. FC Saarbrücken erwischte mit dem Zweitligisten Hertha BSC Berlin ebenfalls ein attraktives Los. Die erste Runde wird zwischen dem 21. und 24. August ausgetragen.
Neue Torhüter
Drittligist 1. FC Saarbrücken hat zwei neue Torhüter unter Vertrag genommen. Vom österreichischen Erstligisten wechselt Matteo Bignetti, 22, an die Saar. Der U21-Nationalspieler stand bereits auf höchstem Niveau zwischen den Pfosten. Sein Debüt auf internationaler Bühne feierte Bignetti in der Uefa Europa League im traditionsreichen Celtic Park. Trotz seines jungen Alters bringt er damit bereits wertvolle Erfahrungen aus dem Profi- und Europapokalbereich mit und gilt als vielversprechendes Torwarttalent. In der vergangenen Saison stand Bignetti in zehn Partien der österreichischen Bundesliga, zwei Pokal-Spielen sowie einmal in der Europa League auf dem Feld.
Ebenfalls neu beim FCS ist Benjamin Lade. Der 19-jährige Schlussmann wechselt von der Zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim nach Saarbrücken. Lade wurde in einem der renommiertesten Nachwuchsleistungszentren Deutschlands ausgebildet.
Poreba bleibt bei der SVE
Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg hat die vereinbarte Kaufoption bei Lukasz Poreba gezogen und den Mittelfeldspieler damit fest verpflichtet. Der 26-Jährige, der in der vergangenen Saison 2025/26 vom Hamburger SV an die SVE ausgeliehen war, wird damit drei weitere Jahre bis Sommer 2029 an der Kaiserlinde bleiben. Poreba, der vor seinem Wechsel nach Elversberg Stationen bei Zaglebie Lubin in seiner polnischen Heimat, dem RC Lens in Frankreich und dem Hamburger SV durchlaufen hatte, entwickelte sich im vergangenen Jahr schnell zu einer festen Größe im Elversberger Team. Der zentrale Mittelfeldspieler kam in allen 34 Zweitliga-Spielen zum Einsatz, ab dem dritten Spieltag stand er dabei ununterbrochen von Beginn an für die SVE auf dem Platz.
Verband
Diedrich neuer SFV-Chef
Der Saarländische Fußballverband (SFV) hat einen neuen Präsidenten: Die 484 Delegierten des Verbandstages wählten am Samstagmorgen in der Gebläsehalle Neunkirchen den 46-jährigen Lars Diedrich zum neuen Präsidenten des Verbandes. Diedrich gehört dem SV Felsberg an. Sein Vorgänger Heribert Ohlmann, der das Amt in den vergangenen sechs Jahren innehatte, trat nicht erneut zur Wahl an. Unter großem Applaus der Delegierten wurde Ohlmann während des Verbandstages zum Ehrenpräsidenten ernannt. Nach seiner Wahl erklärte Diedrich: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei der saarländischen Fußballfamilie für das große Vertrauen und freue mich auf die Arbeit mit meinem großartigen Team. Ich möchte mich in den nächsten Jahren weiter mit Herzblut für den Fußballsport einsetzen und freue mich, die Zukunft unseres geliebten Sports zusammen mit unseren Vereinen mitgestalten zu können.“ Beim Verbandstag beschlossen die Delegierten zudem eine Reduzierung der Zahl der Vizepräsidenten auf zwei. Diese Ämter übernehmen künftig Stephan Alt und David Lindemann. Schatzmeister bleibt weiterhin Ulrich Kiefer. Ebenfalls wiedergewählt wurden Nicole Recktenwald als Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, Joachim Schmieden als Verbandsjustiziar, Josef Kreis als Vorsitzender des Verbandsspielausschusses sowie Michael Scholl als Pressesprecher. Neu zum Verbandsjugendleiter gewählt wurde Winfried Backes. Thorsten Braun gehört als wiedergewählter Verbandsschiedsrichterobmann weiterhin dem Vorstand an. Spielleiter der Schröder-Liga Saar bleibt Martin Thieser. Neu im Verbandsvorstand ist die durch eine Satzungsänderung geschaffene Funktion der Vorsitzenden der Kommission für Ehrenamt und Fair Play. Die Delegierten wählten Dr. Britta Jung in das neue Amt.