Supersportwagen für die Poleposition
Audi drängt in die Liga der Supersportwagen und hat dafür am Rande des Formel-1-Rennens in Monaco jetzt den Nuvolari vorgestellt. Der ungewöhnlich klar und schnörkellos gezeichnete Zweisitzer soll schon in einem Jahr in Serie gehen und gleich mehrere Bestmarken bei den Bayern setzen: „Er wird mit mehr als 1.000 PS und mehr als 350 km/h unser bis dato stärkstes und schnellstes Auto“, stellt der neue Entwicklungsvorstand Rouven Mohr in Aussicht. Auch der Preis ist mit rund 600.000 Euro bei den Bayern bislang unerreicht. Dafür gibt es einen komplett in Sichtkarbon eingekleideten Flachmann mit dem weiterentwickelten Antrieb des Temerario der Audi-Tochter Lamborghini. Auch beim Nuvolari kommt deshalb ein hochdrehender V8-Motor zum Einsatz, der mit drei E-Maschinen und einem Puffer-Akku kombiniert wird. Allerdings erreicht die Systemleistung des 588 kW / 800 PS starken Vierliter-Motors und der drei jeweils 110 kW / 150 PS starken E-Maschinen im Audi 736 kW / 1.001 PS und ermöglicht entsprechend rasante Fahrleistungen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 zum Beispiel gelingt in 2,6 Sekunden, stellt Audi in Aussicht. Die zahlungskräftige Kundschaft muss laut Audi bis zum Frühjahr 2027 auf die Auslieferung warten. Trotzdem kann ein bisschen Eile nicht schaden: Mehr als 499 Exemplare wollen die Bayern nicht bauen. (dpa)
Neue Therapie bei Krebs
Auf dem weltweit größten Krebskongress ASCO in Chicago haben Forschende neue Ergebnisse zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs vorgestellt. Im Mittelpunkt stand unter anderem ein neues Medikament gegen fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine der aggressivsten Krebsarten überhaupt. In einer internationalen Studie mit rund 500 Patientinnen und Patienten konnte die neue Tablettentherapie die mittlere Überlebenszeit nahezu verdoppeln. Während Betroffene in der Vergleichsgruppe durchschnittlich 6,7 Monate lebten, waren es unter der neuen Behandlung 13,2 Monate. Das Medikament greift gezielt eine genetische Veränderung an, die bei den meisten Erkrankten vorkommt und das Tumorwachstum fördert. Tatsächlich wird Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst in einem späten Stadium entdeckt und gilt als besonders schwer behandelbar.
Grizzly von Fiat
Fiat stellt dem Grande Panda einen großen Bruder zur Seite und wählt entsprechend einen größeren Bären als Namenspate: Noch in diesem Jahr wollen die Italiener als SUV für die Kompaktklasse den Grizzly an den Start bringen, teilt der Hersteller in Turin mit. Wahlweise mit aufrechtem Heck oder als Coupé-artiger Fastback mit schrägem Abschluss tritt er mit einer Länge von rund 4,50 Metern gegen Modelle wie den VW Tiguan oder den Kia Sportage an. Mehr Auswahl als die Konkurrenz wollen die Italiener auch beim Antrieb bieten: Genau wie der Grande Panda wird es den Grizzly als reinen Verbrenner, als Hybrid oder als Elektroauto geben. Angaben zu Leistungen und Reichweite macht Fiat noch nicht. Und auch der Preis bleibt ungenannt. Fiat spricht von „erschwinglicher Mobilität für Familien“. So müsste sich der Grizzly oberhalb des aktuell mindestens 15.990 Euro teuren Grande Panda und unterhalb des VW Tiguan einsortieren, der ab 39.175 Euro verkauft wird. Mit Blick auf andere Modelle in der eigenen Stellantis-Familie könnten die Preise wohl unter 30.000 Euro beginnen. (dpa)
Parkinson
Kampf gegen die Krankheit
Dankbarkeit sei für ihn das Allerwichtigste, sagt Michael J. Fox – und er sei dankbar für alles. Seit Jahrzehnten kämpft der Schauspieler, der mit der „Zurück in die Zukunft“-Filmtrilogie weltberühmt wurde und am 9. Juni 65 Jahre alt geworden ist, gegen eine Parkinson-Erkrankung – aber lässt sich davon auch so wenig einschränken wie möglich. Gerade erst stand er mit Kollege Harrison Ford für die Serie „Shrinking“ vor der Kamera. Fox sei „großzügig, unterstützend, offen, einfach ein wunderbarer Mensch“, sagte Ford anschließend im Interview der „Vanity Fair“. „Ich habe mehr Spaß bei der Arbeit als je zuvor“, sagt Fox. „Ich nutze die Energie, die ich habe, so weit aus, wie ich kann. Ich habe das Gefühl, ich muss das einfach machen. Ich will bei allem dabei sein. Ich will aktiv sein, weiterarbeiten, meine Partnerschaften erhalten, meine engen Freunde und meine Zeit mit meiner Familie genießen. Und es ist gut, es ist so viel besser, als es sein könnte.“ Anfang der 1990er-Jahre bekommt Fox seine Parkinson-Diagnose.
Einige Jahre später kann er die Symptome nicht mehr verstecken – und entscheidet sich dafür, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Mit diesem Schritt gibt er der Krankheit ein bekanntes Gesicht – und verschreibt sich seitdem auch dem Kampf gegen die Krankheit. Mit einer Stiftung sammelt Fox Hunderte Millionen Dollar für die Forschung. Das renommierte Stockholmer Karolinska-Institut verlieh ihm dafür 2010 die medizinische Ehrendoktorwürde, 2025 erhielt der Schauspieler vom damaligen US-Präsidenten Joe Biden die Freiheitsmedaille. (dpa)