Im Tierheim Linxbachhof warten putzige Kaninchen auf ein neues Zuhause. Damit die kleinen Tierchen sich wohlfühlen, sollen sie nicht alleine sein und genug Platz bekommen.
Diese Truppe von Fellnasen lebt derzeit auf dem Linxbachhof nahe St. Wendel und ist bereits ein gut eingespieltes Team. Die Kaninchen warten auf ein neues Zuhause und können gerne zu einem oder auch zu mehreren Tieren vermittelt werden. Einzeln dürfen Kaninchen nicht gehalten werden. Nach dem Umzug in eine neue Umgebung stellt sich immer die Frage: Wie gewinne ich das Vertrauen der Kleinen? Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass Kaninchen Fluchttiere sind, das heißt, sie sind immer „auf der Hut“. Mit ihrem fast 360-Grad-Rundumblick erkennen sie selbst kleinste Bewegungen in ihrem Umfeld und reagieren gegebenenfalls mit Wegrennen. Und das können sie sehr gut, denn sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometern. Die Zauberformel beim „Zähmen“ heißt somit Behutsamkeit, langsame Bewegungen und mit gedämpfter, leiser Stimme zu den Tieren zu sprechen. Wie jedes Tier freuen sich auch Kaninchen über Leckerlis. Mit Löwenzahn, verschiedenen frischen Kräutern, Möhrenkraut, Petersilie oder Erbsenflocken kann man die neugierigen Tierchen gut anlocken. Es ist unerlässlich, ab und an die Zähne zu kontrollieren (sie sollten nicht zu lang oder gar schräg wachsen, das wäre ein Fall für den Tierarzt). Auch die Fellkontrolle ist wichtig, damit Milbenbefall, eine festsitzende Zecke oder eine Verletzung rechtzeitig erkannt werden. Für eine artgerechte Kaninchenhaltung braucht es also viel Zeit, Verantwortungsbewusstsein, und die Tiere brauchen viel Platz zum Rennen. Kleine Käfige sind absolut tabu.