Völklingen
Gebärdensprache und Tanz
Nach der erfolgreichen Premiere im Mai 2025 im Warndt-Dom in Lauterbach findet am 28. Juni die Wiederaufnahme eines besonderen Tanz- und Musikstücks statt, das durch die Integration von Gebärdensprache eine besondere Tiefe erhält. Unter der künstlerischen Leitung von Bérengère Brulebois nehmen fünf Tänzerinnen und Tänzer sowie drei Musikerinnen und Musiker das Publikum mit auf eine emotionale Reise.
Das Stück, das im Sommer 2024 von Dorothea Eitel in Ludwigshafen uraufgeführt und im Mai 2025 von Bérengère Brulebois für den Warndt-Dom neu choreografiert wurde, erlebt nun in der Kirche St. Eligius in Völklingen eine weitere Interpretation. Dank einer Co-Förderung von Aktion Mensch sind auch zwei gehörlose Tänzer in die Performance integriert. Die Gebärdensprache wird dabei nicht nur als Übersetzung, sondern als integraler Bestandteil der Choreografie und Improvisation genutzt. Hörbare gesprochene Teile werden ebenfalls in Gebärdensprache übersetzt, und stille Momente sollen das Publikum für die Realität gehörloser Menschen sensibilisieren.
Infos: 28. Juni, 18 Uhr, Kirche St. Eligius, Völklingen. Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: berengere@nidancu.eu.
Blick auf die Welt
Die Münchnerin Gisela Dasbach war vor einiger Zeit schon als Malerin in Sulzbach vertreten. Ihre Werke wurden im Rahmen der Ausstellungen „Malende Ärzte“ in den Jahren 2015 und 2017 gezeigt, die die Kunst von malenden Medizinern in den Mittelpunkt stellten. Nun widmet der Kunstverein Sulzbach ihr eine eigene Ausstellung. Passend zu deren Titel „Augenblick mal“ lenkt die Malerin in ihren neueren Werken den Blick auf das Konkrete, das Wiedererkennbare und setzt damit ein Gegengewicht zur Flüchtigkeit, mit der die Bilderflut digitaler Medien die Konsumenten häufig überfordert. Aber auch die Abstraktion der Sinneswahrnehmung wird gezeigt, immer in Verbindung mit den Fragen: Worauf fällt unser Blick? An was bleibt unser Blick hängen? Dasbach verwendet verschiedene Materialien und Techniken wie Öl, Gouache, Eitempera und Collagen.
Vernissage: 21. Juni, 17 Uhr, Aula Kulturforum, Gärtnerstraße 12, 66280 Sulzbach. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr. Dauer: 21. Juni bis 12. Juli
Kulturverführung vom 19. Juni 2026
Open-Air-Ausstellung: Blieskastel ist ein Städtchen, das immer einen Besuch wert ist und der Architektur wegen als Barock-Perle bezeichnet wird. Über die wunderschöne Landschaft im Saarland lässt sich schwärmen, über die Städte dagegen nicht so wirklich. Das reizvolle Blieskastel feiere ich gerne als Ausnahme, ebenso Ottweiler. Auch in Blieskastel feiert man gerne, man schickt sich sogar an, noch schöner zu werden. Wodurch soll das möglich werden? Durch Kunst! Die Aktiven vom Kulturstammtisch Blieskastel e.V. richten gemeinsam mit dem Ortsrat von Altheim und engagierten Bürgern des Ortsteils die „ART“ mit Kunst und Musik aus. Ein großes Freilichtmuseum soll entstehen. „Alt-ART“, Sonntag, 28. Juni, 9 Uhr: ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche, 12 Uhr: Eröffnung und Frühschoppenkonzert, 13 Uhr: Kinder-Kunstprogramm, www.kulturstammtisch-blieskastel.de.
Tag der Architektur: Im Saarland werden an den Veranstaltungstagen zehn Bauwerke präsentiert, die in den vergangenen zwei Jahren realisiert wurden. Der Aktionstag bietet damit einen aktuellen Überblick über das regionale Baugeschehen und dessen Qualität. Der „Tag der Architektur“ will ein Forum sein und den Austausch zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit stärken. „Tag der Architektur“, Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, www.tagderarchitektur.saarland.
Open-Air-Ausstellung: Auch in Homburg plant man eine Freiluftgalerie für die Innenstadt. Malerei, Grafik, Fotografie, Holz-, Glas- und Metallkunst, Textilarbeiten, Schmuck und kreative Upcycling-Projekte werden angeboten. Im Mittelpunkt steht aber vor allem die Begegnung mit den Künstlern. Den Termin kann man sich schon mal vormerken! „ARTmosphäre“, Samstag, 29. August, 10 bis 17 Uhr, Homburg, Stadtzentrum.
Musik: „Die schönsten Melodien“ werden versprochen, schon wieder: das Wort von der Schönheit. Es heißt, Schönheit entsteht im Auge des Betrachters, in diesem Falle ist es wohl das Ohr. Im Rathausfestsaal Saarbrücken werden wir der Sopranstimme von Stefani Pijetlović, dem Tenor Enrico Orlando und Rena Tsiakiris am Klavier das Ohr leihen können. Was für ein schönes Sprachbild. Das Ohr leihen. Interessant, dass es nicht heißt: die Ohren! Was eher zum Lachen brächte. Aktives Zuhören ist gemeint, das sollte schon zwei Ohren wert sein. Auf dem Programm stehen italienische Lieder, Opernarien und -duette, bekannte Songs aus dem Musical „West Side Story“ und eine spanische Zarzuela, die wie eine Operette durch abwechselnd gesprochenen und gesungenen Text gekennzeichnet ist und Gesang, Schauspiel sowie Tanz kombiniert. „Die schönsten Melodien aus Oper, Operette und Musical“, Freitag, 26. Juni, 20 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten, Rathausfestsaal Saarbrücken. Michaela Auinger