Twardzik bleibt VSG-Trainer
Während sich die Berliner Rivalen BFC Dynamo mit Trainer Sven Körner und der BFC Preussen bei Daniel Volbert bezüglich einer Vertragsverlängerung schon Zeit ließen, übertraf die VSG Altglienicke ihre Entscheidungsfindung hinsichtlich der Dauer noch einmal. Erst letzte Woche gab der Regionalligist bekannt, dass Interimstrainer Dan Twardzik diesmal in die Chefrolle für die Spielzeit 2025/26 befördert wird. Bereits letzte Saison war der Torwarttrainer in der Schlussphase für Semih Keskin eingesprungen und hatte den Platz dann für Ersan Parlatan wieder frei gemacht. Der wurde allerdings Mitte März freigestellt, sodass Twardzik auch die Spielzeit 2025/26 zu Ende führte. Da kommende Saison der Nordost-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigt, wurde eher mit einer „großen“ Lösung der Trainerfrage bei der VSG gerechnet – schließlich wollen die Treptower im Titelrennen mitmischen. Twardzik punktete dann aber offenbar mit seiner Vereinstreue (seit 2017 zunächst als Spieler in Altglienicke) und nicht zuletzt einem guten Draht zum Team.
Kapp wechselt nach Aue
Regionalligist VSG Altglienicke (siehe auch weitere Meldung) muss eine der Stützen der letzten zwei Jahre ziehen lassen, denn Defensivspezialist Patrick Kapp (28) schließt sich in derselben Spielklasse künftig Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue an. Sicher ein besonders interessanter Transfer, da beide Clubs zum Kreis der Aufstiegskandidaten 2026/27 gezählt werden. Beim BFC Preussen hat man sich die Dienste von Torwart Florian Palmowski (25) vom Konkurrenten FSV Luckenwalde gesichert, dazu kommt mit Melvin Berkemer (21) ein Talent für den Angriff aus der U21 von Roda JC Kerkrade (NL). Bei Oberligist TuS Makkabi ist Abdoul Karim Soumah als Abgang zu verzeichnen: Der 26-jährige Mittelfeldspieler weckte das Interesse des Halleschen FC (RL Nordost) und wagt nun den Sprung auf das nächsthöhere Level. Lichtenberg 47, Oberliga-Vize 2025/26, konnte nach verschiedenen Abgängen dazu die Verlängerung mit Stammkraft Markus Goerlitz (22, Abwehr) mitteilen. Ein weiteres Jahr wird dazu Victor Sunday (27) für Aufsteiger Füchse auf Torejagd gehen.
Frohnau hält die Klasse
Der Frohnauer SC konnte am letzten Spieltag der Berlin-Liga die Serie ohne Niederlage unter Interimstrainer Olaf Jahn auf fünf Partien ausbauen – der Tabellen-16. siegte trotz Rückstand 2:1 (Tore: Werner, Walter – Tomczak) im Derby gegen BW Hohen Neuendorf. Allerdings war man für den Klassenerhalt auch noch auf Schützenhilfe angewiesen: Nachdem sich Fortuna Biesdorf mit einem 4:2-Sieg über Türkspor aus dem Kreis der Abstiegskandidaten verabschiedet hatte, mussten die Frohnauer auf eine Niederlage der zwei Punkte besser platzierten VSG Altglienicke II hoffen. Die Partien beider Teams waren dabei noch auf einen parallelen Termin verlegt worden, um eine Wettbewerbsverzerrung auszuschließen. Blau-Weiß 90, Gegner der VSG II, wollte sich dann auch nichts vorwerfen lassen, besiegte die VSG II mit 2:1 (Tore: Rosin, Struck – Tomczak) – und sorgte damit auch für Erlösung und Jubel beim Frohnauer SC.
Regionalliga
Hertha 03 mit Neuanfang
Der Abstieg nach der zweiten Regionalligasaison hat beim FC Hertha 03 einen „Reset“ zur Folge. Wie schon berichtet, rückte zunächst Interimscoach Marco Böning in die Position des Sportlichen Leiters auf und landete mit der Verpflichtung von Patrick Hinze vom diesjährigen Regionalliga-Aufsteiger RSV Eintracht gleich einen Coup. Dazu wurden mit Saheed Mustapha (31) und Louis Samson (30) zwei routinierte Verteidiger von Hinzes Ex-Club über die Stadtgrenze gelotst, an deren Seite dazu das Abwehrtalent Marvin Krumhaar (Hertha BSC U19) wachsen soll. Auch im Sturm soll mit Matthias Steinborn (37) ein „Oldie“ als Knipser und Führungsspieler dienen. Selbst der Social-Media-Auftritt der Zehlendorfer präsentiert sich neu, in frischerem Design wurden zuletzt unter anderem die ersten Zugänge präsentiert. „Mustapha und Samson sind für mich absolute Toptransfers“, erklärte Böning etwa in einem Video über die beiden erfahrenen Defensivkräfte, „die klar aufzeigen, wo wir hinwollen: nämlich diese oder nächste Saison wieder in die Regionalliga Nordost.“
Hofmann bleibt
Rot-Weiss Essen hat Jannik Hofmann fest verpflichtet. Der 24-Jährige war in der vergangenen Saison vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen, nun bleibt er bei RWE. Über die Ablöse machte der Verein keine Angaben. Für Essen ist es eine Verpflichtung mit Logik. Hofmann kam auf 31 Pflichtspiele, erzielte drei Tore und bereitete fünf Treffer vor. Als Rechtsverteidiger brachte er Tempo und Mentalität in eine Mannschaft, die auf dieser Position Stabilität braucht. Profifußball-Direktor Marcus Steegmann sieht genau darin den Wert des Transfers. Hofmann habe gezeigt, „welche Qualitäten er mitbringt und wie wertvoll er für unsere Mannschaft sein kann“. Sein Potenzial sei „noch längst nicht ausgeschöpft“.
FCS chancenlos
Vor 3.924 Zuschauern im Ludwigspark haben die Frauen des 1. FC Saarbrücken das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga gegen Hertha BSC mit 1:4 verloren. Damit bleibt vor dem Rückspiel am Sonntag in Berlin nur noch eine theoretische Chance. Der FCS fand vor der Rekordkulisse kaum in die Partie. Hertha war wacher, klarer, robuster –
und führte schon nach sieben Minuten 2:0. Erst traf Elfie Welhausen nach einem Angriff über links, kurz darauf nutzte Johanna Seifert einen Fehler in der Saarbrücker Defensive. Nach der Pause wurde es nicht besser. Svenja Poock köpfte zum 0:3 ein. Martin sorgte mit ihrem Tor in der 71. Minute kurz für Hoffnung, doch Sari Saeland stellte auf 1:4.
Regionalliga
Mendler beendet Karriere
Markus Mendler hat den FC 08 Homburg darüber informiert, dass er seine aktive Profikarriere mit sofortiger Wirkung beenden wird. Nach dem schweren Schicksalsschlag und dem tragischen Verlust seiner Ehefrau hat sich Mendler diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht. Um künftig voll und ganz für seine Kinder da sein zu können, hat er sich dazu entschlossen, seine Prioritäten neu zu setzen und den Fußball in den Hintergrund treten zu lassen. Cheftrainer und sportlicher Leiter Roland Seitz: „Die Entscheidung von Markus ist für die gesamte FCH-Familie ein großer Verlust, sowohl menschlich als auch sportlich. In den vergangenen Wochen haben wir als sportliche Führung und Vorstand viele Gespräche mit ihm geführt und gemeinsam versucht, Wege zu finden, die für Markus passend gewesen wären. Letztlich respektieren wir seine Entscheidung aber selbstverständlich zu 100 Prozent. Die Familie steht in dieser Situation über allem. Auch wenn wir ihn gerne weiter bei uns gehabt hätten, können wir seinen Schritt absolut nachvollziehen und stehen voll hinter ihm.“ Diese Entscheidung markiert zugleich das Ende einer bemerkenswerten Fußballkarriere. Mendler wurde in der Nachwuchsabteilung des 1. FC Nürnberg ausgebildet und schaffte dort den Sprung in den Profifußball. Es folgten weitere Stationen beim SV Sandhausen, den Stuttgarter Kickers und dem 1. FC Saarbrücken, mit dem er den Aufstieg in die 3. Liga feiern durfte. Darüber hinaus trug der 33-Jährige das Trikot verschiedener deutscher Nachwuchsnationalmannschaften.