Höhenflug der Albatrosse
Vor dem entscheidenden fünften Spiel der Halbfinalserie in der Basketball-Bundesliga zwischen Alba Berlin und den Bamberg Baskets räumten selbst Optimisten den Berlinern nur eine 50:50-Chance ein, nachdem diese in Spiel drei und vier in „Freak City“ Bamberg untergegangen waren. Statt nervösem Gewürge bekamen die 8.861 Fans in der damit ausverkauften Max-Schmeling-Halle dann aber eine Galavorstellung der Gastgeber zu sehen.
Der Endstand von 97:66 hieß: Finaleinzug. In der Endspielserie hat der FC Bayern Basketball den Heimvorteil. Schon drei Tage später, im SAP Garden von München, die nächste Offensiveruption der Berliner. 55 Punkte zur Halbzeitpause begeisterten die mitgereisten Alba-Fans. Die Bayern nutzten allerdings Defensivlücken der Gäste zu sogar 58 Punkten und machten nach der Pause unverändert weiter. Die Berliner steckten so eine spektakuläre 94:102-Niederlage ein. In Spiel zwei an gleicher Stelle sollte ein defensiverer Ansatz die Wende für Alba bringen. Während die Berliner vorne ausnahmslos treffsicher blieben, kontrollierten sie Bayerns Offensive zunehmend.
Führten die Bayern noch zur Pause mit fünf Zählern, nahmen ihre Fehlwürfe in der Folge zu. Alba scorte konstant weiter und glich durch das 86:79 die Serie zum 1:1 aus. Nach Spiel drei am 17. Juni ist auch Spiel vier am 19. Juni in der Berliner Max-Schmeling-Halle angesetzt.
Thunder gehen unter
In der American Football League Europe (AFLE) mussten Berlin Thunder am 14. Juni in Polen antreten und erlebten dabei eine verdiente und aufgrund der Höhe ernüchternde Niederlage.
Bei den Wrocław Panthers lagen sie zur Halbzeitpause schon 0:30 hinten. Im dritten Viertel kamen sie zwar zu ihren einzigen zwölf Punkten, doch da die Gastgeber noch 20 eigene Zähler nachlegten, machten sich die Berliner mit einer 12:50-Klatsche im Gepäck auf den Heimweg. „Das ist ein Stadion von Weltklasse; hier zu spielen, ist ein reines Vergnügen. Die Atmosphäre und die Unterstützung der Fans waren fantastisch“, kommentierte Panthers Coach David Likins.
Top-Trainer
Für BR-Volleys-Manager Kaweh Niroomand ist der Italiener Andrea Anastasi (65) der „Pep Guardiola des Volleyballs“. Und weiter: „So einen großen Umbruch haben wir selten gehabt. Da wollte ich die Nummer eins auf dem Markt nach Berlin holen.“ Der neue Cheftrainer hatte zuletzt ein Jahr pausiert. Als Spieler Welt- und Europameister, Weltliga-Sieger und CEV-Pokal-Champion, wurde er mit Perugia Club-Weltmeister und als Nationaltrainer Spaniens Europameister. Er war auch Nationaltrainer Italiens, Polens und Belgiens. Anastasi unterschrieb für zwei Spielzeiten beim Deutschen Rekordmeister.
Eishockey
Neuer Co-Trainer gesucht
Die Eisbären haben sich nach zwei Jahren – und zwei deutschen Meisterschaften – von ihrem Co-Trainer Rob Collins getrennt und suchen einen Nachfolger. „André Rankel soll zudem in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen. Er wird für die Betreuung der Verteidiger sowie fürs Penalty Killing zuständig sein“, so Sportdirektor Stéphane Richer. Derweil steht der Spielplan für die Champions Hockey League. Vom 4. September bis zum 14. Oktober treffen die Hauptstädter je einmal auf Genève-Servette HC und HC Davos (beide Schweiz), die Graz99ers, Red Bull Salzburg und KAC Klagenfurt (alle Österreich) und Herning Blue Fox aus Dänemark, bevor es in die K.-o-Phase geht. Die Heimspiele finden im Wellblechpalast im Sportforum statt.
Norweger siegt
Sindre Orholm-Lonseth heißt der Gesamtsieger der Trofeo 2026, die auch am letzten Renntag auf einem Rundkurs über gut 112 Kilometer und gespickt mit drei Berg- und Sprintwertungen ordentlich in die Beine ging. Bis zum Schluss blieb es spannend, am Ende ließ sich der Norweger das grüne Trikot des Gesamtführenden nicht mehr abnehmen. Hinter dem Australier Alistair Forsyth und vor dem Slowenen Luka Maksimovic wurde Lonseth Etappenzweiter. Das reichte zum Abschluss spannender Renntage für den Gesamtsieg – mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Splinter VanT Hoff und dem Schweden Elias Wandel. Die Trofeo gilt als Pflicht-Wettbewerb für internationale Top-Talente.
Canes verlieren deutlich
Die Saarland Hurricanes haben eine deutliche 14:49-Heimniederlage gegen die Pforzheim Wilddogs hinnehmen müssen. Die Canes haben somit das dritte von vier Saisonspielen verloren. In der ersten Hälfte setzten sich die Pforzheimer bereits ab. Das erste Viertel gewannen sie mit 7:0. Auch das zweite Viertel ging an die Wilddogs, diesmal deutlicher mit 28:7. In der zweiten Hälfte blieben die Gäste stärker. Mit 7:7 im dritten und 7:0 im letzten Viertel besiegelte Pforzheim den Sieg. Die Canes sind mit ihrer 1:3-Saisonbilanz auf Tabellenplatz fünf.
Hamilton gewinnt
Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat seinen ersten Formel-1-Sieg seit fast zwei Jahren gefeiert. Der 41 Jahre alte Brite setzte sich beim Großen Preis von Katalonien im Ferrari durch. Für Hamilton war es in Barcelona zugleich sein erster Grand-Prix-Sieg im Ferrari überhaupt, damit beendete er die Erfolgsserie seines früheren Rennstalls Mercedes. Der britische Mercedes-Fahrer George Russell wurde Zweiter, nach zuvor fünf Triumphen nacheinander schied dessen italienischer Teamkollege Kimi Antonelli kurz vor Ende aus. Platz drei belegte Weltmeister Lando Norris im McLaren.
Leichtathletik
Altmeyer bleibt Chef
Lothar Altmeyer bleibt Präsident des Saarländischen Leichtathletik-Bundes (SLB). Der pensionierte Lehrer setzte sich am vergangenen Donnerstag klar in einer Kampfabstimmung gegen seinen Herausforderer Knut Engler (SV GO! Saar 05) durch. Altmeyer erhielt dabei 319 von 468 abgegebenen Stimmen. Angesprochen auf die Kritik sagte Altmeyer: „Ein externer Gutachter hat uns bestätigt, dass wir in den einzelnen Punkten richtig gehandelt haben. Wir haben uns nach bestem Gewissen bemüht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Nach seiner Wiederwahl erklärte Altmeyer, er wolle das unterlegene Team einbinden. Engler sagte: „Ich wünsche dem neuen Präsidium größtmöglichen Erfolg. Wir werden die Arbeit weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten.“
Füchse verlieren
Zum zweiten Mal in Serie standen die Füchse Berlin im Endspiel der Königsklasse. Doch vor einer Rekordkulisse reichte es erneut nicht zum Triumph. Die Hauptstädter unterlagen im Finale des Final Four in Köln gegen Königsklassen-Rekordsieger FC Barcelona 34:37 (16:20). Die Spanier feierten damit den 13. Titelgewinn, während sich die Füchse bei ihrer zweiten Finalteilnahme in Serie erneut mit Silber begnügen mussten. Bereits im Vorjahr hatten die Berliner im rein deutschen Finale gegen den SC Magdeburg den Gewinn von Europas Handball-Krone verpasst. In diesem Jahr hatten die Füchse den Erzrivalen aus der Elbestadt in einem offensiv hochklassigen Halbfinale am Samstag besiegt. Bester Berliner Werfer beim Finale war vor der stimmungsvollen Rekordkulisse von 20.122 Zuschauern in der Kölner Arena Mathias Gidsel mit acht Toren. Der Vorjahressieger und deutsche Meister Magdeburg konnte sich im Spiel um Platz drei klar mit 32:26 (17:11) gegen den dänischen Club Aalborg Handbold um den deutschen Nationalspieler Juri Knorr durchsetzten und noch Bronze bejubeln. Barcelona hatte sich am Samstagabend im zweiten Halbfinale erst in der Verlängerung gegen den dänischen Meister und Pokalsieger den Finaleinzug gesichert.