Kunsthändler
Museum würdigt Paul Cassirer
Die Alte Nationalgalerie würdigt Paul Cassirer (1871 bis 1926) als einen der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. Anlass sind sowohl der 100. Todestag Cassirers als auch das 150-jährige Bestehen des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der Unesco-Welterbestätte Museumsinsel. Die Sammlung der Nationalgalerie ist in vielerlei Hinsicht mit seinem Wirken verknüpft. Die Ausstellung zeigt entlang von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst. Mit seinem außergewöhnlich dichten Ausstellungsprogramm förderte der in Berlin ansässige Galerist Paul Cassirer maßgeblich die Verbreitung des Impressionismus. Von der Viktoriastraße im Berliner Tiergartenviertel aus knüpfte er enge Verbindungen nach Frankreich. Künstler wie Edgar Degas, Paul Cézanne, Édouard Manet, Claude Monet und Auguste Renoir erlangten durch ihn größere Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum. Mit der Präsentation ihrer Werke, darunter etwa Monets Pfirsichglas (um 1866) und Degas’ Orchestermusiker (1872), „prägte der Kunsthändler jüdischer Herkunft die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig und stieß leidenschaftlich geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit an“, teilt das Museum mit. Die Ausstellung zeigt, mit welchen Methoden und Strategien Cassirer arbeitete und welchen Erfolg er damit hatte.
Kurz mal Kosmos
Zum zehnjährigen Bestehen hat die Stiftung Planetarium Berlin zwei besondere Angebote: Unter dem Motto „Kurz mal Kosmos“ gibt es am 4. Juli von 13 Uhr bis Mitternacht Veranstaltungen im Zeiss-Großplanetarium (Prenzlauer Allee 80) und an der Archenhold-Sternwarte (Alt-Treptow 1). Ab sofort ist bereits die neue Produktion „Zeit – Im Strom des Universums“ im Großplanetarium zu erleben. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung bereits mehr als 3,5 Millionen Besucherinnen und Besucher für Astronomie, Kultur und Wissenschaft begeistert. Zugleich verzeichnete das Zeiss-Großplanetarium 2025 den vierten Besucherrekord in Folge und bleibt damit Deutschlands meistbesuchtes Planetarium. Bei „Kurz mal Kosmos“ stehen Reisen zum Berliner Sternenhimmel und ins Universum sowie ein Best-of der Musikreihe „Cosmic Music“ auf dem Programm. Um 23.30 Uhr gibt es eine Live-Lesung aus dem erfolgreichen Stiftungs-Podcast „Einschlafen mit Weltall“ im Planetariumssaal.
Informationen: www.planetarium.berlin
Kulturverführung vom 26. Juni 2026
Konzert: Die zweifache Juno-Preisträgerin Dominique Fils-Aimé aus Montreal ist für ihre warme, ausdrucksstarke Stimme und ihre gesellschaftlich engagierten Texte bekannt. Ihre Musik bewegt sich zwischen Jazz, Soul und Blues und verbindet Elemente afroamerikanischer Musik mit modernen, persönlichen Einflüssen. Der Juno-Preis wird von der Canadian Academy of Recording Arts and Sciences vergeben. In den vergangenen zwei Jahren hat Dominique Fils-Aimé die Weltbühne im Sturm erobert und mehr als 150 Konzerte in 15 Ländern gegeben: In ihrer „The Sunshine Tour“ verspricht sie „ein Fest der Wärme, der Widerstandsfähigkeit und des Teilens“. Die Tour ist der Auftakt zur Veröffentlichung ihres neuen Albums. In Berlin spielt Dominique Fils-Aimé am 8. Juli. Musikclub Gretchen, Obentrautstraße 19, 10963 Berlin, Informationen und Tickets: www.gretchen-club.de
Festival: Die Kolonnaden-Bar öffnet auch dieses Jahr an einem der schönsten Orte Berlins – am Rande des historischen Kolonnadenhofs auf der nördlichen Spitze der Museumsinsel mit direktem Blick auf die Spree. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Insel wird es bis 30. August mittwochs und donnerstags von 16 bis 22 Uhr sowie freitags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr kühle Getränke, DJ-Sets und ein Kulturprogramm mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern geben. Die rund 50 Kulturveranstaltungen sind kostenfrei. Im Laufe des Sommers finden zusätzlich auch einige Vorträge und Workshops statt. Die Kolonnaden-Bar ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Vagabund-Brauerei und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Als Zeichen dieser Zusammenarbeit präsentiert das Festival das speziell dafür gebraute Bier „Wissensdurst“, das, wie es heißt, „als Hommage an die Museumsinsel und ihr langjähriges Engagement für die Freiheit von Kunst und Wissenschaft entstanden ist“. Museumsinsel, 10178 Berlin, Informationen: www.museumsinsel-berlin.de
Ausstellung: „Mirae kh Rhee: Weiterreichen / Hand-Me-Down“ – so ist eine neue Berliner Ausstellung überschrieben, die bis zum 16. Februar zu sehen ist. Mirae kh Rhee ist eine interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitende Künstlerin, die in Deutschland, Kalifornien und Südkorea tätig ist. Sie zeigt in dieser Sonderausstellung Werke, mit denen sie Fragen stellt: „Wer sammelt(e), warum und was? Welche Botschaften werden in Sammlungen und über die ausgestellten Objekte vermittelt? Was bedeutet es, Dinge zu bewahren und sie weiterzureichen? Und was bedeutet es für die Objekte, das Wissen und die Personen, die dabei nicht berücksichtigt wurden?“ Museum für Asiatische Kunst, Humboldt Forum, Schloßplatz, 10178 Berlin Martin Rolshausen