Basketball
Comeback für die Ewigkeit
Nachdem Alba Berlin im zweiten Finale bewiesen hatte, dass man auch bei den Bayern gewinnen kann, zahlten die Münchner bei Spiel drei am 17. Juni mit gleicher Münze zurück. Beide Teams legten rasant los, trafen hochprozentig. Bayern erhöhte in der Folge die defensive Intensität, setzte sich stärker ab, doch die Berliner ließen sich nicht abschütteln, führten gegen Ende des dritten Viertels sogar wieder. Im Schlussabschnitt waren die Münchner wieder das stärkere Team und holten sich mit dem 91:83 ihren ersten Matchball in Spiel vier zwei Tage später. Und der Verlauf schien sich zu wiederholen. Beim Stand von 42:52 gegen Alba brachte eine Auszeit von Berlins Coach Pedro Calles die Wende. Mehr Tempo, mehr Entschlossenheit, mehr Rebounds brachten viele gute, nun getroffene Würfe. Ein 16:0-Lauf wie im Rausch, während den Bayern die Nerven versagten. Sie brachten es nur auf 16 Zähler nach der Pause. Alba siegte 71:61, Justin Bean steuerte 17 Punkte und neun Rebounds bei. In Spiel fünf am 21. Juni im Münchner SAP Garden waren beide Teams schnell auf Betriebstemperatur, zum Ende des ersten Viertels griff allerdings die Bayern-Defense zu wie eine Schraubzwinge. Zur Halbzeitpause schien bei 27:47 die Messe gesungen. Nun aber erwies sich, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Alba ließ jetzt geschickt den Ball laufen, Jonas Mattisseck (18 Punkte), Justin Bean (18) und Malte Delow (14) kämpften ihr Team zurück ins Spiel und zur Meisterschaft. 7:01 Minuten vor Ende ging Alba in Führung – und gab sie nicht mehr ab. Durch das 84:81 ist Alba Berlin somit völlig unerwartet zum zwölften Mal Deutscher Meister. Mentalitätsmonster Justin Bean wurde zum MVP der Finalserie gekürt.
Knigge nach Polen
Beide Seiten hatten sich eine Option auf einen neuen Vertrag in Berlin offengehalten, doch in der vergangenen Woche kam das Angebot, das der Mittelblocker des Volleyball-Bundesligisten BR Volleys Matthew Knigge (30) nicht ablehnen konnte. Nach zwei Jahren in Berlin mit zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg wechselt der US-amerikanische Publikumsliebling nach Polen in die lukrative und sportlich hochklassige Plus Liga zu GKS Katowice. BRV-Manager Kaweh Niroomand kündigte derweil an, in die kommenden Spielzeit wieder mit vier Mittelblockern zu gehen und somit noch zwei weitere Spieler für die Position zu verpflichten.
Football-Scoreboard
GFL-Champion Potsdam Royals musste am 20. Juni bei den Hildesheim Invaders antreten. War das erste Viertel noch sehr knapp, setzten sich die Royals im zweiten Viertel vorentscheidend und im vierten Viertel final ab, bis der 44:21-Auswärtserfolg feststand. Genau wie der Tabellenführer der GFL Nord, die Dresden Monarchs, sind die Potsdamer ungeschlagen, haben aber ein Spiel weniger ausgetragen. In der AFLE waren Berlin Thunder bei Rhein Fire in Duisburg zwei Viertel lang auf Augenhöhe, sie führten zur Halbzeit 22:20. Nach der Pause legte der Gastgeber aber zu und drehte die Partie zum 45:36 für Rhein Fire.
Nosková siegt in Berlin
Beim Berlin Tennis Open am Hundekehlesee in Grunewald heißt die Siegerin 2026 Linda Nosková. Obwohl sich am 21. Juni das Finale gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula wegen Sturm und Wolkenbrüchen um Stunden verzögerte, blieb die Tschechin nervenstark und gewann mit 6:4, 4:6 und 6:3 das Berliner Rasen-Turnier der WTA-500-Serie, das zur Vorbereitung auf Wimbledon dient. So auch für die 47-jährige Serena Williams, die in Berlin im Doppel mit Karolína Muchová allerdings gleich in Runde eins scheiterte, in Wimbledon aber erneut mit ihrer Schwester Venus startet.
DTM auf dem Lausitzring
Am 20. und 21. Juni war die DTM wieder auf dem Lausitzring zu Gast. Am Samstag siegte Ben Dörr (McLaren), nachdem der eigentlich vor ihm platzierte Marco Mapelli (Red Bull) eine Zeitstrafe wegen Geschwindigkeitsübertretung bei gelber Flagge erhalten hatte. Am nächsten Tag landete Dörr nur auf Rang 16, es siegte Matteo Cairoli (Emil Frey Racing), der damit die Führung in der Gesamtwertung vor Maro Engel und Lucas Auer (beide Mercedes) übernahm.
Die Staffel steht fest
Die HG Saarlouis kennt ihre Gegner für die Saison 2026/27 in der 3. Handball-Liga. Wie die Spielkommission des Deutschen Handballbundes (DHB) bekanntgab, geht die Liga erneut mit vier Staffeln zu je 16 Mannschaften an den Start. Die Saarländer treten weiterhin in der Staffel Südwest an und bekommen es dabei mit einer Mischung aus bekannten Rivalen und neuen Gegnern zu tun. Zu den Konkurrenten der HGS zählen der Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein, Aufsteiger HV Vallendar sowie die S3L Handball Leutershausen, die aus der Südstaffel wechselt. Komplettiert wird die Staffel durch das HLZ Friesenheim-Hochdorf II, die Bergischen Panther, die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, die HSG Hanau, die HSG Rodgau Nieder-Roden, den Longericher SC Köln, den TSV Bayer Dormagen II, den TuS Opladen, den TV Gelnhausen, den TV Kirchzell, die TSG Münster und Interaktiv.Handball.
Bittere Niederlage
Die Saarland Hurricanes haben in der German Football League eine 6:48-Niederlage bei den ifm Razorbacks Ravensburg kassiert. Dabei wurde die Partie früh von einer schweren Hypothek geprägt: Der erst wenige Tage zuvor verpflichtete Quarterback Jaylen Tregle verletzte sich im zweiten Viertel und konnte nicht weiterspielen. Die Canes hielten in der Anfangsphase noch gut mit, verpassten es jedoch mehrfach, aussichtsreiche Angriffe in Punkte umzumünzen. Ravensburg zeigte sich dagegen äußerst effizient und zog bis zur Halbzeit auf 34:0 davon. Nach dem Ausfall von Tregle musste Runningback Allen Jonczyk zwischenzeitlich als Quarterback aushelfen, was zahlreiche Umstellungen im Team nach sich zog. Im Schlussviertel gelang den Saarländern zumindest noch der Ehrentreffer. Joshua Youngblood leitete den einzigen Touchdown der Hurricanes ein. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte die Mannschaft bis zum Schluss Einsatzbereitschaft und Kampfgeist. Für die Saarländer bleibt nun zu hoffen, dass Tregle nicht länger ausfällt. Am 27. Juni geht es dann gegen die Düsseldorf Panther weiter.
Saarlouis Royals
Kaderplanung läuft
Die Kaderplanung bei den Saarlouis Royals schreitet voran. Inzwischen haben acht Spielerinnen einen aktiven Vertrag für die kommende Spielzeit. Neben mehreren Vertragsverlängerungen präsentierte der Basketball-Bundesligist zuletzt drei Neuzugänge. Den Grundstein für den neuen Kader bildet Nationalspielerin Emma Eichmeyer, die den Royals erhalten bleibt. Ebenfalls verlängert haben die finnische Nationalspielerin Elina Koskimies, die Litauerin Egle Zabotkaite sowie US-Spielerin Jordyn Jenkins. Auch die regionalen Talente Marie Simon und Gloria Kunisch bleiben an Bord und sollen über Zweitlizenzen zusätzliche Spielpraxis sammeln. Als ersten Neuzugang verpflichteten die Royals die deutsch-französische Flügelspielerin Mariam Haslé-Lagemann vom Ligakonkurrenten Nördlingen. In den vergangenen Tagen folgten weitere Verstärkungen: Die lettische Point Guard Elizabete Bulane soll auf der Spielmacherposition Verantwortung übernehmen, während die erfahrene US-Amerikanerin Oliana Squires den Kader auf der Guard-Position ergänzt. Die 28-Jährige bringt internationale Erfahrung sowie Führungsqualitäten mit. Weitere Personalentscheidungen sollen in den kommenden Wochen folgen.
106 Medaillen für das Saarland
Die saarländischen Athletinnen und Athleten haben bei den Special Olympics Nationale Spiele im Saarland insgesamt 106 Medaillen gewonnen. Unter den 230 Teilnehmenden aus dem Saarland holten die Sportler 32 Gold-, 39 Silber- und 35 Bronzemedaillen. Insgesamt waren bei den Spielen 4.300 Athleten in 27 Sportarten am Start. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) gratulierte zu den Erfolgen und betonte, die Athleten hätten mit ihren Leistungen gezeigt, „was mit Talent, Ausdauer und Leidenschaft möglich ist“. Sie seien „echte Aushängeschilder unseres Landes“. Auch Sportminister Reinhold Jost würdigte die Leistungen. Der Medaillengewinn sei das Ergebnis von „großem Engagement, Disziplin und sportlichem Ehrgeiz“ und stehe zugleich für die Werte der Special Olympics wie Fairness, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe. Die erfolgreichen Sportler hätten gezeigt, „welche Kraft im Sport steckt“.