Pro League in Berlin
Vom 23. bis 28. Juni bewunderten Berliner Feldhockey-Fans männliche und weibliche Nationalteams der absoluten Weltklasse. Beim Abschluss der FIH Pro League auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Zehlendorf waren zwar für beide deutsche Teams Platz eins und die vorzeitige Olympia-Qualifikation schon nicht mehr erreichbar. Bei den Männern siegte Belgien, bei den Frauen die Niederlande. Aber als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Belgien vom 15. bis 30. August waren die je vier Spiele sehr geeignet. Die Männer schlugen Argentinien 2:1 und nach 4:4 im Shootout, Spanien nach 3:3 im Shootout, unterlagen den Spaniern zum Abschluss aber 2:5 und wurden Sechste. Die Frauen bezwangen Irland 2:0 und 3:1 sowie China 2:1 und 5:1. Sie landeten auf Rang fünf.
Füchse Berlin
„Hammer-Gruppe“
Nach der Gruppen-Auslosung der Handball-Champions-League vergangene Woche Freitag stand fest: Die Füchse bekommen es in Gruppe A mit One Veszprem HC (Ungarn), dem FC Porto (Portugal) und Partizan Belgrad (Serbien) zu tun. Geschäftsführer Bob Hanning: „Eine Hammer-Gruppe! Für die Fans ist es wohl das Attraktivste, was hätte ausgelost werden können.“ Anders als bisher wird nun mit 24 Teams in sechs Vierergruppen gespielt, von denen die jeweils beiden Erstplatzierten die Hauptrunde erreichen, während die restlichen Teams in der European League weiterspielen. Die Hauptrunde umfasst zwei Sechsergruppen, die jeweils ersten vier erreichen das Viertelfinale. Für geraume Zeit werden die Füchse allerdings auf Rückraumspieler Nils Lichtlein verzichten müssen. Er unterzog sich erst ein halbes Jahr nach einer Verletzung einer Operation am linken Fuß.
Niederlage im Spitzenspiel
Im Berliner Mommsenstadion hat der Schiedsrichter am 27. Juni die GFL-Begegnung zwischen den Berlin Rebels und den Hildesheim Invaders abgesagt. Bei 41 Grad sei die Gesundheit der Spieler gefährdet. Auch im Potsdamer Sportpark Luftschiffhafen stand das Spitzenspiel der beiden ungeschlagenen Teams der GFL Nord zwischen den Potsdam Royals und den Dresden Monarchs lange auf der Kippe. Als es losging, führten schnell die Monarchs, die Royals trugen den anschließenden Kick-off sofort selbst zum Touchdown zurück. Beim amtierenden Meister aus Potsdam kam bis zur Pause nicht mehr viel, Dresden legte ein Field Goal und einen Touchdown nach. Nach der Pause kämpften sich die Royals noch einmal zurück, mussten aber schließlich eine 22:24-Niederlage quittieren.
DEL-Spielplan steht
Der Deutsche Meister eröffnet die neue DEL-Saison. Am 17. September treffen die Eisbären Berlin in der Uber Arena auf die Straubing Tigers. Der Rest der Liga zieht erst am nächsten Tag nach. Für die Berliner folgen dann zwei Auswärtsspiele: beim Finalgegner der letzten Saison Adler Mannheim und bei den Kölner Haien. Zurück in der Liga sind nach ihrem Aufstieg die Krefeld Pinguine.
Mittelblock gestärkt
Von der französischen Mittelmeerküste nach Berlin. Von Arago de Sète zu den Berlin Recycling Volleys. Der 27-jährige Nicolás Zerba sagt: „Ich weiß, wie hoch die Ansprüche hier sind. Mit dem Wechsel wird für mich auch der Traum wahr, in der Champions League zu spielen.“ Der 2,04 Meter große Argentinier unterschrieb in Berlin für ein Jahr. Nach Zerba, Florian Krage-Brewitz und Louis Kunstmann soll aber noch ein vierter Mittelblocker gefunden werden. Im Achtelfinale des DVV-Pokals müssen die BR Volleys am 7. oder 8. November bei den Helios Grizzlys Giesen um Trainer Markus Steuerwald antreten, der eben noch die Berliner zum 16. Titel geführt hatte.
Niederlage ohne Zuschauer
Die Saarland Hurricanes haben in der German Football League (GFL) die große Überraschung knapp verpasst. Unter außergewöhnlichen Bedingungen ohne Zuschauer im Ellenfeldstadion – der Verein hatte den Spielbetrieb wegen angekündigter Temperaturen von bis zu 40 Grad für Fans bereits frühzeitig abgesagt – unterlagen die Saarländer den Düsseldorf Panthers mit 14:16.
Die Hurricanes erwischten dabei den eigentlich besseren Start. Quarterback Jaylen Tregle führte sein Team früh übers Feld, Kai Frick fing einen 23-Yard-Touchdown-Pass zur 7:0-Führung. Auch defensiv überzeugten die Gastgeber aus dem Saarland zunächst auf ganzer Linie: Marco Theisinger und Malcolm Washington fingen jeweils eine Interception, insgesamt zwang die Defense Düsseldorfs Quarterback Florian Ferizi zu drei Ballverlusten. Dennoch blieb es zur Pause bei der knappen Führung.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann allerdings. Ein Fumble von Joshua Youngblood tief in der eigenen Hälfte ermöglichte Düsseldorf den ersten Touchdown und die damit verbundene 8:7-Führung nach erfolgreicher Two-Point-Conversion. Wenig später erhöhten die Gäste mit einem weiteren Touchdown und erneut erfolgreicher Conversion auf 16:7. Die Hurricanes gaben nicht auf und kämpften sich noch einmal zurück. Gabriel Cunningham brachte als Quarterback neuen Schwung, ehe Joshua Youngblood einen 50-Yard-Touchdown-Pass zum 14:16 fing. Für die Wende reichte es jedoch nicht mehr. Trotz drei Interceptions und mehr Raumgewinn (212:199 Yards) mussten sich die Saarländer dem Favoriten am Ende knapp geschlagen geben. Entscheidend waren am Ende der Ballverlust im dritten Viertel und die beiden erfolgreichen Two-Point-Conversions der Panthers.
Am 5. Juli geht es für die Saarländer zu den Braunschweig Lions. Die Partie startet um 13 Uhr im dortigen Eintracht-Stadion.
Auf in die Bundesliga
Die neu gegründete SG Saar-Mosel hat den Sprung in die U18-Basketball-Bundesliga (WNBL) der Frauen geschafft. Die Spielgemeinschaft der SG Saarlouis-Dillingen sowie der Trierer Vereine MJC und Trimmelter SV sicherte sich beim Qualifikationsturnier in Bamberg mit einem 59:56 nach Verlängerung gegen den ASC Theresianum Mainz das Ticket für die höchste deutsche Nachwuchsliga. Zuvor hatte die Mannschaft den ASC Göttingen mit 79:41 und Bamberg mit 74:56 bezwungen. Die einzige Niederlage kassierte das Team beim 62:70 gegen die ChemCats Chemnitz, die sich ebenfalls für die WNBL qualifizierten. Zu den Leistungsträgerinnen zählten unter anderem Sophie Holzmann von der SG Saarlouis-Dillingen sowie die Triererin Leni Sittmann, die mit durchschnittlich 19 Punkten beste Werferin des Turniers war. Nach dem direkten Wiederabstieg des Vorgängerteams 2021/22 soll sich die neue SG Saar-Mosel nun dauerhaft in der Nachwuchs-Bundesliga etablieren.
Mehr Sport-Großevents
Das Saarland will künftig verstärkt nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen ausrichten. Sportminister Reinhold Jost (SPD) kündigte im Landtag eine neue Förderlinie an, mit der unter anderem Welt- und Europameisterschaften sowie Champions-League-Wettbewerbe unterstützt werden sollen. Die Förderrichtlinie befindet sich derzeit in der Abstimmung mit dem Landesrechnungshof. Als Vorbild nannte Jost die Special Olympics Nationalen Spiele, die jüngst mit 4.300 Athletinnen und Athleten in 27 Sportarten an 23 Austragungsorten stattfanden. „Wir können groß im Saarland“, sagte der Minister. Künftig sollen auch grenzüberschreitende Veranstaltungen in der Großregion gefördert werden. Kritik kam von der CDU. Patrick Waldraff warnte trotz des Erfolgs der Special Olympics vor den anhaltenden Problemen im Breitensport. „Der Saar-Sport ist strukturell unterfinanziert“, sagte er und verwies auf finanzielle Engpässe vieler Verbände sowie den Rückgang des Ehrenamts.