Wolfram Herzog (52)
Maschinenbaufirma Herzog | Neunkirchen
Schrauben, die man in keinem Baumarkt finden kann, Spezialanfertigungen von Gewinden als Einzelstück oder Sonderaufträge in Metall, Gusseisen, Edelstahl oder Baustahl: für all das ist Wolfram Herzog mit seiner denkmalgeschützten Metallbauwerkstatt der richtige Ansprechpartner. „Mein Großvater Philipp hat die Firma 1929 gegründet. Schon als Kind haben mich Kreissägen, Drechselbänke und Hobelmaschinen fasziniert, an denen mein Opa gearbeitet hat.“ Kein Wunder, dass Wolfram Herzog ausgebildeter Dreher und Fräser ist, sich bis heute den „Schaff-Juppen“ seines Großvaters überzieht und selbst an den rund 30 Maschinen arbeitet. Die Älteste stammt aus dem Jahr 1870, die jüngste von 2003. „Einschweißmuffen und Thermostatfühlertaschen für Erdgasleitungen sind momentan die Renner, die ich mal als Einzelteile anfertige oder als Serie bis zu 100 Stück.“ In der Werkhalle scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. „Nach dem Tod meines Großvaters 1981 habe ich viele Maschinen restauriert. Es macht mich stolz, dass ich an Maschinen arbeiten kann, die mein Großvater teils aus Ersatzteilen zusammengebaut hat und die bis heute funktionieren. 2010 wurde der Betrieb unter Denkmalschutz gestellt, zusammen mit dem VW-Pritschenwagen, Baujahr 1959. Sonntags in der Früh’ zockele ich manchmal langsam über die Landstraßen und denk an meinen Großvater.“