Theaterpreis
Wehlisch und Head ausgezeichnet
Den Helene-Weigel-Theaterpreis erhält in der Spielzeit 2025/26 die Schauspielerin Kathrin Wehlisch, den Nachwuchspreis bekommt Jules Head. Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt außergewöhnliche künstlerische Leistungen am Berliner Ensemble (BE) und wird bereits zum fünften Mal durch den Freundeskreis des Berliner Ensembles vergeben, der Nachwuchspreis mit 2.500 Euro Preisgeld wurde zum zweiten Mal ausgelobt. Beide Preise sind eine Hommage an Helene Weigel, die als Schauspielerin und langjährige Intendantin das Berliner Ensemble nachhaltig geprägt hat. Die Jury würdigt Kathrin Wehlischs „eigenständiges und unverwechselbares künstlerisches Profil“, das sie in der Regie von Barrie Kosky zeigte. „Seit fast zehn Jahren prägt Kathrin Wehlisch das Haus als festes Ensemblemitglied in besonderer Weise auf und hinter der Bühne. Exemplarisch zeigt sich ihre Einzigartigkeit in der Spielzeit 2025/26 in der Rolle des Josef K. Ihr gelingt es, die erschütternde Tragik dieser Figur ebenso wie ihre groteske Komik mit großer Intensität erfahrbar zu machen. Mit außergewöhnlicher körperlicher Präsenz entfaltet sie einen eindringlichen Überlebenstanz zwischen Aberwitz und existenzieller Schwere und eröffnet eine radikal neue Kafka-Lesart“, heißt es in der Begründung der Jury.
Dieter Sturm ist tot
Dieter Sturm ist nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Das teilt die Schaubühne mit. Sturm hat die Schaubühne 1962 mitgegründet und deren künstlerische Arbeit als Chefdramaturg über drei Jahrzehnte geprägt. „Seine Neugier, sein unerschöpfliches Wissen nicht nur um die Ursprünge und die Geschichte des Theaters, sondern auch um dessen politisch-gesellschaftliche Wirkung haben den Weg unseres Theaters zu einer der führenden deutschsprachigen Bühnen möglich gemacht. Auch in den ersten Jahren der Laufbahn von Thomas Ostermeier in der Baracke des Deutschen Theaters war Dieter Sturm ein wichtiger Berater und Mentor des jungen Teams. Seinem Credo, dass das Theater die gesellschaftliche Wirklichkeit reflektieren und kritisch begleiten muss, fühlen wir uns verpflichtet“, schreibt das Leitungsteam der Schaubühne. Sturm wurde 1936 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte in Berlin, leitete das Studententheater der Freien Universität. 1995 ging er ans Deutsche Theater.
Kulturverführung vom 17. Juli 2026
Bibliothek: „Langeweile in den Sommerferien gibt es bei uns nicht!“ Das verspricht das Team der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda. Bis zum 19. August gibt es dort unter anderem Buch- und Kreativwerkstätten, ein Ferienjournal mit Illustratorin Lisa Vasvari, Schach für Kinder und Jugendliche, ein Mario-Kart-Turnier, Straßenmalkunst, ein Bilderbuchkino, eine Lego-Roboter-Werkstatt und einen Workshop zum Lieblingsbuch. Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda, Frankfurter Allee 14a, 10247 Berlin, Informationen: www.berlin.de/stadtbibliothek-friedrichshain-kreuzberg/bibliotheken/bezirkszentralbibliothek-pablo-neruda
Museum: Auch das Museum für Kommunikation sorgt dafür, dass es in den Ferien nicht langweilig wird. Von Zaubertricks und streng geheimen Botschaften über die Entwicklung eines eigenen Comics und sogenannte Snail-Mails bis zum Basteln von Fahrrad-Reflektoren und Pop-up-Postkarten: Das Sommerferien-Programm im Museum steckt voller kreativer Mitmach-Ideen. Bis zum 20. August können Kinder von fünf bis zwölf Jahren dienstags bis donnerstags unter Anleitung erfahrener Museumspädagoginnen basteln, tüfteln und entdecken. Unter anderem gibt es diese Kurse: „Sockenmonster: Einsame Einzelsocken als freundliches Knuddeltier“, „Alles, was fliegt: Fledermäuse, Vögel, fliegende Fische aus federleichtem Material“, „Vom Meer in die Stadt: Strandgut und Sandbilder“ und „Die Sprache der Steine. Hühnergötter und Glücksbringer bemalen.“ Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin, Informationen: www.mfk-berlin.de/ferienprogramm
Kunst: Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene sind eingeladen, auf der Kunstwiese im Park Sanssouci ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. „Die vielfältigen Parkanlagen und historischen Bauwerke bieten eindrucksvolle Motive für selbst geschaffene Kunstwerke“, locken die Veranstalter. Künstlerinnen und Künstler mit Mal- und Zeichenmaterial erwarten die Teilnehmenden und unterstützen sie auf Wunsch beim künstlerischen Tun. Interessierte können einfach vorbeikommen und sich einen der Plätze sichern. Die Teilnehmenden sollten sich etwas zum Essen und Trinken und, wenn gewünscht, auch eigene Malmaterialien mitbringen. Gemalt und gezeichnet wird bis zum 13. September jeweils samstags und sonntags ab 13 Uhr. Treffpunkt ist beim Café am Kastanienwäldchen. Kunstwiese im Park Sanssouci, Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam.
Kino: Bis zum 28. August läuft das Arte-Sommerkino. Die Yorck-Kinogruppe präsentiert im Freien mit Panoramablick in Richtung Potsdamer Platz täglich ab 21.30 Uhr eine bunte Filmauswahl. Einlass ist eine Stunde vor Beginn. Kulturforum, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz/Matthäikirchplatz, 10785 Berlin, Informationen: www.yorck.de/kinos/sommerkino-kulturforum Martin Rolshausen