Generalproben
Vor dem Start der Regionalliga Nordost 2026/27 an diesem Wochenende absolvierten vier der fünf Berliner Vertreter ihre letzten Testspiele. So kam der BFC Dynamo, der am Freitag bei Rot-Weiß Erfurt die Saison beginnt, zu einem 2:0-Erfolg über den Berliner AK (Oberliga) – Rogero und Dadashov trafen für den Favoriten aus Hohenschönhausen. Ordentlich verkaufte sich die VSG Altglienicke anlässlich ihrer Generalprobe bei RB Leipzig: Die Hauptstädter, die am ersten Spieltag beim Mitfavoriten Erzgebirge Aue antreten, mussten sich dem Bundesligisten nur knapp mit 1:2 (Tor: Nietfeld) geschlagen geben. Der BFC Preussen (zum Auftakt gegen RSV Eintracht) glänzte bei Werder Bremen II mit einem 5:0-Sieg, und der SV Tasmania absolvierte gleich drei Tests binnen fünf Tagen: gegen die Füchse (3:2), Germania Schöneiche (4:3) und BK Olympic Malmö (3:4) – der Neuling startet am Samstag beim 1. FC Magdeburg II. Hertha BSC II kam dagegen vor dem Spiel gegen Chemnitz wegen einer Absage aufgrund einer Unwetterwarnung nicht mehr zur Generalprobe.
Wechsel in der Oberliga
Nach drei Vizemeisterschaften in Folge hat der Kader von Lichtenberg 47 (NOFV-Oberliga Nord) bei bislang zehn Abgängen und neun Neuen ein neues Gesicht. Zuletzt kam mit Postelt (Babelsberg) ein Spieler aus der Regionalliga – Bateman, Hinze (Rathenow), Capoano (Hertha 03), Günay (Tasmania) und Jagatic (Halle 96) verfügen alle über Oberligaerfahrung. Ungewisser sieht die Situation beim Bezirksrivalen SV Sparta aus: Dem Exodus erfahrener Kräfte stand vergangene Woche mit Özkaya (Makkabi) nur ein Neuzugang gegenüber, sodass nur 15 Feldspieler zur Verfügung standen. Tennis Borussia hat mit Halimi und Sey (Ziel bei beiden noch unbekannt) zwei weitere Offensivkräfte abgegeben, muss aber hinsichtlich der Kompensation mit dem Geld haushalten – dazu sorgt die Verletzung von Verteidiger Kolobaric für Kopfzerbrechen. Bei „Ortsnachbar“ TuS Makkabi stimmt das Gleichgewicht (vier Neue, acht Abgänge) auch noch nicht: Akogo (Neustrelitz), Mohammadi (Schwerin) und Schmüser (Sparta) kommen aber immerhin von bisherigen Ligakonkurrenten.
Ex-Profi für „Tas“?
Kurz vor dem Start in die neue Spielzeit war die Transfertätigkeit bei den Vertretern der Regionalliga Nordost doch spürbar rückläufig. Die VSG Altglienicke vermeldete nur noch den Abgang von Jonas Weik, der sich nach einem halben Jahr dem Regionalligisten VfR Mannheim anschloss. Hertha BSC II sicherte sich die Dienste von Mittelstürmer Yannick Müller, der aus der U19 des SSV Ulm wechselt –
mit Strasner (Lok Leipzig) und Trus (Magdeburg II) verlassen im Gegenzug noch zwei Youngster die „Bubis“ zu Ligakonkurrenten. Der SV Tasmania sucht dazu nach der Fußverletzung von Pedro Cruz Magalhaes einen Ersatz für den Torjäger – so wurde unter anderem Erich Berko (31, vereinslos) getestet, der Ex-Profi bringt es auf 271 Einsätze in der 2. und 3. Liga (unter anderem Dresden, Darmstadt, Halle). Fest verpflichtete der Neuling dagegen bereits Burak Alabas – der 23-jährige Mittelfeldspieler spielte zuletzt für TS Neckarsulm (Oberliga B-W).
1. FC Union Frauen
Sahlmann bleibt in Berlin
Mit den Verpflichtungen von Janssens (Hoffenheim), Gräwe (Frankfurt), Smolarczyk (Wolfsburg), Veit (Frankfurt) und Egli (Freiburg) haben die Frauen des 1. FC Union bislang fünf Neuzugänge für die Saison 2026/27 vorgestellt, aber auch sieben Spielerinnen abgegeben. Dazu hat der Bundesligist noch in Trainerteam und Staff nachgebessert –
beim Turnier in Jena spielten die Köpenickerinnen am Wochenende gegen Sparta Prag und den FC Carl Zeiss jeweils 0:0. Viktoria Berlin will 2026/27 den Aufstieg in die Frauen-Bundesliga schaffen: Dazu stellte der Zweitligist mit Isabelle Knipp aus Jena eine neue sportliche Leiterin vor. Ihr folgten mit Etzold, Ihlenburg und Reuter drei Spielerinnen an die Spree – außerdem sind auch Bantle (Bochum), Fürst (Essen), Meyer (HSV) und Polaskova (Nürnberg) neu bei den Himmelblauen. Aufsteiger Hertha BSC konnte neben Hellwig (Magdeburg) und Hornschuch (Neapel) auch Henrike Sahlmann von Viktoria verpflichten. Ein Test der beiden Berliner Zweitligisten endete dabei am Sonntag mit einem 1:0 für die Favoritinnen.
Regensburg verpflichtet Hobsch
Der SSV Jahn Regensburg hat Patrick Hobsch verpflichtet. Der 31 Jahre alte Mittelstürmer kommt vom TSV 1860 München und unterschrieb einen Vertrag bis 2028. Sein Arbeitspapier bei den Löwen hatte durch den Zwangsabstieg seine Gültigkeit verloren, sodass Hobsch ablösefrei wechseln konnte.
Sportdirektor Alexander Schmalhofer bezeichnet den Angreifer als „sehr torgefährlichen und erfahrenen Mittelstürmer, der uns mit seinen Qualitäten, seiner Spielweise und seiner Persönlichkeit verstärken wird“. Hobsch absolvierte bislang 122 Drittliga-Spiele und war dabei an 42 Treffern beteiligt. Für 1860 erzielte er in den vergangenen beiden Spielzeiten in 82 Pflichtspielen 28 Tore und bereitete elf weitere vor.
„Nach den persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich es unbedingt machen will“, erklärt Hobsch. Nun wolle er die Mannschaft schnell kennenlernen und sich integrieren. Nach David Philipp ist er bereits der zweite Spieler, der in diesem Sommer von München nach Regensburg wechselt. Sein Pflichtspieldebüt könnte Hobsch im Landespokal gegen die SG Breitenberg/Sonnen geben.
1860 vorerst mit historischem Wappen
Nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga wird der TSV 1860 München zunächst nicht mit seinem bekannten Löwen-Wappen auflaufen. Stattdessen greift der Verein auf ein historisches Emblem zurück, das bereits zwischen 1899 und 1911 verwendet wurde. Das ovale Logo in Blau, Weiß und Lila trägt die Aufschrift „FA 1860“, wobei die beiden Buchstaben für Fußballabteilung stehen.
Grund für die ungewöhnliche Änderung sind offene Fragen rund um die Marken- und Nutzungsrechte. Der eingetragene Verein besitzt zwar die Rechte an Namen und Logo, die kommerziellen Vermarktungsrechte liegen jedoch weiterhin in Strukturen, die mit dem früheren Investor Hasan Ismaik verbunden sind. Um mögliche rechtliche Streitigkeiten zu vermeiden, setzt die neu gegründete Spielbetriebs-GmbH deshalb vorübergehend auf das historische Wappen. Auch die Spielkleidung wird sich zunächst deutlich vom gewohnten Erscheinungsbild unterscheiden. Sowohl die Regionalliga-Mannschaft als auch die zweite Mannschaft sollen in einem schlichten weißen Übergangstrikot ohne Ausrüsterlogo antreten. Auf der Brust ist lediglich das historische Emblem zu sehen.
Mockenhaupt wechselt in die sechste Liga
Nach seinem Abschied vom SV Wehen Wiesbaden setzt Sascha Mockenhaupt seine Laufbahn im Amateurfußball fort. Der 34 Jahre alte Innenverteidiger wechselt zur SG Hüffelsheim-Niederhausen in die Verbandsliga Südwest. Sein Vertrag beim SVWW war nach der vergangenen Saison nicht mehr verlängert worden.
Mockenhaupt bestritt 353 Pflichtspiele für Wiesbaden und ist damit Rekordspieler des Vereins. Nun habe er eine „regional fahrbare Lösung“ gefunden, auch wenn er Hüffelsheim zunächst auf der Landkarte suchen musste. „Ich habe richtig Bock auf Hüffelsheim, auf und neben dem Platz“, sagt der Verteidiger.
Regionalliga
Homburg verstärkt sich
Der FC 08 Homburg hat seinen Kader mit vier Neuzugängen verstärkt. Besonders viel Erfahrung bringt Julian Günther-Schmidt mit. Der 31 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler kommt von Erzgebirge Aue und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. In seiner Laufbahn bestritt der gebürtige Pforzheimer unter anderem 236 Drittliga-Partien, in denen ihm 40 Tore gelangen. Hinzu kommen vier Bundesliga-Einsätze für den FC Augsburg und eine Zweitliga-Partie für den FC Ingolstadt.
Für die Offensive verpflichteten die Homburger zudem Emir Kuhinja und Jacob Roden. Kuhinja spielte zuletzt für Beroe Stara Sagora in Bulgarien und erhält einen Vertrag bis 2027. Trainer und Sportlicher Leiter Roland Seitz kennt den 24-Jährigen aus Freiberg: „Emir kenne ich bereits aus meiner Zeit beim SGV Freiberg und habe ihn dort als sehr guten jungen Spieler mit einer starken Einstellung kennengelernt.“ Nach mehreren Verletzungen soll der Angreifer in Homburg wieder Fuß fassen.
Roden wechselt vom Oberligisten TSV Schott Mainz zum FCH. Der 24-Jährige erzielte in der vergangenen Saison fünf Tore und bereitete zwei weitere vor. Sein Vertrag läuft bis 2028. Die vierte Verstärkung ist Linksverteidiger Jan Erik Eichhorn vom FSV Frankfurt. „Er ist auf der linken Seite beheimatet, kennt die Liga bestens und bringt die Erfahrung mit, um uns auf dieser Position weiterzuhelfen“, sagt Seitz über den 24-Jährigen, der bereits knapp 100 Regionalliga-Spiele absolviert hat.