Conny Hennig
Glaskünstlerin | Pankow
Eigentlich suchte Conny Hennig nur nach einem Geburtstagsgeschenk für ihren Mann. Sie ahnte nicht, dass das ihr Leben verändern würde. Auf der Website einer Glaskünstlerin entdeckte sie für den passionierten Segler schließlich eine Welle mit Booten aus geschmolzenem Glas. Das Glasfusing-Kunstwerk gefiel ihr so gut, dass sie sich zu einem Crashkurs im Glasbrennen anmeldete. Absolutes Neuland für die zahlenaffine studierte Ökonomin. Conny Hennig arbeitete unter anderem bei der Treuhand und später viele Jahre im Controlling und Wertpapiergeschäft einer Bank. „Nach 38 Jahren im Hamsterrad“ war für sie Zeit für einen Neuanfang. Zwischen Stiften stehen heute Pinsel, Glasschneider, Brech- oder Gröselzangen auf ihrem Arbeitstisch. In der Ecke der Brennofen. Bei schönem Wetter sitzt sie mit dem iPad im Garten, macht Entwürfe oder erledigt ihre Buchhaltung. Am liebsten arbeitet sie mit Bullseye-Glas aus dem US-amerikanischen Portland. Für sie ein faszinierendes Material, fragil und stabil zugleich, das bei Temperaturen bis zu 800 Grad geschmolzen wird. Inzwischen ist sie eine feste Größe in Berlins Glaskünstler-Szene. Ihre Werke, darunter Fensterbilder, Glasdeko oder Schmuck, verkauft sie auf Märkten der Hauptstadt, etwa auf dem renommierten Kunstmarkt auf der Museumsinsel. Einen wichtigen Platz hat weiterhin die gläserne Welle mit Booten, mit der alles begann. Instagram: Connyhennig.berlin