BFC mit Dreier
Am 2. Spieltag der Regionalliga Nordost erkämpfte sich der BFC Dynamo nach der Auftaktpleite in Erfurt (1:4) einen wichtigen 2:0-Sieg gegen Chemie Leipzig. Dabei stand die Partie aufgrund des Einsatzes von Pyrotechnik in der ersten Halbzeit sogar am Rand eines Abbruchs. Auf dem Platz mussten die Berliner erst schwierige Phasen überstehen, hatten dann aber durch Dadashov (71.) und Fritzsche (81.) das bessere Ende für sich. Der Dreier dürfte dabei auch im Hinblick auf die weitere englische Woche mit Spielen in Aue und gegen Zwickau helfen. Neuling SV Tasmania blieb dazu gegen den FC Erzgebirge vor vollem Haus (3.000 Zahlende zum ersten Regionalligaspiel im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark) beim 0:2 erneut ohne Punktgewinn, und auch der BFC Preussen hatte in Chemnitz (0:3) deutlich das Nachsehen. Das Duell zwischen der VSG Altglienicke und Hertha BSC II musste nach ergiebigen Regenfällen abgesagt werden – das frisch verlegte Grün am VSG-Ausweichstandort in Fürstenwalde zeigte sich angesichts vieler Pfützen als nicht bespielbar.
Bezirkspokale entschieden
Eine lange Tradition haben die Bezirkspokale, die im Sommer vielen Amateurclubs attraktive Duelle gegen lokale Konkurrenz bieten. Den „Exer-Pokal“ in Pankow gibt es bereits seit 1951 – in einer Neuauflage des Endspiels vom Vorjahr musste sich hier Ausrichter SG Rotation (Bezirksliga) am Sonntag erneut Titelverteidiger Pfeffersport (Landesliga) beugen. Nach torlosen 90 Minuten fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen (4:5) – Platz 3 ging an den SV Buchholz (6:3 gegen Borussia Pankow). Das Finale um den Spandauer Bürgermeister-Pokal bestritten zum vierten Mal in Folge der SC Staaken und die Spandauer Kickers (beide Berlin-Liga): Bevor zunächst der SCS zweimal die Oberhand behielt, konnten am Sonntag die Kickers ihren Titel von 2025 verteidigen (4:2 im Elfmeterschießen) – Rang 3 sicherte sich SSC Teutonia gegen SF Kladow (6:1). Den Neuköllner Stadt-und-Land-Pokal holte der TSV Rudow II (2:1 gegen BSV Hürtürkel II), das kleine Finale entschied NFC Rot-Weiß mit 2:1 gegen Tasmania II für sich.
Viktoria mit Startsieg
Die „Mission Bundesligaaufstieg“ hat für die Frauen von Viktoria Berlin verheißungsvoll begonnen. Am 1. Spieltag der 2. Liga gewannen die „Himmelblauen“ bei der TSG Hoffenheim II mit 3:1. Aneta Polaskova und Christin Meyer hatten Viktoria mit ihren Treffern jeweils zu Beginn der Halbzeiten mit 2:0 auf die Siegerstraße gebracht, nach dem Anschluss der TSG-Reserve wurde es noch einmal spannend. Erst „Jokerin“ Leyila Aydin sorgte kurz vor Spielende für Gewissheit. Für das Team von Trainer Miren Catovic geht es am Sonntag weiter mit dem Heimspiel gegen den VfL Bochum – er dürfte dabei im Vorfeld auf Informationen von Hertha BSC gehofft haben. Der Aufsteiger gastierte schließlich am vergangenen Sonntag im Revier – musste aber bei der 0:3-Niederlage gleich erstes Lehrgeld bezahlen. Für die „Westend Girls“ geht es allerdings auch nur um den (möglichst sicheren) Klassenerhalt: Im Duell mit dem 1. FC Köln II am Sonntag soll es aber nun Zählbares geben.
Oberliga Nord
Letzte Tests
Vor dem Start der NOFV-Oberliga Nord in die Saison 2026/27 an diesem Wochenende zeigten sich einige Berliner Vertreter bei ihren Generalproben gut in Form. So fertigte TuS Makkabi (Coleman und Blessing trafen doppelt) Viktoria ebenso glatt mit 6:0 ab wie Eintracht Mahlsdorf (Rupp gleich dreimal erfolgreich) den TuS Sachsenhausen. Auch Tennis Borussia gestaltete seine Generalprobe gegen Türkspor siegreich (4:2 – Neuzugang Meißner mit Doppelpack), Aufsteiger Füchse (Tore: Ngah, Sunday, Klemme) bezwang dazu den SC Charlottenburg mit 3:2. Ebenfalls einen Sieg fuhr der Berliner AK (3:1) bei Preussen Eberswalde ein, während der SV Sparta nach einigen hohen Testspielsiegen zum Abschluss der Vorbereitung mit 1:2 gegen den VfB Krieschow unterlag. Auch der FC Hertha 03 patzte: Die Zehlendorfer (Tore: Yildirim, Plumpe) verloren auf eigenem Platz gegen Germania Halberstadt mit 2:3. Gar nicht zum Zug kam Lichtenberg 47: Der Test gegen den Berliner SC wurde zum Schutz des Rasens nach Regengüssen abgesagt.
Rostock verpflichtet Kiedl
Hansa Rostock hat seine Offensive mit Peter Kiedl verstärkt. Der 22 Jahre alte Mittelstürmer wechselt vom österreichischen Meister Sturm Graz an die Ostsee und erhält die Rückennummer 29. Angaben zur Ablöse und Vertragslaufzeit machte der Drittligist nicht. Kiedl durchlief die Nachwuchsmannschaften der Grazer und sammelte für deren zweite Mannschaft in 68 Zweitliga-Einsätzen 25 Scorerpunkte. Sein Bundesligadebüt gab der zweimalige österreichische U21-Nationalspieler in der Saison 2024/25. Zuletzt war er an den SV Ried verliehen, für den er in 20 Erstliga-Partien vier Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete. Hansas Sportchef Amir Shapourzadeh beschreibt den Neuzugang als „zweikampfstarken Wandstürmer“, der dem Angriff mit Wucht und Kopfballstärke zusätzliche Möglichkeiten eröffnen soll. Zudem arbeite Kiedl intensiv gegen den Ball und passe damit gut zur Rostocker Spielweise. Sein Debüt könnte der zehnte Hansa-Neuzugang bereits im Test gegen Borussia Mönchengladbach geben.
Wäschenbach nach Aachen
Alemannia Aachen hat Meiko Wäschenbach vom Zweitligisten Karlsruher SC verpflichtet. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschrieb am Tivoli einen Vertrag bis 2028, der eine Option auf eine weitere Saison enthält. Wäschenbach war Anfang 2025 vom 1. FC Köln nach Karlsruhe gewechselt, absolvierte für den KSC jedoch lediglich 13 Zweitliga-Partien. Hinzu kamen 15 Einsätze für die zweite Mannschaft. Beim 1. FC Köln hatte der frühere U18-Nationalspieler zuvor 37 Regionalliga-Spiele bestritten und mit der A-Jugend den DFB-Pokal gewonnen.
Aachens Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi beschreibt Wäschenbach als zweikampfstarken und technisch versierten Mittelfeldspieler, der auf mehreren Positionen im Zentrum eingesetzt werden könne. Trainer Mersad Selimbegovic lobt insbesondere dessen Ballsicherheit und Übersicht: „Meiko kann das Tempo einer Partie mitbestimmen.“ Wäschenbach ist der sechste Aachener Neuzugang für die neue Saison.
Abschiedsspiel
Im Sommer beendeten Hendrick Zuck und Manuel Zeitz jeweils ihre Profikarrieren und traten damit als Vereinslegenden beim 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saarbrücken ab. Ihre fußballerischen Anfänge sammelten beide beim SC 1910 Großrosseln, wo sie während eines Abschiedsspiels am 12. August um 18:30 Uhr nochmal verabschiedet werden. Beide sind miteinander in Großrosseln aufgewachsen. Gerade mal rund 150 Meter liegen zwischen den Elternhäusern der beiden, ihr Altersabstand beträgt nur elf Tage. Gemeinsam mit teils prominenten Weggefährten verabschieden sich Zuck & Zeitz nochmal von ihrem Heimatverein. Dabei treten sie gegen eine Legendenauswahl des SC Großrosseln an. Die 2.000 verfügbaren Tickets gibt es zu den regulären Öffnungszeiten im Clubheim Großrosseln und bei Ruhland Kallenborn in Ensdorf. Zudem wurde ein Online-Vorverkauf eingerichtet, der auf der Homepage und in den Social-Media-Kanälen des Vereins verlinkt ist. Sollten noch Tickets übrig sein, wird es eine Abendkasse geben. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 13 Jahre ist er frei. Online-Tickets unter: www.eventim-light.com/de/events/6a6b07cc58146fadd1dfacfb
3. Liga
Münster holt Higl
Preußen Münster hat seine Stürmersuche mit der Verpflichtung von Felix Higl abgeschlossen. Der 29-Jährige kommt vom Zweitligisten Greuther Fürth und bringt die Erfahrung aus 97 Drittliga-Partien mit. Für das Kleeblatt absolvierte Higl in der vergangenen Saison 19 Pflichtspiele, kam dabei allerdings nur auf 382 Einsatzminuten sowie jeweils ein Tor und eine Vorlage. Deutlich erfolgreicher verlief seine Zeit beim SSV Ulm: Dort gehörte der Angreifer zu den Stammkräften, stieg aus der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga auf und sammelte in 69 Regionalliga-Spielen 37 Scorerpunkte. Sportdirektor Jan Uphues sieht in Higl einen robusten Mittelstürmer, der Bälle festmachen, sich in das Kombinationsspiel einbringen und als Zielspieler im Strafraum agieren kann. Darüber hinaus sei er laufstark und arbeite konsequent gegen den Ball. Higl kennt Trainer Thomas Wörle bereits aus Ulm und will der Mannschaft „mit Herz und Leidenschaft“ helfen.