Schlechtes Wochenende für Berlins Footballer
In der German Football League führten am 1. August die Berlin Rebels vom SC Charlottenburg als Nord-Vorletzter beim Schlusslicht, den Kiel Baltic Hurricanes, nach dem 1. Viertel 3:0, doch dann wachten die Hurricanes auf und gewannen letztlich ungefährdet 37:10. An den Tabellenrängen änderte sich nichts. Auch Berlin Thunder lagen tags darauf in der American Football League Europe im kleinen Jahnstadion nach dem Auftaktviertel gegen die nominell gleich starken London Warriors in Front. Danach übernahmen aber die Engländer das Kommando und siegten 40:29. Thunder bleiben Dritte der Staffel Süd/Ost.
Füchse Berlin
Warmspielen
In der Saisonvorbereitung soll ein Team zusammenwachsen und neue Dinge ausprobieren. Die Füchse testeten dreimal gegen unterklassige Kontrahenten. So gewannen sie zuerst bei Drittligist Grün-Weiß Werder mit 41:27. Dabei stand erstmals Andreas Palicka zwischen den Pfosten, auch die „Jungfüchse“ Julian Kusche und Rune Laskowski bekamen Spielanteile. In Ahlbeck gastierten die Berliner dann bei Regionalligist HSV Insel Usedom und siegten 49:26, und auch bei der SG Uckermark blieb der deutsche Vizemeister ungefährdet – 57:26. In Erinnerung bleiben wird ein gleich vierfacher Kempa-Trick von Aitor Ariño, Hákun West av Teigum, Mathias Gidsel und Tobias Grøndahl. Härtere Gegnerschaft erwartet die Füchse in der Champions League. Zum Auftakt geht es am 10. September nach Serbien zu RK Partizan Belgrad, bevor am 16. September und anschließend am 8. Oktober die Heimspiele gegen One Veszprém HC und den FC Porto folgen.
Hermannsson bleibt
Und so sprach Martin Hermannsson: „Wir sind schon lange zusammen, aber ich bin bereit, das noch länger zu machen. Und (…) nächstes Jahr spreche ich mit allen in der Halle auf Deutsch!“ Die neue Spielzeit wird schon die sechste für den inzwischen 31-jährigen isländischen Point Guard bei Alba Berlin, er hatte also Zeit zum Üben. Hermannsson war nach langer Verletzungsmisere zuletzt eine Saison lang gesund, daher in Topform und genau wie Final-MVP Justin Bean ein entscheidender Faktor für den Titelgewinn der Berliner. Alba verlassen wird allerdings Big Man J‘Wan Roberts. Nach einer Spielzeit in Berlin unterschrieb er nun einen Vertrag beim französischen Erstligisten Nanterre 92. Derweil wurde auch der BBL-Pokal ausgelost. Die Berliner treffen gleich im Achtelfinale am 17. oder 18. Oktober zu Hause auf die Bamberg Baskets. Auch bei Albas Frauenteam dreht sich das Personalkarussell. Mit der 23 Jahre alten kanadischen Nationalspielerin Tara Wallack hat Sportdirektor Himar Ojeda die Nachfolgerin für Insidespielerin Marie Bertholdt gefunden. Abby Muse wird aus ihrer Zeit bei Alba die Erinnerung an ihren Clubrekord mit fünf Blocks aus dem Spiel gegen den MBC mitnehmen. Nach einem Jahr trennen sich dennoch die Wege. Auch Jo Raflo wird nicht mehr für Alba auflaufen.
Gute Mischung
Volleyball-Bundesligist Energiequelle Netzhoppers Königs Wusterhausen hatte unerwartet Handlungsbedarf auf der Trainerposition, denn der Australier Liam Sketcher verließ den Club nach zwei Jahren. An der Seitenlinie steht in der neuen Spielzeit der 47-jährige Constant Tchouassi. Der im Kamerun gebürtige Franzose kennt die Bundesliga schon aus seiner Zeit als Co-Trainer beim VfB Friedrichshafen unter Mark Lebedew. Co-Trainer Jonas Faust, Zuspieler Hannes Gerken, Außenangreifer Theo Timmermann und Libero Tim Türpe bilden weiter das Fundament. Neu im Team sind Mittelblocker Max König und Diagonalangreifer Kristoffer Bisgaard. Außenangreifer Denis Kaliberda kehrt zum zweiten Mal bereits nach KW zurück.
Football
Debakel für die Saarland Hurricanes
Für die Saarland Hurricanes gab es am Samstag bei den Regensburg Phoenix nichts zu holen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und zu vielen Fehlern unterlagen die Saarländer verdient mit 18:45 und bleiben mit nur einem Sieg aus acht Spielen Tabellen-Sechster. Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start. Bereits im ersten Viertel zogen die Phoenix durch Touchdowns von Jadon Gildersleeve und Nicolas Hayes sowie ein Field Goal auf 24:0 davon. Die Hurricanes fanden offensiv kaum Lösungen, leisteten sich eine Interception und einen Fumble und wurden von der starken Regensburger Defensive immer wieder gestoppt. Erst im zweiten Viertel gelang den Saarländern die Wende im Spiel. Nach einem Fumble der Phoenix sorgte zunächst ein Safety für die ersten Punkte. Anschließend fing Joshua Youngblood einen Touchdown-Pass von Gabriel Cunningham, ehe ein Field Goal nach einer Interception von Bastian Ledule den Halbzeitstand von 24:11 herstellte. Nach der Pause erhöhte Regensburg schnell auf 31:11. Youngblood brachte die Hurricanes mit einem weiteren Touchdown zwar noch einmal auf 31:18 heran, doch die Antwort folgte umgehend: Gary Timothy Tyler trug den anschließenden Kickoff zum Touchdown zurück. Ein weiterer Touchdown der Phoenix entschied die Partie endgültig zum 45:18. Im Schlussviertel passierte wenig. Kai Frick sorgte mit einem langen Lauf noch einmal für Gefahr, Malcolm Washington fing eine Interception ab, weitere Punkte gelangen den Hurricanes jedoch nicht mehr. Trotz einer kämpferischen Leistungssteigerung nach der Pause verhinderten vor allem die schwache Anfangsphase und zu viele Ballverluste ein besseres Ergebnis.
HGS sammelt wichtige Erkenntnisse
Handball-Drittligist HG Saarlouis hat sein Testspiel beim Schweizer Erstligisten und European-League-Teilnehmer Kadetten Schaffhausen mit 24:38 verloren. Das Ergebnis fiel zwar deutlich aus, dennoch zog die HGS aus dem Vergleich mit dem internationalen Top-Team positive Erkenntnisse. Vor allem in der ersten Halbzeit präsentierte sich der Drittligist auf Augenhöhe und lag zur Pause lediglich mit 13:15 zurück. Mit einer engagierten Defensivleistung um Neuzugang Pierre Halimi sowie mehreren Paraden von Torhüter Finn Zecher hielt Saarlouis die Partie lange offen. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber jedoch das Tempo und setzten sich innerhalb weniger Minuten entscheidend ab. Sportdirektor Markus Baur und Trainer Jörg Lützelberger bewerteten die intensive Trainingswoche mit den Testspielen gegen den HBW Balingen und Schaffhausen dennoch positiv. Besonders die Entwicklung der Mannschaft und die Leistungen gegen hochklassige Gegner stimmten optimistisch. Lob gab es zudem für Pierre Halimi, der sich nach Ansicht der Verantwortlichen bereits als Verstärkung für die Defensive erwiesen hat. Vor dem Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal gegen Frisch Auf Göppingen stehen noch Testspiele gegen die Eulen Ludwigshafen und Heilbronn-Horkheim auf dem Programm.
Pechstein bleibt
Die ehemalige Eisschnellläuferin und mehrfache Olympiasiegerin Claudia Pechstein wird langfristig Bundestrainerin im Bereich Mehrkampf. Wie der Verband DESG mitteilte, hat Pechstein das Amt ab August inne. Bereits im Mai war Pechstein kommissarisch zur Bundestrainerin ernannt worden. Die Wahl auf Pechstein begründet die DESG in einer Mitteilung mit ihrer „außergewöhnlich langjährigen sowie international herausragenden Erfahrung im Eisschnelllauf“. Diese „objektiv feststellbaren Qualifikationsmerkmale“ machten sie zu „einer Trainerpersönlichkeit, deren fachlicher Hintergrund bei der Besetzung der Funktion der Bundestrainerin Allround in besonderer Weise zu berücksichtigen ist“, heißt es weiter. Verbandspräsident der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft ist seit 2020 Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große.