Audi drängt mit dem Q9 in die SUV-Oberklasse
Mit dem Q9 steigt jetzt auch Audi in das Segment der großen SUVs ein. Das Modell kann ab sofort bestellt werden und soll im letzten Quartal auf die Straße kommen, teilte der Hersteller mit. Die Preise liegen deutlich über dem technisch eng verwandten Q7 und klettern von 87.900 auf 108.400 Euro. Dafür strecken die Bayern das SUV im Radstand um 15 und die Länge um über 20 Zentimeter. Mit dann 3,14 und 5,31 Metern schaffen sie Platz für zwei elektrische Captain-Chairs in der zweiten und zwei weiteren Sitzen in der dritten Reihe. In der Basisversion wird in der Mitte eine Dreier-Bank montiert und der Q9 wird zum Siebensitzer. Die Türen des Geländewagens öffnen und schließen elektrisch. Den Antrieb übernimmt zunächst ein drei Liter großer V6-Diesel mit 220 kW/299 PS und Mild-Hybrid-Technik, der zumindest beim Rangieren auch rein elektrisch fährt. Deutlich weiter stromert der Plug-in-Hybrid im SQ9, der um einen vier Liter großen V8 konstruiert ist und rund 588 kW/800 PS leisten soll. Der Q9 ist der bislang größte Audi und bietet Allradlenkung. (dpa)
Neu in WhatsApp: Anrufe nun auch im Browser
Bald sind auch Anrufe über WhatsApp Web im Browser möglich. Das haben die Betreiber des Messengers in einem Blogbeitrag bekanntgegeben. Aktive Gruppenanrufe sollen sich künftig per Anrufweiterleitung auch nahtlos vom Smartphone auf Tablets, Web-Version oder Desktop-App übertragen lassen. Im Browser erhalten Nutzer die Möglichkeit zur Bildschirmfreigabe und Reaktions-Emojis für Videocalls. Über die Anrufeinstellungen kann zudem die neu eingeführte Geräuschunterdrückung für Hintergrundgeräusche in Anrufen an- oder abgeschaltet werden. Ebenfalls neu: ein Warteraum für die Steuerung von Gruppenanrufen. Nutzer sollen so mehr Kontrolle haben, wer wann beitreten darf – man kennt das bereits von Konferenzlösungen wie Zoom oder Teams. Die neuen Funktionen sollen nach und nach für alle Nutzer verfügbar werden. (dpa)
Stillmythen auf dem Prüfstand
Eine aktuelle Übersichtsarbeit italienischer Forschender, für die 78 internationale Studien ausgewertet wurden, räumt jetzt mit drei weit verbreiteten Stillmythen auf. Demnach reicht die erste Muttermilch, das Kolostrum, in den meisten Fällen aus, um ein gesundes Neugeborenes ausreichend zu versorgen. Auch ein Schnuller in den ersten Lebenswochen verkürzt die Stilldauer nach der aktuellen Datenlage nicht automatisch. Ebenso fanden die Wissenschaftler keine überzeugenden Hinweise darauf, dass der routinemäßige Einsatz elektrischer Milchpumpen direkt nach der Geburt Vorteile bringt. Die Autoren plädieren deshalb für eine stärker evidenzbasierte Stillberatung in Kliniken und Arztpraxen. Das passt zu den aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. Weltweit werden mehr als 47 Prozent aller Säuglinge in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt. Fachleute betonen, dass Muttermilch das Immunsystem stärkt, vor Infektionen schützt und die gesunde Entwicklung des Kindes fördert.
Fragwürdig
Mordfall als Comedy
Amanda Knox will ihre Erfahrungen rund um den aufsehenerregenden Mordfall Meredith Kercher in einer Comedy-Show verarbeiten – und sorgt damit bei der Familie des Opfers für Entsetzen. Die 39-Jährige tritt im August beim Edinburgh Fringe Festival in Schottland mit dem Programm „Amanda Knox: Cartwheel“ (auf Deutsch: Radschlag) auf und spricht dabei unter anderem über ihre Inhaftierung wegen des Mordes an der Britin. Der Mord an der 21-jährigen Meredith Kercher in der italienischen Stadt Perugia hatte 2007 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Schnell gerieten Knox – oft auch „Engel mit den Eisaugen“ genannt – und ihr damaliger Freund unter Verdacht. Knox wurde in einem spektakulären Prozess zunächst zu einer langen Haftstrafe verurteilt und musste vier Jahre im Gefängnis in Italien verbringen. 2015 wurden beide aber letztlich vom Vorwurf des Mordes komplett freigesprochen. Wer Kercher damals ermordete, ist bis heute nicht geklärt.
Bei Kerchers Familie sorgte Knox mit ihrer Show für Aufruhr. Dem britischen „Telegraph“ sagte die 39-Jährige, dass es aus ihrer Sicht bei Comedy keine Themen gebe, die grundsätzlich Tabu seien. Sie wolle sich aber nicht über Kerchers Tod lustig machen, stellte sie klar. (dpa)