Homburg
Theater mit Jodeldiplom
Sieben Mal waren die Veranstaltungen im Frühjahr ausverkauft, nun geht das Homburger Amateurtheater mit Loriots „Dramatischen Werken“ in die zweite Runde. Das Homburger Amateurtheater, aktuell auf dem Weg ins 20. Vereinsjahr, wagte sich an Meisterhaftes und gewann damit bereits im ersten Durchlauf die Gunst des Publikums. Die 22 Sketche aus den „Dramatischen Werken“ von Vicco von Bülow – bekannt als Loriot – gibt es nun wieder zu sehen.
Unter dem Titel „Die Ente bleibt draußen“ reisen die Besucherinnen und Besucher in die Wirtschaftswunderzeit zurück und erleben die Sketche auf wohlbekannte und doch neue Weise.
Die Stücke von Loriot, dem großen Meister der Beziehungskomik, spielen zwölf Darsteller in einundachtzig irrwitzigen Rollen. Nuancenreiches, ausgefeiltes Amateurtheater entführt in die Entstehungszeit der berühmten Perlen deutschsprachigen Humors. Zu sehen gibt es die Herren im Bad, die Liebe im Büro und die Rede im Bundestag ebenso wie die Jodelschule, den Lottogewinner und die Eheberatung.
Was die beiden Regisseure Karl-Herbert Schäfer und Dieter Meier mit ihrem engagierten Team auf die Bühne gebracht haben, wird ab dem 22. August in fünf weiteren Vorstellungen gezeigt.
22., 23., 28., 29., 30. August, 19 Uhr beziehungsweise sonntags 17 Uhr. Thomas-Morus-Haus, Schleburgstraße 17, 66424 Homburg. Mehr unter: hat-ev.de
Über Genregrenzen hinweg
Mit „Ad Hoc“ hat das KuBa, das Kulturzentrum am Euro-Bahnhof, im April eine neue Konzertreihe gestartet, bei der jedes Mal eine andere Mischung an Musikerinnen und Musikern zusammenkommt. Personen, die sich vielleicht nie zuvor begegnet sind, haben ein musikalisches genreübergreifendes Blind Date, bei dem das Unvorhersehbare Programm ist. Zum Termin am 27. August treffen um 19 Uhr erfahrene Klangprofis auf junge, neugierige Soundtüftler und schaffen gemeinsam Musik, die im Moment entsteht.
Die Mitwirkenden an diesem Abend sind Gustav Hofmann (Gitarre, Elektronik), Sebastian Voltz (Piano), Max Riefer (Percussion), Sebastian Degen (Saxofon), Jakü Suermann (Violoncello), Alex Rybak (Cimbalon, Live-Elektronik).
Zum zweiten Set sind interessierte Musikerinnen und Musiker eingeladen, sich dem Ensemble des Abends improvisatorisch anzuschließen.
Der Eintritt ist frei wählbar: 5, 10 oder 15 Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse. Einlass ab 18.30 Uhr.
Kulturverführung vom 21. August 2026
Freiluftgalerie: Bald schon verwandelt sich die Homburger Innenstadt in eine Galerie. Der Name, der dafür gewählt wurde, vermittelt, was man beabsichtigt: ARTmosphäre! Die Veranstaltung ist nicht neu, jedoch immer wieder neu, denn viele Künstler nehmen erstmals teil. Malerei, Grafik und Fotografie, Holz-, Glas-, Metall- und Textilkunst, Schmuck, Keramik und kreative Upcycling-Projekte werden Sie entlang der Straßen und Plätze der Innenstadt entdecken. Einige Aussteller demonstrieren ihre Techniken vor Ort und geben Einblick in ihre kreativen Prozesse. Darüber hinaus werden Mitmachangebote zu finden sein. Haben Sie schon einmal Kerzen und Gläser bemalt oder unter Anleitung eine Manga-Seite gestaltet? Ob machen oder betrachten: Kunst und Kultur bringen Menschen zueinander. Begegnungen zwischen Kunstschaffenden und Publikum sind an diesem Samstag garantiert. „ARTmosphäre“, Samstag, 29. August, 10 bis 17 Uhr, Homburger Innenstadt, www.homburg.de
Release-Konzert: Neues von „Reverend“ Jörg Metzinger (Gitarre), Christian Bauer (Piano, Blues Harp) mit Stimme von Heike Stark. „Real Blue“, Freitag, 28. August, 20 Uhr, Theaterschiff Maria-Helena am Saarufer, Alte Brücke, Saarbrücken-St. Johann. Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, inklusive CD. Karten unter: www.yesticket.org/events/de/real-blue
Kino: Wer die Kulturverführerin verfolgt, weiß, dass ich gerne auf „Cinéconcert“ im Kino Achteinhalb hinweise, denn Stummfilme mit musikalischer Livebegleitung sind Erlebnisse. Warum bin ich von Stummfilmen derart begeistert? Ein Argument ist, dass sie selten programmiert werden, wobei, inzwischen doch immer häufiger. So auch im Filmhaus. Sogleich hat die Journalistin in mir Witterung aufgenommen: Konkurrenz fürs Kino Achteinhalb? Muss das sein? Es muss nicht sein, und ist auch nicht. Beleg: „Zurzeit leider keine Filme in dieser Reihe“, heißt es beim Kino Achteinhalb. Ein Programm von acht Filmen Marke „Silent Nights“ aus den Zwanzigerjahren schenkt uns Filmwissenschaftler Dr. Nils Daniel Peiler, der das Filmhaus Saarbrücken leitet. „Geheimnisse einer Seele“ wird in Kooperation mit der Friedrich-Murnau-Stiftung gezeigt. Dessen Leiter der Restaurierung und Digitalisierung, Luciano Palumbo, hält einen Einführungsvortrag. Die Welturaufführung fand bei der Berlinale statt. Diese Fassung wurde um Material ergänzt, sodass in Saarbrücken eine Welturaufführung zu erleben sein wird. Wir ergründen lieber die Geheimnisse anderer Seelen als die eigenen und wollen die digital restaurierte Fassung von 1926, Regie G. W. Papst, keinesfalls versäumen. „Geheimnisse einer Seele“, Samstag, 29. August, 19 Uhr, Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken, www.silent-nights.de/start Michaela Auinger