Historische Orte entdecken
Jedes Jahr findet am zweiten Sonntag im September der Tag des offenen Denkmals statt. Der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierte Tag bietet Besucherinnen und Besuchern in ganz Deutschland die Gelegenheit, historische Orte aus einer anderen Perspektive zu entdecken. An vielen Orten öffnen sich Türen zu Bereichen, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich wären. Auch Sonderführungen machen an diesem Tag die Geschichte hinter den Orten erlebbar.
So können am 13. September beispielsweise Pumpenhaus und Waschkaue der Grubenanlage Itzenplitz besichtigt werden. Bis zur Stilllegung 1960 war die Grube Itzenplitz rund 100 Jahre Förderstandort für Steinkohle. Der im Bergbau einmalige Wasserturm am Itzenplitzer Weiher wurde zwischen 1907 und 1908 erbaut und als Pumpenhaus unter anderem zur Speisung der Dampfmaschinen der Gruben Reden und Itzenplitz genutzt. Neben der Förderanlage aus dem Jahr 1886 steht die 1910 erbaute und 1950 erweiterte Waschkaue. Zwischen 10 Uhr und 16 Uhr wird der Komplex durchgehend geöffnet sein. Jeweils um 10 Uhr und 14 Uhr findet eine Führung durch und rund um das bekannte Pumpenhaus am Itzenplitzer Weiher, das Grubengelände und die Waschkaue statt.
Auch im restlichen Saarland und in ganz Deutschland gibt es weitere Termine.
Hier lässt sich nach Ort oder Bundesland suchen: www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm
Förderung über die Ländergrenzen hinaus
Das Ministerium für Bildung und Kultur hat den Bund Saarländischer Musikvereine e. V. (BSM) mit einer Förderung in Höhe von 12.500 Euro bei der Durchführung eines interkulturellen Jugendsommercamps unterstützt. Das Camp fand vom 21. bis 23. August im Saarland statt und bildete den Auftakt für die Gründung eines neuen Jugendensembles, das junge Musikerinnen und Musiker aus der Saar-Lor-Lux-Region dauerhaft miteinander vernetzen soll. Neben musikalischen Fähgikeiten wurden soziale Kompetenzen, Teamgeist und interkulturelles Verständnis gefördert. Über das Projekt „Musik vereint Jugend in der Saar-Lor-Luxregion“ sagt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Musik verbindet Menschen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg. Gerade junge Menschen erleben beim gemeinsamen Musizieren, wie bereichernd Vielfalt ist und wie aus unterschiedlichen Perspektiven etwas Neues entstehen kann.“
Kulturverführung
Musik: Ein Phil-Collins-Tribute? Man muss nicht lange überlegen, man möchte dabei sein! Mit einer elfköpfigen Formation steht Sänger Jürgen „Phil“ Mayer auf der Bühne. Der Sound von Phil Collins und Genesis und deren große Hits leben auf, das verspricht gute Laune und ja, vielleicht auch ein bisschen Wehmut, schließlich war man zu Phils großen Zeiten auch jünger. Er ist heute 75 Jahre alt und das bei – vorsichtig gesagt – höchst ungesunder Lebensweise. Das wunderbare Freiluftkonzert wird in Saarlouis stattfinden und alle werden kommen, ja auch die Saarbrücker. Ich bekenne mich als eine der kulturell Verwöhnten und Bequemen: Warum irgendwohinreisen, die Saarmetropole bietet alles. Glücklicherweise darf ich diese Kolumne schreiben, ich schaue mich im Land um und schreibe über Interessantes, das ich sozusagen theoretisch besuchen würde. Das Benefizkonzert wird möglich gemacht vom Lions-Club Saarlouis und seiner Hilfsorganisation Lions Hilfe e.V., der Erlös der Veranstaltung fließt zu 100 Prozent in Kinderhilfsprojekte der Region. Vor dem Auftritt von „Phil – The Genesis & Phil Collins Tribute Show” spielen die AWO-Herzrocker und Gesox, eine Band aus dem Kreis Saarlouis. „Lions rockt Vauban 2026 – Benefiz für Kids“, Samstag, 12. September, 17 Uhr, Karten: 29,90 Euro bei Ticket Regional, Ravelin V, Vaubanstraße, 66740 Saarlouis
Lesung: Ferdinand von Schirach ist ein bekannter Schriftsteller und Jurist. Einige seiner Buchtitel geben unmittelbar preis, welche Themen sein schriftstellerisches Nachdenken bewegen: „Verbrechen“, „Schuld“, „Strafe“. Was ist gerecht? Kann ein Mensch sich wirklich verändern? Was bedeutet Vergebung? Und wie viel Menschlichkeit kann selbst an den dunkelsten Orten bestehen bleiben? Diese Fragen bewegen auch Andreas Dörr, den Schiffweiler Autor und Mitorganisator der dortigen Geschichten-Bühne. Die US-Amerikanerin Karla Faye Tucker, die wegen zweifachen Mordes zum Tode verurteilt wurde, inspirierte ihn zu der Novelle „Syndrom der Gewalt“. Gelegenheit, über das Gehörte zu sprechen und eine Currywurst zu essen, die im Eintritt von 10 Euro inkludiert ist, gibt es. „Syndrom der Gewalt“, Lesung mit Andreas Dörr, Donnerstag, 17. September, 18 Uhr, Ratssaal, Rathaus, Rathausstraße 7-11, 66578 Schiffweiler
Kino: Den Landesprogrammpreis Kino für das beste Kinoprogramm im Saarland erhielten die Thalia-Lichtspiele in Bous im Jahr 2019. Kinofans im Landkreis Saarlouis haben ein Kino mit Verantwortlichen, die mit dem Kinoprogramm in Saarbrücken spielend mithalten. Thalia Lichtspiele in Bous hätten den Publikumspreis Landesprogramm Kino Saarland verdient, die Bekanntgabe der Auszeichnungen findet im Oktober statt. www.kino-bous.de