Leichtathletik-Elite in Berlin
Beim ISTAF im Berliner Olympiastadion siegte Zehnkampf-Europameister Leo Neugebauer im Dreikampf, obwohl er im Diskuswurf nur einen Versuch gültig bekam, dann aber seine Saisonbestleistung erzielte. Beim abschließenden 1500-Meter-Lauf brachte er seinen Vorsprung aus 100-Meter-Lauf und Diskuswurf souverän ins Ziel. Speerwurf-Europameister Julian Weber siegte auch in Berlin erst mit seinem letzten Versuch (89,54 m) und schlug dabei den Doppel-Weltmeister Anderson Peters aus Grenada. Die Europameisterin über 3.000 Meter Hindernis, Gesa Krause aus Berlin, gewann über 2.000 Meter, und der Berliner Vizeeuropameister Emil Agyekum überlief die 400 Meter Hürden mit großem Vorsprung. Top auch die Leistung von Kugelstoßerin Chase Jackson. Mit 21,02 Metern brach sie den 42 Jahre alten ISTAF-Rekord von Helena Fibingerová.
Eishockey: Neuer Bundestrainer
Im letzten Testspiel vor der neuen DEL-Saison meldeten die Eisbären den Wellblechpalast im Sportforum ausverkauft. Vor 4.227 Zuschauern ging es gegen den Kooperationspartner aus der DEL 2, die Lausitzer Füchse aus Weißwasser. Die Füchse hielten sehr gut dagegen, die Eisbären gewannen allerdings dank dreier Treffer von Yannick Veilleux, Ty Ronning und Jonas Müller mit 3:1. Berlins Stamm-Goalie Jack LaFontaine machte nach 30 Minuten Platz für Jonas Neffin. Bereits am 4. September starten die Eisbären in die Champions Hockey League – auswärts bei Genève-Servette HC (Schweiz). Die größere Nachricht war allerdings, dass Eisbären-Legende und Rekordtorschütze (247) André Rankel zum neuen Bundestrainer des DEB auserkoren wurde. Der 40-jährige Rankel, bislang Eisbären-Co-Trainer, erhielt einen Vierjahresvertrag als Nachfolger des geschassten Harold Kreis. „Wir stellen uns schon eine langfristige Entwicklung vor. Das soll nicht nur kurzfristig auf die Heim-WM im kommenden Jahr ausgerichtet sein“, so der der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz. Rankels erste Bewährungsprobe ist der Deutschland Cup vom 5. bis 8. November in Düsseldorf.
Kader komplett, gute Tests
Mit 1,96 Metern hat sie auch die Statur einer wirklichen Center-Spielerin. Die 23-jährige US-Amerikanerin Lauren Ware komplettiert den Kader von Alba Berlin. In ihren Jahren an der University of Arizona und zuletzt bei Texas A&M zeigte sie ihre Vielseitigkeit sowohl beim Scoren als auch beim Rebounden. Da schon am 4. September die Basketball-WM der Frauen in Berlin beginnt, fehlten beim Testspiel-Doubleheader am 29. August in der Sömmeringhalle einige Spielerinnen: Ware, Leoni Kreyenfeld, Nina Rosemeyer, Alina Hartmann, Fanta Gassama und Tara Wallack. Dennoch sahen 1.500 Fans ein munteres, aber einseitiges Spiel gegen den Kooperationspartner TuS Lichterfelde, das Alba 107:56 gewann. Lilli Schultze (19 Punkte), Lena Gohlisch (18) und Tessa Stammberger (17) punkteten am besten für Alba. Vor 2.300 Fans folgte das Pre-Season-Game von Albas Männerteam (ohne die Nationalspieler Malte Delow, Martin Hermannsson, Jonas Mattisseck und Jack Kayil) gegen die Hamburg Towers. Typischerweise probierten beide Teams viel aus, auch Spieler. So wurde der erst 17-jährige Fin Borczanowski mit 14 Punkten Albas Topscorer, gefolgt von Sam Griesel und Joe Wieskamp (je 11). Die Berliner gewannen das körperlich intensive, mitunter zerfahrene Spiel sicher mit 89:83.
Machtdemonstration
Am 27. August war die MT Melsungen zum Auftakt der Handball-Bundesliga zu Gast bei den Füchsen in der Max-Schmeling-Halle. Die Berliner mussten auf Nils Lichtlein und Fabian Wiede verzichten, Melsungen hatte in der Off-Season mit der Akquise des spanischen Stars Daniel Dujshebaev und der Rückkehr von National-Kreisläufer Johannes Golla gepunktet. Im Spiel aber zog der 40-jährige Keeper Andreas Palicka den Melsungern mit unzähligen Paraden den Zahn, vorne trafen Matthes Langhoff und Co. unwiderstehlich bis zur 17:9-Füchse-Halbzeitführung. Erik Balenciaga und seine Melsunger kamen stark zurück. Da die Berliner Offensive aber nicht nachließ, reichte es für die Füchse zu einem nur knapp scheinenden 33:31-Startsieg.