Energieleistung
Bundestrainer Olaf Lange war nach dem Mali-Spiel zufrieden, dass er sein Team zusammenschweißen konnte. Denn bei der Basketball-WM der Frauen in Berlin ging gleich das erste Gruppenspiel am 4. September verloren. Die Spanierinnen trafen absurde 53,5 Prozent ihrer Würfe. Die Deutschen verfehlten hingegen den sprichwörtlichen Lastwagen, konsequenterweise ging das Spiel 53:83 aus. Tags drauf musste somit ein Sieg her gegen Japan. Deutschland trat wie verwandelt auf und überspielte die Japanerinnen mit 74:58. Da Spanien gegen Mali Ladehemmung hatte und 73:82 verlor, lagen vor dem letzten Gruppenspieltag am 7. September alle vier Teams bei einem Sieg und einer Niederlage. Spanien setzte sich gegen Japan mit 79:59 durch, und auch Deutschland wurde seiner Favoritenrolle gegen Mali gerecht und sicherte das 83:58.
Eishockey: Doppelpleite in der CHL
Die Eisbären fremdeln irgendwie mit der Champions Hockey League. Am 4. September wirbelte der Deutsche Meister bei Genève-Servette Hockey Club zwar früh vor dem Schweizer Tor, die Treffer erzielten aber die Genfer. Schnell lag Servette mit 2:0 vorne, die Berliner konnten noch zum 2:2 ausgleichen. Danach waren allerdings trotz einiger Berliner Chancen nur noch die Schweizer fürs Toreschießen zuständig – bis zum 6:2-Erfolg. Misslungener Einstand somit für Berlins Cheftrainer Éric Dubois und die Last-Minute-Verpflichtung Brandon Davidson. Der 35-jährige Verteidiger war unter der Woche von Kometa Brno (Tschechien) an die Spree gewechselt. Zwei Tage später. Schauplatz wieder die Schweiz, diesmal Davos. Hier wurden die Eisbären sogar noch höher abgewatscht. Leo Pföderls zwei Treffer bildeten nur Ergebniskosmetik beim 2:8. Am 11. September folgt das erste CHL-Heimspiel: gegen die Graz 99ers (Österreich).
Gelungene Generalproben für deutsche Volleyballer
Die Potsdamer MBS Arena war ein gutes Pflaster für die Deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Männer. Die letzten beiden Testspiele am 4. und 5. September vor der Europameisterschaft im rumänischen Cluj-Napoca gewannen die DVV-Mannen jeweils 4:0 und 3:0 gegen die niederländischen Gegner. Dabei zeigten sich auch eine Vielzahl aktueller beziehungsweise ehemaliger Spieler der Berlin Recycling Volleys wie Ruben Schott, Moritz Reichert, Johannes Tille, Anton Brehme, Florian Krage-Brewitz und Tobias Krick in geradezu exzellenter Form.
Noch eine ganze Menge zu tun
Für Alba Berlins Männerteam beginnt die Spielzeit am 18. September mit dem BBL-Heimspiel gegen die Niners Chemnitz. Bis dahin gilt es allerdings, noch viele Fehler abzustellen. Am 6. September traf der Deutsche Meister beim traditionellen Pre-Season-Auftritt in der ausverkauften MBS Arena von Oranienburg auf die Rostock Seawolves. Bei den Berlinern wurden Justin Bean, Jordan Ford und Benedikt Turudic geschont, dafür erhielten Youngster wie Fin Borczanowski, Richard Schmitt und Nevio Bennefeld einiges an Spielzeit. Jack Kayil und Martin Hermannsson haderten mit ihrer Leistung, nur Joe Wieskamp (15 Punkte) und Malte Delow (10) lieferten am Ende wirklich ab. Big Man Brandon Angel und Guard Julius Böhmer wirkten noch nicht so wirklich integriert. Rostock hingegen trat eingespielt, hochmotiviert und physisch auf und ließ Alba mit 84:68 keine Chance. Am 11. und 12. September treten die Berliner bei einem Turnier in Pontevedra (Spanien) gegen Hochkaräter wie Euroleague-Teilnehmer Baskonia an.
Das Berliner Frauenteam verglich sich trotz diverser fehlender Spielerinnen wie schon in den Jahren zuvor mit EuroCup-Teilnehmer Enea Gorzów und zog mit 53:68 den Kürzeren. Neuzugang Fanta Gassama (15) punktete am besten für Alba, Océane Monpierre verteilte sieben Assists.