Kurzfilm: BVG fordert Paris heraus
Paris hat den Eiffelturm, die Seine und den French Kiss. Schön und gut. Aber reicht das wirklich für den Titel „Stadt der Liebe“? Die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) findet: eher nicht. Unter anderem mit dem Kurzfilm „Die echte Stadt der Liebe“ fordert die BVG die französische Hauptstadt heraus und zeigt, warum die Liebe mindestens genauso zwischen Wedding und Wannsee zu Hause ist. Im Film treffen bekannte Bilder französischer Romantik auf Berliner Wirklichkeit: Der Eiffelturm bekommt Konkurrenz von der Berliner U-Bahn, der French Kiss trifft auf den Bruderkuss und aus der Mona Lisa wird kurzerhand Mona, eine Berliner Busfahrerin, deren schönstes Lächeln einem ganz bestimmten Fahrgast gilt. Aus dem vermeintlichen Wettstreit mit Paris wird nach und nach eine Liebeserklärung an Berlin. Allerdings nicht an die perfekte Kulisse, sondern an das echte Leben und die Menschen, die diese Stadt ausmachen. Hinter dem humorvollen Schlagabtausch mit Paris steckt auch eine ernst gemeinte Botschaft, erklärt die BVG: „Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit füreinander, ein freundlicher Blick, eine nett gemeinte Geste.“
Die BVG hat „Die echte Stadt der Liebe“ gemeinsam mit der Agentur Jung von Matt realisiert.
Zum Liebesfilm: https://youtu.be/Pvxv7lFvlTM
Berliner Buchhandelspreis
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft lobt einen neuen Preis für die Berliner Buchbranche aus: Mit dem Berliner Buchhandlungspreis werden ab 2027 jährlich sechs unabhängige Buchhandlungen geehrt, die mit ihrem ausgewählten Sortiment, mit ihrem Unternehmenskonzept oder ihrem kulturellen Veranstaltungsprogramm überzeugen. Für die Ausrichtung des ersten Preisjahrgangs sowie die initiale Vorbereitung stellt die Senatsverwaltung 125.000 Euro bereit. Eine unabhängige sechsköpfige Fachjury entscheidet nach Sichtung der eingesandten Bewerbungen.
Ausgerichtet und organisiert wird der Preis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Berlin-Brandenburg.
„Als lokale Kulturorte sind Buchhandlungen weit mehr als reine Verkaufsstellen von Büchern und Postkarten. Sie bieten ihren Kundinnen und Kunden persönliche Leseempfehlungen und variable Einkaufs- und Bestellmöglichkeiten“, sagt dessen Geschäftsführerin Miriam Gabriela Möllers.
Kulturverführung
Ausstellung: „Konstantin Grcic zählt zu den einflussreichsten Designern der Gegenwart. Seine Entwürfe verbinden Funktionalität, technische Präzision und eine klare Formensprache. Mit Möbeln, Leuchten und Alltagsobjekten hat er das internationale Industriedesign nachhaltig geprägt.“ So schätzt das Deutsche Design Museum die Arbeit des Mannes ein, dem es eine Ausstellung gewidmet hat. „Streetwise“, so heißt die Ausstellung, sei „keine Retrospektive, sondern ein Blick hinter die Kulissen eines Designbüros“. Sie präsentiert eine Auswahl weniger bekannter Arbeiten des Designers aus mehr als 30 Jahren Praxis. Viele der ausgestellten Objekte sind Prototypen, beschädigte Modelle und verworfene Ideen – Stücke, die normalerweise hinter den fertigen Produkten verborgen bleiben. „Der Titel bezieht sich auf eine praktische Art, die Welt zu verstehen. Es geht um das Lernen durch das Machen, um Intuition, Versuch und Irrtum sowie um das Wissen, das eher aus Erfahrung als aus Theorie stammt“, erklärt das Museum. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. September zu sehen. Deutsches Design Museum, Uhlandstraße 185, 10623 Berlin
Informationen: www.deutsches-design-museum.de
Comedy: Einmal im Quartal laden sich die Berliner Kleinkunstgrößen Susanne M. Riedel und Lukas Meister einen „Sterngast“ ein, mit dem sie Bier und Bühne teilen. Lukas Meister ist Liedermacher, Susanne M. Riedel ist Autorin, Kolumnistin. Es wird gelesen und gesungen, mal ein-, mal mehrstimmig, mit Klavier, Gitarre oder pur. „Zu rechnen ist mit unerschütterlichem Humor und liebevoller Melancholie, verwegener Wortakrobatik und brachialer Liebenswürdigkeit“, sagt das Duo und warnt vor den Abenden unter dem Titel „Bis ans Ende der Ringbahn: Achtung: Wenn wir wieder aussteigen, ist es immer noch die gleiche Station, doch tragen wir möglicherweise einen Funken Hoffnung im Knopfloch.“ Der nächste Termin ist am 18. September, 19.30 Uhr. Zebrano-Theater, Lenbachstraße 7A, 10245 Berlin, Karten: www.zebrano-theater.de
Konzert: Nenda ist eine Künstlerin aus dem Tiroler Ötztal. In ihrer Musik setzt sie sich unter anderem mit den Bergen Tirols auseinander und spricht in ihrer Musik Themen wie Identität und gesellschaftspolitische Fragen an. Ihre Lieder bringen Einsicht in ihre Lebenswelt – als Tirolerin und als Londonerin und, wie sie sagt, „als Mauerblümchen und Boss Bitch“. In ihrem Debütalbum „KRRRA“ kämpft sie gegen Rassismus, Nationalismus und das Patriarchat an, thematisiert aber auch den Verlust ihres Herzensbruders. Am 19. September, 18 Uhr, tritt sie im Rahmen der „Feel Austria Week“ in Berlin auf. Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin, Karten und Informationen: www.smb.museum/museen-einrichtungen/museum-europaeischer-kulturen