Pilzsuche mit Risiko
Mit dem Herbst beginnt die Hochsaison für Pilzsammler. Doch Verwechslungen können lebensgefährlich werden. Besonders gefährlich ist der Grüne Knollenblätterpilz, der für den Großteil der tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen verantwortlich ist. Tückisch ist, dass Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall oft erst Stunden nach dem Verzehr auftreten. Wie relevant das Thema ist, zeigen auch die Zahlen: Laut einer YouGov-Umfrage geht knapp ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland zumindest gelegentlich im Herbst Pilze sammeln. Gleichzeitig ist die Artenvielfalt enorm. Von rund 14.400 bekannten Pilzarten in Deutschland gelten nur etwa 200 als essbar, rund 150 als giftig und zehn sogar als tödlich giftig. Fachleute warnen deshalb davor, sich bei der Bestimmung allein auf Apps oder Fotos zu verlassen. Auch Fraßspuren sind kein Beweis dafür, dass ein Pilz für Menschen ungefährlich ist. Bei Unsicherheit sollten Pilzberatungsstellen hinzugezogen werden.
Android-Lösung gegen Übelkeit beim Reisen
Übelkeit im Auto, im Bus, manchmal auch im Zug – viele haben damit zu kämpfen. Hier setzt das neue Android-Feature namens visueller Bewegungsausgleich (Motion Assist) an, das für Geräte mit Android 17 ausgerollt wird, aktuell beginnend mit Pixel-Smartphones. Auf dem Display werden dezent farbige Punkte – Google bezeichnet sie als sich bewegende Formen (Bubbles) – an den Bildschirmrändern angezeigt. Die Punkte wandern immer ein wenig in die Richtung, die das Fahrzeug gerade einschlägt. Das Gehirn wird also subtil informiert, in welche Richtung es gerade geht. Die Lücke zwischen dem, was die Augen sehen, und der Fahrtbewegung wird geschlossen – und hilft im besten Fall, ein Aufkommen der Übelkeit beim Fahren zu verhindern. Der visuelle Bewegungsausgleich kann sich auf Wunsch automatisch einschalten, sobald das Gerät eine Fahrt registriert. (dpa)
Paracetamol unter Verdacht
Eine aktuelle Studie im Fachjournal Human Reproduction Open legt nahe, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft möglicherweise die spätere Fruchtbarkeit von Töchtern beeinflussen könnte. Forschende um Margit Bistrup Fischer vom Rigshospitalet in Kopenhagen werteten Daten von 685 Schwangeren aus und untersuchten später 302 Töchter. Dabei zeigte sich: Eine Einnahme vor der 17. Schwangerschaftswoche war mit einem rund 40 Prozent geringeren Eierstockvolumen und einem 13 Prozent kleineren Gebärmuttervolumen verbunden. Wurde Paracetamol ab der 17. Woche eingenommen, fanden sich bei den Töchtern rund 23 Prozent weniger Eibläschen. In einer Untergruppe waren zudem die Werte des Anti-Müller-Hormons niedriger, das als Marker für die Eizellreserve gilt. Die Forschenden betonen jedoch, dass die Beobachtungsstudie keinen ursächlichen Zusammenhang beweist. Auch ein nicht beteiligter Experte von der Universitätsfrauenklinik Ulm weist darauf hin, dass die Unterschiede teilweise gering seien.
Bundespräsident
Kerkeling unentschlossen
Hape Kerkeling weiß noch nicht, ob er Ja sagen würde, wenn ihm das Amt des Bundespräsidenten angeboten würde. „Noch hat mich niemand gefragt“, sagte der Entertainer und Komiker dazu in dem niederländischen Fernsehprogramm „Buitenhof“. „Ich habe noch keine Antwort darauf.“ Seit längerem sammelt eine Online-Petition Stimmen, um Kerkeling für das höchste Staatsamt vorzuschlagen. Mittlerweile haben den Aufruf auf der Plattform der Kampagnenorganisation Campact mehr als 144.000 Menschen unterzeichnet. Er hätte im Leben nie gedacht, dass ihn irgendjemand einmal in diesem Amt sehen könnte, sagte Kerkeling (61). „Aber es wäre doch sehr schwer. Vielleicht ist die Rente besser, als Präsident von Deutschland zu werden, auch wenn es eine große Ehre wäre.“
Kerkeling wurde zudem nach seiner Reaktion auf den AfD-Erfolg bei der Wahl in Sachsen-Anhalt gefragt. Ihm habe das Ergebnis Angst gemacht, sagte er. Die hohen Erwartungen zur Zeit der Wiedervereinigung seien nicht erfüllt worden. Dennoch sei es für ihn unbegreiflich, dass nun so viele Menschen die Lösung ihrer Probleme ausgerechnet von dieser Partei erwarteten und dafür Unfreiheit riskierten. (dpa)