Ein Wahlrecht von Geburt an fordert der Deutsche Familienverband und startet dafür jetzt eine bundesweite Kampagne. "Bisher bleiben 13 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ohne Gehör, wenn es um Mitbestimmung in unserem Land geht", kritisierte die Schirmherrin der Kampagne, die frühere SPD-Familienministerin Renate Schmidt, vor wenigen Tagen. Immer weniger junge Menschen stünden heute immer mehr älteren und wahlberechtigten Menschen gegenüber. "Die Interessen der Jüngsten dürfen nicht länger unter den Tisch fallen", betonte Schmidt.
In ganz jungen Jahren sollen nach diesem Vorschlag Eltern für ihre Kinder wählen dürfen. Sobald das Interesse der Kinder und ihr Wunsch zur politischen Teilhabe groß genug sind, sollen sie sich in das Wählerverzeichnis eintragen lassen. "Kinder und Jugendliche dürfen heute zwar Aktien kaufen, Großunternehmen besitzen und Steuern zahlen vertreten durch ihre Eltern. Doch von der politischen Mitwirkung sind sie ausgeschlossen", sagte Schmidt.
Die Kampagne wird von zahlreichen Politikern und Abgeordneten unterstützt, unter ihnen der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD), der ehemalige Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms (FDP), Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (CDU) und der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak.
POLITIK
picture alliance / obs / Deutscher Familienverband e.V.
Wahlrecht ab Geburt
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